RB Leipzig ist noch lange kein Rotations-Meister!

RB Leipzig ist noch lange kein Rotations-Meister!

3 Pflichtspiele in Folge ohne Sieg. Der Vizemeister stagniert und zeigte vor allem beim 0:1 in Augsburg am Dienstag, dass die veränderte Wettbewerbssituation mit 3-facher Belastung und Rotation noch nicht greift. Der Versuch von Coach Ralph Hasenhüttl (50), mit einer auf 9 Positionen veränderten Mannschaft beim FCA zum Erfolg zu kommen, schlug fehl.

Es bleibt dabei. RB Leipzig kann auf bayerischem Boden einfach keine Spiele in der Bundesliga gewinnen. 0:1 beim FC Ingolstadt, 0:3 beim FC Bayern München und 2:2 beim FC Augsburg – so lauteten die Resultate 2016/2017. In diesem Jahr setzte es am Dienstag gleich beim 1. Versuch eine 0:1-Pleite beim FCA. Diese war allerdings nicht dem bayerischen Klima geschuldet oder dem oft zitierten Gesetz der Serie.

Nein. Leipzig rotierte gegen die bayerischen Schwaben zu viel – und komplett uneffektiv!

Hasenhüttl wie einst „Rotations-Meister“ Klopp

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl (50) veränderte seine Mannschaft gegenüber dem 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach vom Samstag auf 9 Positionen. Nur Timo Werner und Kevin Kampl verblieben in der Startelf. Damit kratzte der Österreicher am Rotations-Rekord von Jürgen Klopp. Der hatte in Diensten von Borussia Dortmund am 27. April 2013 zwischen den beiden CL-Halbfinals gegen Real Madrid (4:1 / 0:2) im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf seine BVB-Elf fast komplett ausgetauscht. 10 neue Akteure schickte Klopp in der Esprit Arena auf den Rasen, nur Mats Hummels war gesetzt. Dortmund gewann 2:1.

9 Neue gegen Augsburg, 5 gegen Gladbach

In Leipzig blieb dieser Effekt aus. 5 Wechsel hatte Hasenhüttl schon nach dem Champions-League-Auftakt gegen AS Monaco (1:1) im Heimspiel gegen die Borussia vorgenommen. Zu viel des Guten. Gegen die Fohlen enttäuschten vor allem die neu in die Partie gekommenen Bernardo und Konrad Laimer.

In Augsburg machte sich nun vor allem in der Abwehr der Einsatz von Marvin Compper für Dayot Upamecano schmerzhaft bemerkbar. Der erst 18 Jahre alte Franzose hatte gegen Gladbach mit 90% an gewonnenen Zweikämpfen geglänzt und eine Passquote von 92% geliefert. Ex-Nationalspieler Compper kam in Augsburg zwar auf eine 97-prozentige Passquote. Dafür lag der 32-Jährige mit 71% gewonnener Zweikämpfe klar unter dem Wert von Upamecano. Die wieder auf 3 Stellen veränderte Abwehr patzte in Augsburg schon nach 4 Minuten. Spielrhythmus und Automatismen der Leipziger griffen so gut wie nie in dieser Partie. Der von Hasenhüttl aufgebotene 2. Keeper Yvon Mvogo konnte – wie schon in den Testspielen in London gegen Sevilla und Benfica Lissabon – nicht den Beweis erbringen, dass er Stammtorhüter Peter Gulacsi verdrängen könnte.

,,Rotation ist alternativlos“

Prominentestes „Rotations-Opfer“ beim Gastspiel in Augsburg war jedoch Emil Forsberg. Der Schwede, erst nach 60 Minuten für Yussuf Poulsen in der Partie, kam zu spät, um noch eine Wende zu erzwingen. Ungeachtet dieser Ernüchterung will Hasenhüttl nicht von seinem Prinzip abgehen. „Wir haben vieles probiert und hinterher ist man immer schlauer“, sagte der österreichische Coach nach der Partie in Augsburg bei Eurosport, „Das Rotieren ist für uns im Moment alternativlos.“ Stimmt wohl. Am Samstag geht es gegen Eintracht Frankfurt. Kommenden Dienstag reist man zu Besiktas Istanbul. Leichter werden die Dinge für Leipzig sicher so schnell nicht.

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RBL-Coach Ralph Hasenhüttl sucht in Sachen Rotation noch die Erfolgsformel für sein Team…

 

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