Russland: Die Angst des WM-Gastgebers vor der Blamage

Russland: Die Angst des WM-Gastgebers vor der Blamage

Die Sbornaja bekam von Rekord-Weltmeister Brasilien beim 0:3 klar die Grenzen aufgezeigt. Es spricht derzeit wenig für ein erfolgreiches Turnier des Gastgebers. In der aktuellen Form dürfte es für Russland schon fast schwer werden, eine ewige WM-Serie zu verteidigen. Noch nie verlor ein WM-Gastgeber sein Auftaktspiel.

80 Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien (Alle WM-Wetten) im rundum erneuerten Olympiastadion Luschniki in Moskau liegen Russlands Probleme nicht nur auf dem Platz.

Neustädter und Rausch sorgen für Wirbel

Die beiden für Russland spielenden Ex-Bundesligaprofis Roman Neustädter (30) und Konstantin Rausch (28) wurden nach der Partie gegen Brasilien (0:3) bei einem nächtlichen Disko-Bummel durch Moskau gefilmt. Ein Skandälchen, dass der WM-Gastgeber in seiner aktuellen Lage nicht gebrauchen kann. Vor dem nächsten prestigeträchtigen Test gegen Vize-Europameister Frankreich in St. Petersburg steht Russlands Coach Stanislaw Tschertschessow (54) vor einem Berg von Problemen. „Wir müssen jetzt beginnen, unsere Fehler zu korrigieren“, gab Tschertschessow, Ex-Profi von Dynamo Dresden, nach dem Spiel gegen Brasilien die Losung für die Zeit bis zum WM-Start aus.

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Beim 0:3 am vergangenen Freitag gegen Rekord-Weltmeister Brasilien wurde die Sbornaja komplett entzaubert. In der 2. Hälfte der Partie hatte man das Gefühl, dass die brasilianischen Stars immer einen Schritt schneller unterwegs waren als die behäbigen Russen. Igor Akinfeev (31), Kapitän und 104-facher Nationaltorhüter Russlands, leitete das 0:1 mit einem Patzer selbst ein. Die von Akinfeev dirigierte Abwehr hatte gravierende Probleme in der Zuordnung. „Der Auftritt der Sbornaja zeigte auf, dass bis zur WM im eigenen Land noch reichlich Arbeit ansteht, um zumindest das Minimalziel Achtelfinale zu erreichen“, hieß es dazu bei Kicker.de.

Die K.o.-Phase sollte, ja, müsste bei den Gruppengegner Saudi Arabien, Ägypten und Uruguay in die Rubrik „machbar“ fallen. Mehr ist mit Blick auf die mögliche Konstellation im Achtelfinale mit den eventuellen Gegnern Portugal oder Spanien kaum drin. Russland hat ein überaltertes Team. Das Durchschnittsalter liegt bei 28,5 Jahren. Damit ist der Europameister von 1960 gleichauf mit Costa Rica und Gruppengegner Saudi-Arabien. Es ist der zweithöchste Wert im gesamten Teilnehmerfeld nach Panama (29,5).

Verletzte Leistungsträger, formschwache Führungsspieler

Damit nicht genug. Der seit Jahren schwächelnde Fußball-Riese hat mit Aleksandr Kokorin (27) einen wichtigen Leistungsträger verloren. Der Mittelstürmer von Zenit St. Petersburg zog sich im Europa-League-Achtelfinale gegen RB Leipzig (1:1) einen Kreuzbandriss zu. Andere Hoffnungsträger wie der Angreifer Fedor Smolow (28) vom FK Krasnodar blieben zuletzt hinter den Erwartungen zurück. Smolows einzige Sternstunde waren 2 Treffer beim respektablen 3:3 gegen Spanien im November 2017. Ideengeber Alan Dzagoev (27, ZSKA Moskau) sucht nach mehreren Verletzungspausen seine Topform. In den letzten 3 Länderspielen blieb der Mittelfeldregisseur ohne Tor-Beteiligung.

Riesen-Erwartungshaltung lähmt das Team

Dazu kommt die fehlende Wettbewerbssituation. Seit dem schwachen Auftritt bei der EURO 2016 und bis zum ebenfalls enttäuschenden Confederations Cup im letzten Sommer (Aus in der Vorrunde) absolvierte Russland nur Freundschaftsspiele. Eine surreale Erwartungshaltung macht Tschertschessow das Leben zusätzlich schwer. „Unser höchstes Ziel ist es, die WM zu gewinnen. Das ist unsere Messlatte“, sagt etwa Stürmer Anton Sabolotny (26) von Zenit St. Petersburg. Nach der Partie gegen Brasilien klangen seine Kommentare moderater: „Wir werden einen anderen Fußball zeigen müssen.“

Ansonsten droht Russland selbst gegen Saudi-Arabien ein trauriger Eintrag im WM-Geschichtsbuch. Noch nie in der 88-jährigen Geschichte des Wettbewerbs verlor ein Gastgeber sein Auftakt-Spiel.

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