Schalke 04: Mark Uth ist nicht der Sündenbock

Schalke 04: Mark Uth ist nicht der Sündenbock

Vor der Partie beim SV Werder Bremen am heutigen Freitagabend griff Schalke-Trainer Domenico Tedesco durch. Mit Stürmer Mark Uth, Mittelfeldspieler Amine Harit und dem von Tedesco zum Offensivspieler umfunktionierten Linksverteidiger Hamza Mendyl wurden 3 Spieler aus dem Kader gestrichen, die beim jüngsten 0:4-Debakel gegen Fortuna Düsseldorf noch in der Startelf standen. Bei 2 von diesen 3 Akteuren ist die Nicht-Nominierung absolut nachvollziehbar. Bei einem allerdings nicht.

Harit und Mendyl mit katastrophalen Leistungen

Amine Harit und vor allem Sommerzugang Hamza Mendyl konnten in dieser Saison nicht einmal überzeugen. Die beiden marokkanischen Nationalspieler hatten genügend Möglichkeiten, um sich einen Stammplatz zu erarbeiten und ihren Beitrag dazu zu leisten, dass es bei den Königsblauen wieder bergauf geht. Genutzt haben sie ihre vielen Chancen nicht. Daher ist es absolut verständlich, dass Tedesco in Bremen komplett auf sie verzichtet. (alle Bundesliga Wetten)

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Während Harit noch in der letzten Spielzeit gezeigt hat, dass er es deutlich besser kann, ist Mendyl eine riesige Enttäuschung. Sicher ist der Landsmann von Harit erst 21 Jahre alt und muss sich in einem neuen Land, in einer neuen Liga, bei einem neuen Verein erst einmal akklimatisieren. Hinzu kommt, dass er von Tedesco meist nicht auf seiner angestammten Position hinten links eingesetzt wurde. Dennoch kann man von einem Bundesligaprofi, der für 6 Mio. Euro Ablöse vom OSC Lille verpflichtet wurde, mehr erwarten. Mendyl hat es bisher nicht einmal ansatzweise geschafft, sich in den Vordergrund zu spielen. Er geht zu unüberlegt in die Zweikämpfe, verliert zu oft den Ball, spielt unsinnige Pässe und erkennt zu selten Situationen, um das Spiel im Angriff schnell zu machen. Außerdem fehlt ihm scheinbar die nötige Technik, um Bälle vernünftig anzunehmen und zu kontrollieren. Bisher kann man tatsächlich kaum ein gutes Wort über ihn verlieren.

Konnte bislang nicht überzeugen: Hamza Mendyl.

Uth wird zu Unrecht bestraft

Bei Mark Uth sieht das anders aus. Klar spielt auch der deutsche Nationalspieler bisher eine enttäuschende Saison und ist kein großer Lichtblick. Allerdings ist der Stürmer definitiv nicht der Sündenbock, den man jetzt die Schuld in die Schuhe schieben sollte. Dem 27-jährigen Kölner kann man nicht vorwerfen, dass er nicht immer alles gegeben hätte. Uth war vorne nun einmal meist auf sich alleine gestellt, viel Unterstützung hat er in der harmlosen Schalker Offensive nicht erhalten.

Ganz selten bekam Uth Pässe, mit denen er etwas anfangen konnte. Dass er dann die wenigen Chancen, die sich ihm geboten haben, dann oft nicht nutzen konnte, ist natürlich ärgerlich. Und dass er dabei hin und wieder auch unglücklich aussah, kann man nicht wegdiskutieren. Aber trotzdem: Uth ist ein sehr guter Fußballer mit der nötigen Technik und Spritzigkeit, um ein Gewinn für Schalke zu sein. Was ihm bisher fehlte, sind Glück, Selbstvertrauen und Mitspieler, mit denen er mal einen vernünftigen Angriff zustande bringen kann. In einer Situation, in der S04 ohnehin ein Stürmerproblem hat, ist der Verzicht auf Uth keine kluge Entscheidung.

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