Sandro Wagner: Rücktritt ist die falsche Reaktion

Sandro Wagner: Rücktritt ist die falsche Reaktion

Stürmer Sandro Wagner hat auf die Nicht-Berücksichtigung durch Bundestrainer Joachim Löw für die anstehende WM in Russland (alle WM Wetten) reagiert. Der 30-Jährige erklärte einen Tag nach der Bekanntgabe des DFB-Kaders seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. Diese Reaktion ist zwar typisch für den Spieler von Bayern München, allerdings die falsche Entscheidung.

Sandro Wagner ist kein Typ der leisen Töne. Ganz im Gegenteil. Der FCB-Stürmer eckt an, polarisiert und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er steht für seine Meinung ein und tut diese auch kund. Bereits vor Wochen bezeichnete er es als „Wahnsinn“, falls er nicht für die WM in Russland nominiert werden würde. Eine gewagte Aussage, denn schließlich ist der 30-Jährige in seinem Verein kein Stammspieler und hat im DFB-Angriff mit Timo Werner und Mario Gomez große Konkurrenz. Für Wagner keine Problem, schließlich sieht er sich selbst „seit einiger Zeit als mit Abstand besten deutschen Stürmer“ an.

Rücktritt via Presse

Seine selbstbewussten Aussagen flogen ihm durch Joachim Löw um die Ohren, denn der Bundestrainer verzichtete bei der Kader-Bekanntgabe auf die Dienste Wagners. Die Reaktion des gebürtigen Münchners folgte prompt. Er gab nach nur 8 Länderspielen seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft via Bild-Interview bekannt:

Ich trete hiermit sofort aus der Nationalmannschaft zurück. Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse.“

Wagner oder Gomez

Keine Frage: Die Ausbootung kam etwas überraschend, da der 30-Jährige seit seinem DFB-Debüt im Juni 2017 (8 Spiele, 5 Tore) jedes Mal zum Aufgebot des amtierenden Weltmeisters zählte. Trotzdem war klar, dass die Nominierung eine enge Kiste werden würde. Wagner oder Gomez – einen musste es erwischen. Beide erzielten in der abgelaufenen Rückrunde jeweils 8 Treffer in der Bundesliga (alle Bundesliga Wetten), für Letzteren spricht allerdings die internationale Erfahrung (Verein und Nationalmannschaft). Dass Nils Petersen im DFB-Aufgebot zu finden ist, gleicht zwar einer Sensation, mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Freiburger aber den finalen Cut zur Endrunde nicht überstehen.

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Die Partie gegen Brasilien am 27. März wird das letzte Länderspiel von Sandro Wagner gewesen sein.

Sportlich antworten, statt zu überreagieren

Mit seinem Rücktritt reagiert Wagner wie ein beleidigtes Kind, der die Ausbootung nicht akzeptiert. Das zeigt auch die Aussage: „Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht“. Löw hat entschieden, Wagner muss das so hinnehmen. Punkt. In der Vergangenheit wurden vor großen Turnieren immer wieder Spieler nicht berücksichtigt, die sich selbst im Kader sahen. Groß nachgetreten und in der Presse gejammert wurde von ihnen allerdings nicht. Daran sollte sich der 30-Jährige orientieren.

Das Kapitel Nationalmannschaft ist für ihn nun selbstverschuldet beendet. Dabei hätte Wagner in der neuen Saison mit Leistung dem Bundestrainer zeigen sollen, dass es ein Fehler war, ihn nicht zu nominieren. Zu lange kämpfte er für eine Berufung in den DFB-Kader, um nun aus der Enttäuschung heraus nach nur 8 Einsätzen die internationale Karriere zu beenden. In 2 Jahren steht die nächste Europameisterschaft an. Wagner wäre dann 32 Jahre alt – exakt das jetzige Gomez-Alter. Bis auf Timo Werner ist aktuell kein Stürmer in Sicht, den Wagner in näherer Zukunft im DFB-Team hätte fürchten müssen. Durch seinen Rücktritt hat er sich aber selbst die Zukunft im Nationalteam verbaut und der Traum von einem großen Turnier wird für ihn unerfüllt bleiben.

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