Freiburg: Große Namen sind Schall und Rauch…

Freiburg: Große Namen sind Schall und Rauch…

Mit einer Ablöse von € 20 Mio. an Borussia Dortmund wurde Freiburgs U21-Europameister Maximilian Philipp teuerster Abgang der SC-Klubgeschichte. Der Wechsel von Vincenzo Grifo für € 6 Mio. nach Gladbach spülte dem SC Freiburg gute € 26 Mio. in die Kassen. Doch die Transfer-Bemühungen des Europa-League-Qualifikanten sind bislang noch durchwachsen…

„Holen Sie mal einen Star, Herr Saier?“, diese Frage von Fußball BILD an Freiburgs Sport-Vorstand Jochen Saier (39) ist gar nicht so ketzerisch, wie sie zunächst klingen mag.

Innenverteidiger Philipp Lienhart aus Real Madrids Talentschmiede FC Castilla sowie einige nach Leih-Ende nun fest verpflichtete oder zurückgeholte Spieler wie Mittelstürmer Florian Niederlechner vom Liga-Konkurrenten 1. FSV Mainz 05 bzw. der für € 4 Mio. verpflichtete Abwehrspieler Pascal Stenzel von Borussia Dortmund lassen viele SC-Fans noch fragend zurück.

„Hatten ein richtig gutes Jahr“

Reicht diese Strategie wirklich, um die Abgänge Maximilian Philipp und Vincenzo Grifo zu ersetzen, deren Wechsel zum BVB und zu Borussia Mönchengladbach dem Sport-Club die Vereins-Rekordsumme von € 26 Mio. in die Kassen spülten? Saier verteidigt im Interview mit Fußball BILD den Kurs der Breisgauer: „Wir hatten ein richtig gutes Jahr, jetzt müssen wir bei Transfers gute Entscheidungen treffen und die Lücken schließen, die durch den Weggang von Vicenco Grifo und Maximilian Philipp entstanden sind. Der Markt ist überhitzt, da kann es im Einzelfall nur ein Verstärker sein.“

Angst vor der Doppelbelastung

Nur ein Spieler mit Erfahrung bzw. lediglich ein ganz großer Name wird dem SC Freiburg nicht ausreichen. Gerade mit Blick auf eine mögliche Europa-League-Teilnahme und die zu erwartende Doppelbelastung muss man besser aufgestellt sein. Die Saison 2013/2014 sei als mahnendes Beispiel genannt. Als EL-Teilnehmer konnte sich Freiburg auf Rang 14 gerade mal so vor dem Abstieg retten. Philipp und Grifo gehörten im vergangenen Jahr beim Sprung des Aufsteigers auf Platz 7 in der Bundesliga zu den absoluten Leistungsträgern. Sie lieferten gemeinsam 30 Tor-Beteiligungen.

Saier will das Gesamtkonstrukt nicht gefährden

Diese Abgänge nun mit einem wirklich namhaften Spieler zu kompensieren, etwa mit Dario Lezcano vom FC Ingolstadt oder Mittelstürmer Steve Mounié von Huddersfield Town, dagegen sträubt sich Saier. „Wir wollen bei uns und bei unserem Weg bleiben“, erklärt der Sportvorstand, der seinen Vertrag bis 2021 verlängerte, „das Gesamtkonstrukt in der Balance zu halten, halte ich für wichtiger als einen großen, vermeintlich namhaften Neuzugang.“

Ein „26-Mio-Problem“, wie es die Boulevardmedien den Freiburgern andichten wollen, sieht Saier jedoch nicht: „Wir können die Entscheidungs-Prozesse nicht mit dem Geldknüppel durchsetzen.“ Spannend bleiben die Wochen bis zum Saisonstart gegen Eintracht Frankfurt in Freiburg in jedem Fall.

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Sportvorstand Jochen Saier (l.) und Trainer Christian Streich stehen mit dem SC Freiburg vor einer schwierigen Saison.
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