Spanien Europameister und DFB-Aus in der Gruppenphase? Die bwin Redakteure tippen die EM 2016

Spanien Europameister und DFB-Aus in der Gruppenphase? Die bwin Redakteure tippen die EM 2016

Wer wird Europameister?

James Middleton (englisches Redaktions-Team): Spanien (Quote 6.75)

Eine enttäuschende Weltmeisterschaft 2014 ist kein Grund, den amtierenden Europameister abzuschreiben.

Spanien hat mit Vicente del Bosque einen großartigen Trainer und hat Weltklasse-Talente wie David de Gea und Koke in eine homogene Mannschaft integriert, die über viel Klasse und Erfahrung verfügt.

Thomas Reynolds (englisches Redaktions-Team): Spanien

In einem Turnier, in dem die augenscheinlichen Favoriten Frankreich und Deutschland verwundbar sind, könnte Spanien der Nutznießer sein.

Im Gegensatz zu den beiden genannten Favoriten hat Spanien eine große Auswahl an guten Mittelstürmern und zudem noch eine sattelfeste Abwehr, die nur 14 Gegentore kassierte.

Die spanischen Mannschaften haben Europa dominiert, stellten in Champions League und Europa League 3 der 4 Finalisten. Das ist ein Ausdruck der spanischen Dominanz.

Der Kader der Furia Roja ist tief besetzt, besitzt Erfahrung und Talent. Spieler wie Iker Casillas, Cesc Fabregas, Sergio Ramos und David Silva haben bereits 3 große Turniere mit der Nationalmannschaft gewonnen. Auch Pedro, Gerard Pique und Sergio Busquets haben mehr als einen Erfolg mit Spanien vorzuweisen.

Mit der geballten Erfahrung und dem Ehrgeiz, die Schande von 2014 wettzumachen, führt der Titel nur über Spanien.

Dan Ross (englisches Redaktions-Team): Belgien (Quote 10.00)

Die Verletzung von Vincent Kompany ist kein Hindernis für Belgien, denn mit Toby Alderweireld und Jan Verthongen ist die Innverteidigung trotzdem stark besetzt.

Bereits bei den Tottenham Hotspur überzeugte das Duo in der Abwehr. Standen beide zusammen für die Spurs auf dem Feld, kassierte das Team von der White Harte Lane nur 24 Gegentore in 28 Spielen.

Hinten werden die beiden für die Roten Teufel ein starkes Fundament bilden, in dem der formstarke Eden Hazard und Torjäger Romela Lukaku die Offensive antreiben werden. Hazard zeigte in den letzten Saisonspielen für Chelsea starke Leistungen und Lukaku traf wettbewerbsübergreifend für Everton 25 Mal.

Marco Barzizza (italienisches Redaktions-Team): Frankreich (Quote 4.25)

Mit der Unterstützung des Heimpublikums hat die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps einen großen Vorteil.

Der nationale Stolz und der Zusammenhalt der Nation nach den Terroranschlägen von Paris am 13. November puschen das Team zusätzlich nach vorn. Zudem stimmt die Qualität im Kader und in Paul Pogba hat Frankreich einen Schlüsselspieler des Turniers in seinen Reihen.

Andrea Repossi (italienisches Redaktions-Team): Frankreich

Im Trikot von Les Blues ist eine talentierte Mannschaft herangereift, die bereits bei der WM 2014 ihr Potential andeutete.

Siege in Freundschaftsspielen gegen Holland (3:2) und Russland (4:2) zeigten, dass Frankreich bereit ist für den großen Coup. Die Grande Nation hat einen tiefen Kader, der nicht nur aus 11 Stammspielern besteht. Akteure wie N´Golo Kanté und Dimitri Payet drängeln aus der 2. Reihe nach vorn.

Paul Pogba, Antoine Griezmann und Anthony Martial: Wenn auch nur einer dieser 3 die entstandene Lücke durch den Ausfall von Sturmführer Karim Benzema füllen kann, dann haben die anderen Gegner keine Chance.

Niccolo Franchini (italienisches Redaktions-Team): Belgien

Marc Wilmots Mannen sind ohne Zweifel das gehypteste Team derzeit. Nach dem Viertelfinaleinzug bei der WM in Brasilien wollen die roten Teufel nun endgültig ihre Klasse unter Beweis stellen.

Mit Thibout Courtois verfügt Belgien über einen der weltbesten Torhüter. Die Defensive der Belgier ist erfahren und mehr als solide. Im Mittelfeld hat Belgien mit Marouane Fellaini, Radja Nainggolan, Axel Witsel und Mousa Dembélé die perfekte Mischung aus Dynamik, technische Fähigkeiten und körperlichen Fähigkeiten. Im Angriff hat Wilmots mit Eden Hazard, Romelu Lukaku, Divock Origi, Dries Martens, Kevin De Bruyne, Yannick Carrasco und Christian Benteke die Qual der Wahl.

Nur 2 Fragen bleiben: Wie schwer wiegt der Ausfall von Kapitän Vincent Kompany und wie gelingt Belgien der knifflige Start in die Gruppenphase?

Ardiel Almeida (spanisches Redaktions-Team): Belgien

Für das Turnier in Frankreich hab ich das Gefühl, dass es für Belgien der richtige Zeitpunkt ist, um die seit Jahren aufgebauten Erwartungen zu erfüllen.

Es ist kein Zufall, dass die roten Teufel auf Platz 1 der Weltrangliste stehen. Eden Hazard, Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku, Thibaut Courtois und Axel Witsel sind heiß darauf zu zeigen, dass die talentierte Generation bereit ist, den letzten Schritt zu gehen und Europa zu erobern.

Álvaro Ramirez (spanisches Redaktions-Team): Frankreich

Neben dem Heimvorteil kann Frankreich auf mehrere Fußballer zählen, die auf höchstem Niveau spielen und eine fantastische Saison abgeliefert haben. Man muss sich nur die Qualitäten von Paul Pogba und Antoine Griezmann anschauen.

Frankreich hat Erfahrung darin, große Turniere im eigenen Land zu gewinnen. 1984 (EM) und 1998 (WM) sind dafür gute Beispiele. Hinzu kommt, dass es in diesem Jahr nur wenig starke Herausforderer auf den Titel gibt.

Spanien, der amtierende Europameister, befindet sich in einer Übergangphase und Weltmeister Deutschland hat in der Qualifikation viele Schwächen offenbart.

Carlos Tur (spanisches Redaktions-Team): Deutschland (Quote 4.50)

Es ist kein Zufall, dass Deutschland als der Favorit ins Turnier geht. Wir sprechen hier über den aktuellen Weltmeister, der bereits in Brasilien gezeigt hat, warum er auch bei der EM dominieren wird.

Obwohl die Wettanbieter Frankreich als ärgsten Rivalen ausmachen, wird die Mannschaft  von Joachim Löw eher mit Spanien die Klingen kreuzen. Beide Nationen haben bereits 3 Mal die EM gewonnen und wenn einer der beiden erneut triumphieren könnte, gäbe es einen neuen Rekord-Europameister.

Deutschland gewann letztmals 1996 die EM. 20 Jahre sind für das DFB-Team eine lange Zeit. Weil die Spanier in diesem Jahr bereits die Champions League und die Europa League dominierten, will Deutschland bei der EM 2016 Rache. Spanien zu schlagen wird eine Art Genugtuung nach Bayerns Pleite im CL-Halbfinale gegen Atletico Madrid.

Berücksichtigt man nicht nur die Titel, sondern auch die Finalteilnahmen bei den Europameisterschaften, dann ist sofort ersichtlich, warum Deutschland Europa dominiert.

Carsten Neuhaus (deutsches Redaktions-Team): Frankreich

Die Franzosen haben bereits 1998 bewiesen, dass sie es im eigenen Land draufhaben. Trainer Didier Dechamps hat die Equipe Tricolore wieder zu einer echten Fußballmacht entwickelt, die bei der WM in Brasilien nur von Deutschland zu stoppen war.

Mit Paul Pogba und Antoine Griezmann haben sie 2 Spieler, die sich in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich verbessert haben, sodass der Gastgeber sogar auf die Dienste von Superstar Karim Benzema verzichten kann

André Winkelhagen (deutsches Redaktions-Team): Spanien

Die Spanier wollen die Blamage von der WM in Brasilien vergessen machen. Zudem winkt der roten Furie der 3. EM-Titel in Serie – das gelang zuvor noch keiner anderen Nation und ist Ansporn für die Mannschaft von Vicente del Bosque.

Das berühmte Kurzpassspiel funktioniert immer noch und ist nur schwer zu verteidigen. Individuell ist Spanien weiterhin klasse besetzt und sollte sich Del Bosque endlich für David de Gea zwischen den Pfosten entscheiden, wird der Titel nur über die Spanier gehen.

Eine Achse aus De Gea, Sergio Ramos, Sergio Busquets, Andres Iniesta und vorne Shootingstar Nolito flößt schon auf dem Papier dem Gegner Furcht und Respekt ein.

Ingo Hagemann (deutsches Redaktions-Team): Frankreich

Wie 1984 (EM) und 1998 (WM) triumphieren Les Bleus wieder im eigenen Land. Auf jeder Position ist die Mannschaft überragend besetzt. Paul Pogba, Antoine Griezmann, Patrice Evra, Laurent Koscielny und Hugo Lloris sind die Stützen. Hinzu kommen Shooting-Stars wie N’Golo Kanté und Dimitri Payet, die die beste Saison ihrer Profikarriere spielten.

Störenfriede wie Karim Benzema wurden nicht nominiert. Die Mannschaft bildet mit den Fans im Rücken eine unschlagbare Einheit und marschiert bis zum Titel.

Bester Torschütze der EM

James Middleton: Marc Janko (Quote 51.00)

Marc Janko hat sich in den vergangen Jahren zu einem Top-Torschützen entwickelt. Nachdem der Österreicher im Vorjahr in der australischen A-League für den FC Sydney 16 Treffer in 25 Spielen erzielte, traf er in der abgelaufenen Saison für den FC Basel 20 Mal (29 Spiele). Zur EM-Qualifikation steuerte er ebenfalls 7 Treffer bei.

Österreich muss man in Frankreich auf dem Zettel haben. Mit Marko Arnautovic, David Alaba und Zlatko Junuzovic gibt es genug Kreativspieler, die Janko mit Vorlagen füttern können.

Thomas Reynolds: Antoine Griezmann (Quote 10.00)

Der Stürmer von Atletico hat das Potential zum besten Torjäger des Turniers. Das hat er in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Egal ob in der Liga oder in der Champions League – Griezmanns 31 Tore für Madrid dürften auch die letzten Skeptiker von seinem Potential überzeugt haben. Und er hat die Tore ja nicht nur gegen kleine Gegner gemacht. Auch gegen Bayern München und Barcelona zeigte sich Griezmann treffsicher.

Dan Ross: Thomas Müller (Quote 8.50)

Geht es um den besten Torschützen bei dem Turnier, darf Thomas Müller in der Aufzählung nicht fehlen. 2010 wurde er bester Torschütze bei der WM in Südafrika und auch in Brasilien erzielte er wichtige Treffer zum Titel.

In der EM-Qualifikation traf er 9 Mal, dazu kommen wettbewerbsübergreifend 32 Tore für den FC Bayern. Müller ist in guter Form und wird auch in Frankreich seinen Torriecher unter Beweis stellen.

Marco Barzizza: Thomas Müller

Deutschland ist das Team, das es zu schlagen gilt. Müller hat beim Top-Favoriten die besten Chancen auf den Titel des Torschützenkönigs.

Müller kommt auf dem Höhepunkt seines Könnens nach Frankreich, traf in 49 Spielen für Bayern 32 Mal. In der Torschützenliste der Bundesliga musste er nur Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang vorbeiziehen lassen. Beim Turnier grüßt Müller von ganz oben.

Niccolo Franchini: Robert Lewandowski (Quote 15.00)

Der Stürmer von Bayern München hat die beste Bundesliga-Saison seiner Karriere gespielt und steuerte 29 Tore zum Titelgewinn bei. Insgesamt traf er 41 Mal in 49 Pflichtspielen.

Polen ist zwar kein Favorit bei der EM, aber mit 33 Treffern stellten sie den treffsichersten Angriff in der Qualifikation. Mit 13 Toren hatte Lewandowski daran einen riesen Anteil.

In einer Gruppe mit Deutschland, der Ukraine und Nordirland ist es leicht, in die K.O.-Runde einzuziehen.

Andrea Repossi: Cristiano Ronaldo (Quote 8.50)

Während Lionel Messi das Publikum bei der Copa America verzaubern wird, will Ronaldo versuchen, die europäischen Fans zu begeistern. Bereits nach Abschluss der Gruppenphase könnte Ronaldo eine beachtliche Torquote vorweisen.

Die Gruppe der Portugiesen ist mit Österreich, Island und Ungarn keine schwere. Sie alle könnten potentielle Opfer des Stars von Real Madrid werden. Hattricks von Ronaldo sind gegen diese Gegner nicht ausgeschlossen.

Carlos Tur: Antoine Griezmann

Franzkreichs Trainer, Didier Deschamps, kann auf eines der stärksten Offensiv Line-Ups des Turniers zählen. Dass er Kevin Gameiro vom FC Sevilla trotz einer überragenden Saison nicht ins Aufgebot berief, zeigt die große Qualität der Gastgeber im Angriff.

Griezmann hat die Erwartungen bei Atletico übertroffen. Obwohl er bei Real Sociedad San Sebastian zumeist als Flügelspieler eingesetzt wurde, lässt Diego Simeone ihn als Stürmer mit allen Freiheiten agieren. Das zahlt sich aus. Griezmann war Atleticos Topscorer in den vergangenen beiden Spielzeiten.

Zwar stand er auch schon bei der WM in Brasilien im Kader, aber erst jetzt wird er die große Bühne der Heim-EM nutzen und Frankreichs wichtigster Mann werden.

Alvaro Ramirez: Antoine Griezmann

Er war über die gesamte Saison der Leistungsträger im Angriff von Atletico Madrid und hat gezeigt, was er zu leisten im Stande ist. Er hat einen sehr guten Lauf.

Einzig Robert Lewandowski sehe ich als Konkurrenten um die Torjägerkanone, aber Polen wird nicht soweit kommen wie Frankreich, weshalb Griezmann einen großen Vorteil hat.

Ardiel Almeida:  Antoine Griezmann

In einem französischen Team, das als einer der Favoriten gilt und viele Spiele bestreiten wird, hat Griezmann große Chancen, der beste Torschütze des Turniers zu werden.

Er hat in dieser Saison nochmal einen Schritt nach vorn gemacht, seine Trefferbilanz auf 31 Pflichtspieltore nach oben geschraubt. Wenn er auch bei der EM sein Niveau halten kann, führt kein Weg an ihm vorbei.

Carsten Neuhaus: Thomas Müller

Thomas Müller ist und bleibt ein echter Turnierspieler. Bereits 2010 und 2014 bewies er, dass er, sobald es drauf ankommt, immer zu 100% da ist. Zudem hat Bundestrainer Jogi Löw kaum Alternativen im Sturm.

Rückkehrer Mario Gomez wird nicht die erste Wahl sein, da vertraut Löw eher auf Müller. Gleich im ersten Spiel gegen die Ukraine wird Müller doppelt treffen!

André Winkelhagen: Antoine Griezmann

Der 25-Jährige ist in der Form seines Lebens. Bei Atletico trifft er in dieser Spielzeit nach Belieben, erzielte im Jahr 2016 19 Treffer für die Rojiblancos. Jetzt will der flinke Stürmer auch im Trikot der Equipe Tricolore überzeugen und auf großer Bühne sein Können unter Beweis stellen.

Da Frankreich weit im Turnier kommen wird, wird Griezmann genügend Spiele bekommen, um sich am Ende die Torjägerkanone zu sichern.

Ingo Hagemann: Aritz Aduriz (Quote 19.00)

Vergesst die jungen Stürmer, denn dieser alte Hase weiß, wo das Tor steht. Mit nur 4 Länderspielen ist der 35-Jährige einer der unerfahrensten Akteure im Turnier.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Mit 20 Toren in 34 Spielen in der Primera Division war Aduriz der erfolgreichste Torschütze hinter den Megastars Luis Suarez, Lionel Messi, Karim Benzema, Cristiano Ronaldo, Neymar und Antoine Griezmann.

Seine Rückkehr überstrahlte die Nichtberücksichtigung von Fernando Torres und Diego Costa. Mit 10 Toren in 11 Spielen empfahl sich Aduriz auch in der Europa League für die Nationalmannschaft.

Assistgeber für Aduriz hat die Seleccion genügend. Koke (Atlético Madrid), Saúl Ñíguez (Atlético Madrid), Thiago Alcántara (FC Bayern Munich), David Silva (Manchester City), Lucas Vázquez (Real Madrid), Sergio Busquets (FC Barcelona), Cesc Fàbregas (FC Chelsea) und Andrés Iniesta (FC Barcelona) sind in der Lage, den perfekten Pass zu spielen.

Diese Jungs sollten die letzten Zweifler davon überzeugen, dass Aduriz der beste Torschütze der EM wird.

Der beste Spieler des Turniers

James Middleton: Cesc Fabregas (Quote 34.00)

Die Geschichte zeigt: Der beste Spieler des Turniers kommt in den meisten Fällen aus dem Land des Titelträgers und spielt im zentralen Mittelfeld.

Nachdem Xavi sich in den Ruhestand verabschiedet hat, ist Fabregas in dessen Fußstapfen getreten. Für den 3. EM-Triumph in Serie ist ein Fabregas in Bestform unabdinglich. Und nachdem der Spanier sich während der Saison beim FC Chelsea eine Ruhepause gegönnt hat, wird er bei der EM groß aufspielen.

Thomas Reynolds: N’Golo Kante (Quote 51.00)

Der Grund ist ganz einfach: Es gibt keinen Spieler, der die Dinge so tut, wie das Dynamo von Leicester City. Wie einst Roy Keane beackert Kante das Spielfeld, nur dass der Franzose lächelt anstatt knurrt.

Der Terrier der Equipe Tricolore wird mit seinem Team ein gutes Turnier spielen und am Ende einer der begehrtesten Akteure auf dem Transfermarkt sein.

Dan Ross: Eden Hazard (Quote 17.00)

Hazard liebäugelt angeblich mit einem Abschied vom FC Chelsea. Nach einer schwachen Saison ist die EM somit das perfekte Schaufenster für mögliche Interessenten.

Real Madrid nahm James Rodriguez vor 2 Jahren nach dessen starken Auftritten bei der WM in Brasilien unter Vertrag. Das sollte für den Belgier genug Motivation sein.

Auch wenn er es in dieser Saison nur selten zeigen konnte: Hazard besitzt genug Talent und Potential, um dem Turnier seinen Stempel aufzudrücken. Dass hat die letztjährige Meistersaison mit Chelsea gezeigt, in der er zum besten Spieler der Premier League gewählt wurde.

Niccolo Franchini: Paul Pogba (Quote 13.00)

Zwar ist Belgien mein Favorit auf den Titel, aber der beste Spieler der EM kommt vom Gastgeber. Paul Pogba hat mit Juventus Turin eine außergewöhnliche Saison hinter sich.

Nach den Abgängen von Andrea Pirlo und Arturo Vidal schwang sich Pogba bei der Alten Dame zum Führungsspieler im Mittelfeld auf. 8 Tore und 13 Assists steuerte Juves Nummer 10 zur 5. Meisterschaft in Serie bei.

Jetzt trägt er die Hoffnung einer ganzen Nation auf seinen Schultern. Für den Titel reicht es nicht, aber er persönlich wird alle in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen.

Andrea Repossi: Paul Pogba

Ich hab bei meiner Entscheidung lange mit mir gerungen, konnte mich nicht zwischen Paul Pogba und Antoine Griezmann entscheiden. Letztendlich fiel die Wahl auf den Juventus-Akteur, da er sich in dieser Saison nochmals weiterentwickelt hat.

Ich denke, dass Pogba ein Spieler mit unerschöpflichem Potential ist, der mit dem Körper eines Androiden ausgestattet wurde. Wahrscheinlich wird er während des Turniers 2 bis 3 Mal die Gesetze der Physik außer Kraft setzen und Bälle kontrollieren, bei der andere sich die Beine brechen würden. Seine Akrobatik ist einzigartig.

Es wird ein Vergnügen werden zu beobachten, wie er Frankreich durch das Turnier tragen wird.

Marco Barzizza: Zlatan Ibrahimovic (Quote 51.00)

Es wird der letzte große Auftritt von Ibrahimovic im Schweden-Trikot werden. Und der Stürmer kündigte bereits mehrfach an, dass er sich mit einem Knall verabschieden möchte.

Seine Mannschaft könnte eine der Überraschungen der EM werden. In einer Gruppe mit Italien, Belgien und Irland ist alles möglich. Für meine Italiener und für die Belgier wird Schweden das Haupthindernis auf den Weg in die K.o.-Phase.

In Anbetracht der Tatsache, dass die besten 4 Teams auf dem 3. Platz die Gruppenphase ebenfalls überstehen, gibt es eine gute Chance, Ibrahimovic in der Runde der letzten 16 zu sehen.

Trotz seiner 34 Jahre ist Zlatan immer noch einer der besten Spieler und sucht seinesgleichen in Europa. Viele im Team werden sich auf ihn verlassen, aber sein Wille und die Entschlossenheit des Stürmers können in engen Situationen den Unterschied zugunsten Schwedens ausmachen.

Carlos Tur : Antoine Griezmann

Die Quoten sagen, dass Griezmann neben dem besten Torschützen auch der beste Spieler der Europameisterschaft werden wird. Auch ich persönlich glaube das. Doch auch ein Spieler wie Romelu Lukaku muss man bei dieser Wahl in Betracht ziehen.

In den vergangenen Jahren verbesserte sich der Belgier stetig, spielte beim FC Everton eine grandiose Saison. Der Durchbruch im Nationaltrikot lässt allerdings noch auf sich warten. Gelingt er ihm bei der EM?

Alvaro Ramirez: Andres Iniesta (Quote 29.00)

Andres Iniesta ist immer noch wichtig für den FC Barcelona, auch wenn er nicht mehr so dominant und auffällig agiert, wie noch vor ein paar Jahren. Die Europameisterschaft wird sein letzter großer Aufritt mit der Nationalmannschaft und dieses Wissen wird ihm Antrieb verleihen.

Er ist einer der letzten übrig gebliebenen Spieler der großen spanischen Ära und wird nochmal alles aus sich herausholen, um die WM von vor 2 Jahren vergessen zu machen und mit einem Erfolg abtreten zu können.

Ardiel Almeida: Eden Hazard

Trotz seiner enttäuschenden Saison im Chelsea-Trikot inklusive einiger Verletzungen hat Hazard mehr als genug Qualität, um bei der Euro zu glänzen und Belgien zum Titel zu führen.

Auch wenn es für Chelsea in den vergangenen Wochen um nichts mehr ging, hat sich Hazard zu seiner Bestform zurückgekämpft. Er wird in starker Verfassung nach Frankreich fahren, die Zweifel der Hinrunde sind längst neuem Selbstvertrauen gewichen.

Carsten Neuhaus: Kevin de Bruyne (Quote 17.00)

Nach seiner langen Verletzungspause in der Rückrunde brennt der Belgier auf Einsätze auf Spitzenniveau. Schon bei der WM 2014 deutete de Bruyne sein Potential an, um es darauf in der Saison danach vollends abzurufen.

Seitdem ist er noch weiter gereift und wird den Geheimfavorit Belgien zusammen mit Sturmstar Romelu Lukaku ins Halbfinale der Euro 2016 führen.

André Winkelhagen: Eden Hazard

Der Belgier hat im Verein eine echte Horror-Saison hinter sich. Erst seit Mitte April läuft es für ihn wieder rund. Es scheint, als ob sich Hazard seine ganze Power für die EM aufgehoben hat.

Für Chelsea traf er 4 Mal in den vergangenen 5 Liga-Spielen, nachdem ihm zuvor in der ganzen Saison kein einziges Tor gelang. Pünktlich zur EM ist der 25-Jährige wieder in Topform und wird mit den spielstarken Belgiern für Furore sorgen.

Ingo Hagemann: Paul Pogba

Es ist Zeit für den großen Auftritt des Franzosen, noch dazu bei einem Turnier im eigenen Land. Mit seinen Fähigkeiten und seiner Erscheinung drückt er nicht nur der Equipe Tricolore, sondern dem ganzen Turnier seinen Stempel auf. Die gute EM wird ihn im Sommer zum begehrtesten Spieler für die Top-Klubs machen.

Die Überraschungsmannschaft des Turniers

James Middleton: Türkei

Die Türken erreichten hinter Tschechien und Island nur Platz 3 in der Gruppe A der EM-Qualifikation, sicherten sich ihr Ticket aber als einer der besten Drittplatzierten. Mit Sicherheit aber wird die Türkei sich bei der EM anders präsentieren als in Teilen der Qualifikation.

Es ist zwar erst das 4. große Turnier in diesem Jahrtausend, wofür die Türkei sich qualifizieren konnte, aber die Bilanz kann sich sehen lassen. Ein Viertel- und 2 Halbfinal-Einzüge machen Hoffnung, dass es auch dieses Mal eine gute Performance wird.

Thomas Reynolds: Kroatien

Mit Spielern wie Mateo Kovacic, Luka Modric und Ivan Rakitic verfügt Kroatien über ein erstklassig besetztes Mittelfeld. Im Angriff sorgen Mario Mandzukic und Ivan Perisic für Torgefahr.

Sollte dieses Quintett fit bleiben und in bester Verfassung ins Turnier gehen, ist die K.o.-Runde möglich.

Dan Ross: Österreich

Auf dem Weg nach Frankreich hatte die Alpenrepublik nur wenig Mühe und marschierte ungeschlagen durch die Qualifikation. Eindrucksvoll war dabei der 4:1-Auswärtssieg in Schweden.

Marc Janko war mit 7 Toren der beste Torschütze und will bei der EM seinen Lauf fortsetzen. Unterstützung erhält er von Marko Arnautovic und David Alaba. Mit Österreich ist zu rechnen.

Marco Barzizza: Schweden

Ich habe bereits über Zlatan Ibrahimovic gesprochen und glaube, dass er sein Team zur Überraschung des Turniers führen wird. Einzig Belgien seh ich in der Gruppe stärker als Schweden, die Spiele gegen Italien und Irland sind ergebnistechnisch offen.

Niccolo Franchini: Kroatien

Die Mannschaft ist mit Akteuren wie Luka Modric, Mateo Kovacic, Marcelo Brozovic und Ivan Perisic offensiv exzellent besetzt. Davor sorgt Mario Mandzukic für reichlich Torgefahr. Dazu kommt mit Ante Cacic ein Trainerfuchs.

Niemand hat Kroatien so richtig auf dem Zettel, aber das Team hat genug Qualität, um es weit im Turnier zu bringen. Ein Halbfinal-Einzug würde mich nicht überraschen.

Andrea Repossi: England

Okay, England ist sicherlich kein krasser Außenseiter, sondern ein Land mit großer Fußball-Historie. Oft wurden die Three Lions als Mitfavoriten gehandelt, gerecht wurden sie ihrer Rolle allerdings fast nie.

Dieses Mal glaube ich aber, dass sie ihren Weg aus der Qualifikation (10 Siege in 10 Spielen) weitergehen werden. Das Team will zeigen, dass es auch auf große Bühne abliefern kann.

Roy Hodgson hat eine gesunde Mischung aus Erfahrung ((Wayne Rooney und James Milner) und hungrigen Talenten (Harry Kane, Dele Alli und Raheem Sterling) zur Verfügung. Dazu kommt ein Jamie Vardy, der sein persönliches Märchen ein weiteres Kapitel hinzufügen will.

Carlos Tur: Österreich

Österreich hat definitiv das Potential, in diesem Jahr zu überraschen. Das Team von Marcel Koller marschierte souverän durch die Qualifikation, ließ Russland und Schweden keine Chance.

Marc Janko ist der Schlüsselspieler, der auch die Chance auf die Torschützenkrone hat. Doch auch hinten ist Österreich gut besetzt, kassierte in 6 der 10 Quali-Spiele kein Gegentor. Die Griechen zeigten 2004, wie weit man mit einer homogenen Mannschaft und starker Defensive kommen kann.

Alvaro Ramirez: Polen

Eine richtig große Überraschung wäre das nicht. Polen ist weder ein zweitklassiges Team noch eine unbekannte Größe. Aber sie waren in der Lage, Deutschland in der Qualifikation hinter sich zu lassen.

Frankreich 2016 ist ihre große Chance. Sie kommen mit einem guten Team und haben in Robert Lewandowski einen der besten Stürmer der Welt. Wenn sie während des Turniers ihre Stammkräfte fit behalten, kann Polen weit kommen.

Ardiel Almeida: Wales

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der letzten Teilnahem (1958, WM in Schweden) hat sich Wale wieder für ein großes Turnier qualifiziert. Die Euphorie auf der Insel lässt einiges möglich machen. Mit Spielern wie Gareth Bale und Chris Coleman ist träumen erlaubt.

Carsten Neuhaus: Österreich

Es herrscht eine unglaubliche Euphorie in der Alpenrepublik. Die Österreicher qualifizierten sich zum ersten Mal sportlich für eine EM-Endrunde. Zudem durften sich die Mannen von Trainer Marcel Koller über Losglück freuen. Portugal, Island und Ungarn ist eine mehr als machbare Gruppe.

In der Qualifikation überzeugten die Österreicher wie kaum eine andere Mannschaft. 28 von 30 möglichen Punkten machten sie zur zweitbesten Mannschaften hinter England, die alle ihre Spiele gewannen. Mit Bayern-Spieler David Alaba haben sie zudem einen Leader, der weiß, wie man große Spiele bestreitet.

André Winkelhagen: Wales

Die Konstellation ist günstig für das Team von der Insel. In der Gruppe B ist Platz 2 hinter dem großen Bruder England auf jeden Fall machbar. Dann würde im Achtelfinale der 2. der Gruppe F warten. Wahrscheinlich wäre das Portugal oder Österreich. Auch wenn beiden Nationen auf dem Papier stärker sind, wäre Wales in diesen Duellen nicht chancenlos.

Mit Spielern wie Gareth Bale, Ben Davies und Joe Allen ist der zweikampfstarken Truppe eine Überraschung zuzutrauen. Nicht umsonst marschierte Wales hinter Turnierfavorit Belgien durch die Qualifikationsgruppe und ließ die stärker eingeschätzten Bosnier und Israel hinter sich.

Ingo Hagemann: Portugal

Portugal kommt, angeführt von einem überragenden Cristiano Ronaldo,  locker durch die Vorrunde. Dazu besitzt die Mannschaft das Potential, auch mal einen Großen zu schlagen.

Der Weg der Iberer endet erst im Halbfinale. Damit knüpft die „Seleccao das Quinas“ an die Erfolge von 2004 (EM Finale) und 2006 (WM Halbfinale) an und macht ihre zuletzt dürftigen Auftritte bei der WM 2014 vergessen

Wie weit kommt die eigene Nation?

James Middleton (England): Viertelfinale

Die Gruppenphase sollte kein großes Problem sein. Ich gehe davon aus, dass wir die Gruppe gewinnen werden und dann auf den 3. der Gruppe A, C oder D treffen.

Spätestens im Viertelfinale ist dann aber Endstation, da dort wahrscheinlich Portugal oder Italien auf uns warten würden.

Thomas Reynolds (England): Viertelfinale

Nach dem 3:2-Sieg im Testspiel über Weltmeister Deutschland herrschte in England eine große Euphorie. Aber nur 4 Tage später hat Holland uns nach einem Erfolg im Wembley wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Und genau das ist unser Problem: Die Mannschaft ist nicht konstant genug, weshalb es nur bis ins Viertelfinale gehen wird.

Dan Ross (England): Halbfinale

Es gibt genug Gründe, um optimistisch zu sein. Jamie Vardy und Harry Kane haben in dieser Saison zusammen 52 Pflichtspieltore erzielt und wenn Roy Hodgson einen Weg findet, das beste von beiden Akteuren auf den Platz zu bekommen, haben wir einen starken Angriff.

Delle Alli und Eric Dier sind spannende Talente und trotzdem gibt es mit Wayne Rooney oder Hoe Hart noch genügend Erfahrung im Kader. Ein Halbfinaleinzug würde mich nicht überraschen.

Marco Barzizza (Italien): Gruppenphase

Mit dem vielleicht schlimmsten Kader in der Geschichte fährt Italien mit Ambitionen nach Frankreich, die nur die kühnsten Optimisten unterschreiben können.

Mit Schweden und Belgien kommen 2 große Probleme auf Italien zu. Ebenso wiegen die Ausfälle von Marco Verratti und Claudio Marchiso schwer, da 2 Lenker im Mittelfeld fehlen.

Im Angriff sind die Dinge noch schlimmer. Es gibt nicht einen einzigen Mittelstürmer, der den Ambitionen der Azzurri gerecht wird. Es gibt keine spannende Namen, nur eine große Anzahl solider Kicker, die aber vielleicht doch überraschen.

Niccolo Francini (Italien): Halbfinale

Hop oder top? Was anderes kann Italien nicht. Ich brauche kein Geheimnis daraus zu machen, dass, wenn die Azzurri das Feld betreten, ich wieder zum träumenden, naiven Kind werde, das Objektivität ausblendet. Bis vor ein paar Monaten hab ich noch von dem ganz großen Wurf geträumt, aber die Verletzungen von Verratti und Marchisio haben mir einen Dämpfer verpasst.

In Bezug auf Qualität gibt es wahrscheinlich 5 bis 6 Mannschaften, die ich höher als Italien einschätze. Aber es gibt nur wenige Teams, die ihre Qualität maximieren und Schwachstellen innerhalb eines Turniers kaschieren können wie wir. Aus der Not eine Tugend machen, das ist unsere Stärke. Ich glaube, dass wir ein gutes Turnier spielen werden – entgegen des Pessimismus im eigenen Land.

Andrea Repossi (Italien): Viertelfinale

Claudio Marchisio und Marco Verratti sind die stärksten und leistungsfähigsten Spieler Italiens und ihre Verletzungen zwingen Antonio Conte, das gesamte Mittelfeld in weniger als einem Monat neu zu gestalten.

Aber wir wissen: Wenn eine Nation so eine Situation meistern kann, dann Italien. Die Gruppenphase und die erste K.o.-Runde werden kein Problem sein. In den Duellen mit den großen Teams ist dann Gianluigi Buffon gefragt. Es ist einiges möglich.

Carlos Tur (Spanien): Halbfinale

Es ist wirklich schwer zu sagen, wie Spanien bei der EM abschneiden wird, insbesondere unter Berücksichtigung des spektakulären Scheiterns bei der WM 2014. In Frankreich stehen wir vor einer weiteren schwierigen Gruppe. Es wird alles andere als einfach gegen Kroatien, Tschechischen und die Türkei sein.

Spanien ist immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Mittelstürmer. Trotzdem ist natürlich immer noch genug Potential für den Titel vorhanden.

Alvaro Ramirez (Spanien): Finale

Es ist sicherlich nicht der beste spanische Kader aller Zeiten, aber dennoch stark genug, um ins Finale zu kommen. Seit der letzten WM gab es einige gute Entwicklungen.

David de Gea ist reifer geworden, junge Spieler wie Saul Niguez haben auf sich Aufmerksam gemacht und Alvaro Morata hat gezeigt, zu was er zu leisten im Stande ist.

Wenn Vicente del Bosque eine gesunde Mischung aus Erfahrung mit jungen, hungrigen Spielern findet, ist einiges möglich. An der Qualität mangelt es nicht.

Ardiel Almeida (Spanien): Halbfinale

Nach der großen Enttäuschung der letzten WM wird Spanien mit neuer Energie nach Frankreich fahren. Vicente del Bosque hat neues Blut in den Kader gepumpt, Spieler wie David de Gea, Koke, Thaigo und Alvaro Morata fest integriert.

In der Qualifikation hat diese Generation gezeigt, dass sie in der Lage ist, die Art des Spiels zu replizieren, das Spanien so viel Erfolg in den letzten Jahren gebracht hat.

Carsten Neuhaus (Deutschland): Halbfinale

Die Deutschen werden angesichts einiger Umstellungen gegenüber dem WM-Finale von 2014 ein wenig ins Turnier stolpern und die Gruppenphase als 2.  hinter Polen abschließen. Im Halbfinale trifft die Löw-Truppe auf Frankreich und wird sich nach 2 Griezmann-Toren aus dem Turnier verabschieden müssen.

Allerdings dürfen sich die deutschen Fans mal wieder auf einen Elfmeter-Sieg über England freuen. Die Briten gewinnen die Gruppe B und treffen im Viertelfinale auf Deutschland. Wayne Rooney setzt den 3. englischen Elfer drüber und die Partie endet somit 0:3!

André Winkelhagen (Deutschland): Finale

Deutschland wird seinem Ruf als Turniermannschaft wieder mal gerecht. Nach dem Gruppensieg marschiert die Elf von Joachim Löw durch das Achtelfinale, schaltet dann im Viertelfinale Belgien aus und eliminiert im Halbfinale Gastgeber Frankreich. Das Finale wird dann eine Neuauflage von 2008 – mit dem gleiche Ausgang: Spanien gewinnt.

Wie immer unter Löw ist das Team direkt zu Beginn im Wettkampfmodus. Allerdings schleichen sich, wie bereits in der Qualifikation zur EM, einige Fehler ein. Deshalb wird der Weg ins Finale ein harter und auf der Zielgeraden fehlt es der DFB-Elf dann an Kraft und Konzentration, um den Titel nach Deutschland zu holen.

Ingo Hagemann (Deutschland): Halbfinale

Die Gruppenphase ist reine Formsache für die DFB-Elf. Jogi Löw und seine Jungs kommen als Gruppensieger weiter. Auch das Achtelfinale gegen den 3. der Gruppe A, B oder F ist kein Stolperstein. Im Viertelfinale gelingt dann der erste Sieg gegen Italien bei einem großen Turnier.

Im Halbfinale machen sich die Verletzungsprobleme im defensiven Mittelfeld, die fehlende internationale Klasse auf den Außenverteidigerpositionen und die schwache Form manch hoch gehandelter Nationalspieler bemerkbar. Für den Titel reicht es nicht, aber grämen muss sich auch niemand.

Die Größte Vorfreude auf …

James Middleton

Ich bin gespannt auf die Performance von Nordirland, die meiner Meinung nach besser abschneiden werden als Wales – auch ohne großen Star in der Mannschaft.

Thomas Reynolds

Frankreichs Auftritt im eigenen Land. In den letzten Testspielen haben die Mannen von Didier Deschamps angedeutet, dass sie die Fans unterhalten können, bezwangen Holland 3:2 und Russland 4:2.

Mit Unterstützung der Fans könnten die Spiele des Gastgebers echte Spektakel werden.

Dan Ross

Wie wirkt sich die Aufstockung des Turniers auf 24 Nationen auf das Niveau aus? Für Albanien und Island ist es die erste Teilnahme an einem großen Turnier, Nordirland, Wales und die Slowakei bestreiten ihre Europameisterschaft-Premiere.

Es wird sehr spannend zu sehen sein, wie sich die Debütanten auf der Weltbühne schlagen werden.

Marco Barzizza

Ich bin gespannt auf Albanien. Die Mannschaft von De Biasi ist krasser Außenseiter, überzeugte aber in der Qualifikation. Vielleicht gelingt ihnen sensationell der Sprung in die K.o.-Phase.

Niccolo Franchini

Ich freue mich auf Ungarn. Mich begeistert es jedes Mal, wenn Nationen sich zum ersten Mal seit langer Zeit für ein Turnier qualifizieren. Das löst eine große Euphorie aus.

Auch auf die Aufritte von Wales, Nordirland, Albanien, Island und der Slowakei bin ich gespannt.

Andrea Repossi

Ich freue mich auf eines meiner größten Idole: Eidur Gudjohnsen. Im stolzen Alter von 38 Jahren wird der ehemalige Spieler vom FC Barcelona und vom FC Chelsea erstmals an einer Europameisterschaft teilnehmen.

Ich wünsche mir, dass Island in einer Gruppe mit Portugal, Österreich und Ungarn weiterkommt und ich Gudjohnsen in der K.o.-Phase zujubeln darf.

Carlos Tur

Wir Spanier sind besonders darauf gespannt, wie unser Team die Probleme auf einigen Schlüsselpositionen lösen wird. Wird Iker Casillas wieder einmal David de Gea vorgezogen? Wer spielt im Sturmzentrum ohne Diego Costa und Fernando Torres?

Zudem wird es interessant sein, wie der neue Modus mit 24 Nationen angenommen wird. Und: Wer füllt die Lücke, die Holland hinterlässt?

Alvaro Ramirez

Ich bin gespannt auf den neuen Modus und ob ein deutlicher Niveau-Abfall zu sehen sein wird. Wie wettbewerbsfähig sind die kleinen Nationen und wie schlagen sich die Debütanten?

Ebenso freu ich mich auf die Stars der kleinen Nationen wie zum Beispiel Gareth Bale. Normalerweise würden diese Akteure das Turnier ja verpassen.

Ardiel Almeida

Es wird interessant sein zu sehen, welche Rolle Nordirland und Albanien in einem Turnier dieser Größenordnung als Neulinge spielen.

Beide befinden sich in Gruppen, wo man ihnen keine Chance gibt. Aber wer weiß? Diese Wettbewerbe lassen immer die Tür offen für eine Überraschung.

Carsten Neuhaus

Ich bin am meisten gespannt auf die Stimmung in Frankreich und den umliegenden Ländern. Hoffentlich haben die Verantwortlichen alles in ihrer Macht stehende getan, um für die größtmögliche Sicherheit zu sorgen.

André Winkelhagen

Ich freue mich auf die Auftritte der deutschen Mannschaft. Wie schlägt sich die DFB-Elf als Weltmeister in einem Turnier? Mehr denn je ist das Löw-Team der Gejagte. Wie stellt Löw im zentralen Mittelfeld auf, nachdem Ilkay Gündogan ausfällt und Bastian Schweinsteiger aufgrund von Verletzungen und Formkrise stark in der Kritik steht?

Wer beginnt im Angriff? Mario Götze hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Kann er trotzdem im DFB-Dress an alte Leistungen anknüpfen? Und wie löst Löw das Problem auf den Außenverteidigerpositionen? Fragen über Fragen. Obwohl ich glaube, dass das Team aufgrund der individuellen und mannschaftlichen Klasse ein gutes Turnier spielen wird, bin ich auf die Auftritte und Löws Lösungen gespannt.

Ingo Hagemann

Ich bin grundsätzlich gespannt auf die Vorrunde. Mit 24 Teams ist diese EM zu groß. Dass teilweise auch der Gruppendritte weiterkommt, lässt keinen Favoriten zittern oder stolpern. Es verringert die Spannung in der Gruppenphase. Im Anschluss geht dann die Rechnerei um jedes Tor los, wer es doch noch als Gruppendritter mit 2 Unentschieden unverdientermaßen in die K.O.-Runde schafft.

Einen Spieler, den ich gerne ich der heimischen Liga sehen würde

James Middleton: Victor Lindelof (Schweden)

Der junge Schwede hat sich bei Benfica Lissabon einen Stammplatz erkämpft und das Interesse einiger englischer Klubs auf sich gezogen, unter anderem vom FC Middlesbrough.

Thomas Reynolds: Arkadiusz Milik (Polen)

Der Stürmer von Ajax Amsterdam klingt wie eine Figur aus einem Roman von Charles Dickens. Noch ist Milik nicht jedem bekannt, aber das wird sich im Sommer ändern.

24 Tore in 42 Spielen für Ajax sprechen eine deutliche Sprache, 12 weitere Tore bereitete er vor. Auch in der Qualifikation war auf ihn Verlass. Seine Bilanz: 6 Tore und 6 Vorlagen.

Dan Ross: Ivan Perisic (Kroatien)

Kroatien hat mit Modric, Kovacic und Rakitic ein starkes Mittelfeld – allesamt Akteure von Real Madrid und dem FC Barcelona, die momentan nicht an einen Wechsel nach England interessiert sind.

Anders dagegen ist die Situation bei Ivan Perisic. Der wurde bereits mit einem Wechsel nach Liverpool in Verbindung gebracht und ich würde ihn gerne in der Premier League sehen.

Marco Barzizza: Arkadiusz Milik (Polen)

Neben Robert Lewandowski verfügt Polen noch über einen weiteren starken Stürmer: Arkadiusz Milik. Der 22-Jahre alte Angreifer von Ajax Amsterdam ist 1,86 m groß und überzeugte mit 24 Toren und 12 Assists in der holländischen Liga.

Er ist ein junger, talentierter Spieler, den es möglicherweise nach Italien ziehen könnte.

Niccolo Franchini: Mateo Kovacic (Kroatien)

Nein, ich bin nicht verrückt. Ich weiß, dass Kovacic vor seinem Wechsel zu Real Madrid für Inter Mailand auflief. Aber seine wenige Spielzeit und kein Tor in 25 Spielen zeigen, dass er nicht zu den Königlichen passt.

Für einen jungen Spieler ist Einsatzzeit wichtig und die würde er in der Serie A bekommen. Ich halte nach wie vor sehr viel von ihm und bin von seinem Talent überzeugt. Technisch gibt es auf der Welt nur wenige bessere Spieler.

Andrea Repossi: Graziano Pellè (Italien)

Der italienische Mittelstürmer hat zwar in seiner Karriere nur einen einzigen Treffer in der Serie A geschossen, aber er zeigt in England seit Jahren, was er drauf hat. Zuvor überzeugte er auch in Holland beim AZ Alkmaar und Feyenoord Rotterdam (50 Tore in 57 Spielen).

Im ersten Jahr ohne Luca Toni und Antonio di Natale könnte es der richtige Zeitpunkt für eine Rückkehr nach Italien sein.

Carsten Neuhaus: Michy Batshuayi (Belgien)

Der schnelle Stürmer der Belgier soll bereits auf der Einkaufsliste einiger großer Vereine stehen, unter anderem auch beim BVB. Bei Olympique Marseille spielte er jetzt seine beste Profi-Saison. Mit 17 Treffer und 9 Assists schoss er die Südfranzosen fast im Alleingang zum Klassenerhalt.

Bei einer guten Vorbereitung könnte er sogar Christian Benteke aus dem Sturm der Belgier verdrängen. Romelu Lukaku wird wohl gesetzt sein.

André Winkelhagen: Breel Embolo

Bereits seit längerem steht der 19-jährige Schweizer auf dem Wunschzettel diverser Topklubs. Aus der Bundesliga sollen Wolfsburg, Leverkusen, Dortmund und neuestens auch RB Leipzig beim Stürmer angefragt haben.

Nachdem er in der Liga 10 Tore für den FC Basel zum erneuten Titelgewinn beisteuerte, will Embolo nun bei einem großen Turnier für Furore sorgen. Das Talent dazu hat er in jedem Fall.

Ingo Hagemann: Andrej Jarmolenko

Es ist kein Geheimnis das Jarmolenko (26) zurzeit einer der begehrtesten ukrainischen Spieler ist. Außerdem hat er verlauten lassen, dass er gerne in der Bundesliga spielen würde. Mit seinen Stürmer-Qualitäten würde er jeden Klub verstärken.

Beim 3:3 im Freundschaftsspiel gegen Deutschland am 11. November 2011 hat er seinen Torriecher schon bewiesen und wenn die DFB-Verteidigung nicht aufpasst, wird er es auch beim EM-Auftakt gegen Deutschland am 12. Juni tun. Seine Quote ist stabil, Durchhänger hat dieser Stürmer selten.

Top-Nation, die als erstes scheitert

James Middleton: Belgien

Schlüsselspieler wie Eden Hazard und Thibaut Courtois haben eine katastrophale Saison hinter sich. Kapitän Vincent Kompany und Nicolas Lombaerts fehlen verletzungsbedingt. Marc Wilmots hat dadurch einen Engpass in der Innenverteidigung.

Die ganze Last liegt auf den jungen Schultern von Kevin de Bruyne und Romelo Lukaku. Die Erwartungen im eigenen Land sind hoch und daran wird Belgien letztendlich zerbrechen.

Thomas Reynolds: Deutschland

Die Mannschaft hat durch die Rücktritte von Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose 3 Führungsspieler verloren, deren Ausfall nicht kompensiert werden kann.

Bereits in der Qualifikation zeigte sich Deutschland sehr anfällig und auch in den letzten Testspielen versagte die Elf von Löw ein ums andere Mal. Als Weltmeister ist Deutschland der Gejagte und jedes Team will ihnen ein Bein stellen – was in der Gruppenphase auch passieren wird.

Dan Ross: Italien

Die Vorbereitung auf das Turnier wurde durch die ständigen Gerüchte und den letztendlich feststehenden Wechsel von Trainer Antonio Conte gestört. Dazu kommt der schwache Kader – der wohl schwächste seit Jahrzehnten.

Mit Belgien und Schweden sind zudem 2 schwere Gegner in der Gruppe, die ich beide stärker einschätze.

Marco Barzizza: Italien

Von den Top-Nationen wird Italien früh scheitern. Die Gegner sind mit Belgien, Schweden und Irland keine leichten. Vielleicht wird die Gruppenphase noch überstanden, aber spätestens im Achtelfinale ist Schluss.

Niccolo Franchini: Spanien

Obwohl die Quoten auf einen 3. Titelgewinn der Spanier gut sind, wird sich der amtierende Weltmeister aus meiner Sicht früh aus dem Turnier verabschieden.

Spanien befindet sich in einem Übergang. Die letzten Spieler der EM-Sieger von 2008 werden noch durchgeschleppt, obwohl jüngere Talente eine bessere Saison gespielt haben. Bestes Beispiel dafür ist die Situation im Tor mit Casillas und De Gea.

Mit Kroatien, der Türkei und Tschechien ist die Gruppe stark besetzt und diese Teams verspüren größeren Hunger als die erfolgsverwöhnten Spanier.

Andrea Repossi: Deutschland

Es ist alles eine Frage der Perspektive: Ab wann spricht man bei Deutschland von einem Scheitern? Natürlich erwarte ich vom amtierenden Weltmeister mit einigen der besten Spieler der Welt mindestens einen Einzug ins Halbfinale.

Aber die Probleme im deutschen Kader sind nicht zu übersehen. Sie sind zwar wie immer schwer zu schlagen und gelten als Turniermannschaft, aber im Sturm und in der Außenverteidigung gibt es große Baustellen, die ihnen zum Verhängnis werden könnten.

Zudem lastet dieses Mal die Favoritenbürde auf dem Weltmeister. Spanien 2014 ist ein warnendes Beispiel.

Carlos Tur: Italien

Wir Spanier glauben, dass unser Land ohne Probleme durch die Gruppenphase kommt. Anders sieht das bei Italien aus. Im Kader fehlen die ganz großen Namen. Ausnahme ist natürlich Buffon.

Zudem hat das Team Verletzungspech, muss auf Marchisio und Verratti verzichten. Italien wird es im Turnier sehr schwer haben.

Alvaro Ramirez: England

Zwar hat England gute Spieler und verfügt speziell im Angriff über interessante Optionen, aber die englische Liga hat im Europapokal gezeigt, dass es für ganz vorne nicht reicht. Aufgrund der vielen Ausländer, die seit Jahren die Liga überschwemmen, haben die einheimischen Talente es schwierig. Darunter leidet natürlich die Nationalmannschaft.

England wird, wie in früheren Turnieren, zu sehr von ihren Stars abhängig sein. Deswegen ist spätestens im Achtelfinale Schluss.

Ardiel Almeida: Italien

Normalerweise gehört Italien immer zu den Favoriten bei einer EM. Aber in diesem Jahr fehlt es dem Team von Antonio Conte schlichtweg an Qualität. Überragende Akteure sucht man bei der Squadra Azzurra vergeblich.

Belgien und Schweden werden die ersten beiden Plätze in der Gruppe unter sich ausmachen.

Carsten Neuhaus: Italien

Den Italienern geht so ziemlich jede Torgefährlichkeit verloren. Mit Ciro Immobile und Eder sowie Graziano Pelle haben sich keinen einzigen Angreifer, der in guter Verfassung ist. Pelle traf 2016 4 Mal, Eder sogar nur einmal! Von Immobile, der in den letzten 6 Spielen nur 3 Mal im Kader stand, mal ganz zu schweigen.

Einzig und allein die Defensive wird ein totales Fiasko verhindern. Altmeister Gianluigi Buffon, der gerade erst seinen Vertrag bei Juventus Turin um 2 Jahre verlängerte, und Abwehr-Kante Giorgio Chiellini halten den Laden zusammen. Für ein Weiterkommen in der schweren Gruppe mit Belgien, Irland und Schweden reicht das trotzdem nicht! 2 Unentschieden und eine Niederlage bedeuten das frühe Aus für die Italiener.

André Winkelhagen: England

Die Three Lions scheitern mal wieder an den eigenen, viel zu großen Erwartungen. Seit dem Sieg in Berlin über Deutschland ist die Euphorie im Land riesig. Dass es sich dabei lediglich um einen Test handelte, wird auf der Insel gerne verschwiegen.

England hat zwar aus seinen Fehlern gelernt und endlich junge Spieler in die Nationalmannschaft integriert. Deren Entwicklung ist aber noch lange nicht zu Ende. Für viele wird es das erste große Turnier und dementsprechend Lehrgeld werden die Three Lions bezahlen.

Dazu fehlen im Gegensatz zu früher die ganz großen Stars und Führungspersönlichkeiten á la Lampard, Gerrard oder Terry. Im Achtelfinale geht es für die Jungs von Roy Hodgson zurück in die Heimat.

Ingo Hagemann: Italien

Als Top-Nation muss sich Italien als erstes verabschieden. Ohne Andrea Pirlo fehlt die Galionsfigur und der Taktgeber des Spiels. In einer Gruppe mit Belgien, Schweden und Irland reicht es nur für den 3. Platz.

Im Achtelfinale ist daher gegen den Sieger der Gruppe A (Frankreich) oder den Sieger der Gruppe D (Spanien) Endstation.

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