Schalke 04: Tedesco-Freistellung war alternativlos

Schalke 04: Tedesco-Freistellung war alternativlos

Ob es richtig war, nach dem 0:7-Debakel bei Manchester City noch 2 Tage zu warten, sei mal dahingestellt. Die Freistellung von Domenico Tedesco als Trainer von Vizemeister Schalke 04 war aber in der aktuellen Situation insgesamt alternativlos. Nach den deutlichen Niederlagen in Mainz (0:3), gegen Düsseldorf (0:4) und schließlich in Manchester gab es keinen anderen Ausweg, als vorzeitig den Schlussstrich zu ziehen.

Der Trainer ist nun einmal die Person, die den sportlichen (Miss)-Erfolg am Ende des Tages zu verantworten hat. Tedesco trägt sicher nicht alleine Schuld an der größten Schalker Krise der letzten Jahre. Der 33-jährige Fußball-Lehrer hat es aber nicht geschafft, mit seiner Mannschaft die Trendwende einzuleiten – obwohl er dafür, und das ist bei Schalke schon eher ungewöhnlich, genug Zeit bekommen hat. Es ist ein neuer Impuls notwendig, um die schlimme Saison nicht zu einer katastrophalen werden zu lassen. Katastrophal würde sie werden, wenn Ende Mai tatsächlich der Abstieg in die 2. Bundesliga zu Buche steht. Bei der derzeitigen Verfassung des Teams ist das durchaus kein allzu unrealistisches Szenario mehr!

Fehlplanung oder falsche Trainer-Entscheidungen?

In den kommenden Wochen wird sich nun zeigen, ob der Grund für die Schalke-Krise vor allem eine Fehlplanung von Ex-Sportvorstand Christian Heidel war oder es auch an falschen Trainer-Entscheidungen von Tedesco lag. Hat Heidel wirklich nur schlechte Transfers getätigt? Fakt ist: Egal, ob Salif Sané (Hannover 96), Mark Uth (TSG Hoffenheim), Omar Mascarell (Eintracht Frankfurt) oder Sebastian Rudy (FC Bayern München): All diese Spieler haben vor ihrem Wechsel nach Gelsenkirchen bewiesen, dass sie kicken können und das Zeug dazu haben, bei einem ambitionierten Bundesligisten Top-Leistungen abzurufen. Die ablösefreie Verpflichtung von Uth wurde im Sommer beispielsweise als großer Coup bezeichnet – was sie auch war! Es kann doch nicht sein, dass gestandene Profis als absolute Leistungsträger ihrer Ex-Vereine zu Schalke wechseln und dann scheinbar das Fußballspielen verlernen. Um an dieser Stelle aber fair zu bleiben: Dieses Phänomen konnte man in dieser Saison nicht zum ersten Mal beobachten.

Trat Anfang März als Sportvorstand von S04 zurück: Christian Heidel.

Zu spät durchgegriffen

Was man Tedesco vorwerfen kann: Er griff trotz einer monatelangen Misere viel zu spät durch, ließ immer wieder die gleichen Akteure spielen und sortierte dann auch noch zum Teil die falschen Spieler aus. Vielversprechende Talente wie Eigengewächs Ahmed Kutucu oder Winterzugang Rabbi Matondo kamen kaum zum Einsatz. Vor allem Kutucu hatte aber bei seinen wenigen Partien gezeigt, dass er trotz seines jungen Alters schon weit genug ist, um den Königsblauen in dieser prekären Lage eine Hilfe zu sein. Statt Kutucu baute Tedesco vorne unter anderem auf Hamza Mendyl, der eigentlich Linksverteidiger ist und bisher noch kein einziges Mal überzeugen konnte. Auch das Hin und Her bei der Torwartfrage Nübel oder Fährmann war nicht glücklich. Zunächst einmal war der Zeitpunkt falsch gewählt, schlussendlich hätte sich Tedesco dann aber zu 100 Prozent auf Nübel festlegen müssen, wenn er schon Publikumsliebling Ralf Fährmann auf die Bank setzt.

Mit Stevens und Büskens gegen den Abstieg

Für den neuen Impuls bei Schalke sollen jetzt S04-Jahrhunderttrainer Huub Stevens und „Eurofighter“ Mike Büskens als sein Assistent sorgen. Mit den beiden Vereinslegenden steht bereits am Samstag (ab 15:30 Uhr) das erste Spiel an. Zu Gast ist Champions League-Aspirant RB Leipzig, der den 5. Auswärtssieg in Folge anpeilt. Beendet Schalke die Niederlagenserie und holt mindestens einen Zähler? Quote 1.78! (alle Bundesliga Wetten)

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