PSG nach dem CL-Aus: Trainer statt Projektleiter gesucht!

PSG nach dem CL-Aus: Trainer statt Projektleiter gesucht!

Das 2. Achtelfinal-Aus in der Champions League in Folge verschärft bei Paris St.-Germain die Situation für Trainer Unai Emery. Der Baske wird am Saisonende wohl seinen Abschied nehmen müssen. Sein Wirken in Paris zeigt: Der Emporkömmling braucht einen anderen Trainer-Typus.

Julian Draxler (24) machte seinem Ärger im ZDF-Studio Luft. Vor Millionen von Fernsehzuschauern kritisierte der deutsche Offensivspieler von Paris St. Germain nach dem Champions-League-Aus gegen Real Madrid indirekt seinen Trainer Unai Emery (46). „Ich konnte nicht verstehen, dass die Einwechslung nach dem 1:1 so lange auf sich warten ließ, ich war überrascht und ein bisschen sauer“, sagte Julian Draxler. Unai Emery hatte Draxler nach dem Ausgleich (71.) zum Einsatz beordert, ihn dann aber kurzfristig zurückgepfiffen. Erst 7 Minuten später kam der deutsche Weltmeister für Angel di María in die Partie. Eine Szene, die das unglückliche Handeln des baskischen Trainers in Paris auf den Punkt bringt.

Unai Emery duldete zu viele Hahnenkämpfe im Team

Eine wirkliche Wende gegen die überlegenen Madrilenen sah Draxler bei seinen fürstlich bezahlten Kollegen nicht: „Jeder hat gespürt, dass das Spiel nicht mehr kippen wird.“ Mit einem Gesamt-Marktwert von 756 Mio. € liegt Paris unter den Top 4 der Champions League. Der nach Fuß-OP zum Zuschauen verdammte Superstar Neymar (25) und der gegen Real unauffällig agierende Kylian Mbappé (19) sind mit einem Marktwert von 180 bzw. 120 Mio. € 2 der 4 wertvollsten Spieler im Wettbewerb. Fast 400 Mio. € hatten die katarischen Inhaber des Vereins vor der Saison investiert. Das Problem: Die vielen hochkarätigen Individualisten konnte auch Emery nicht zu einer Einheit machen. Stattdessen duldete er Eitelkeiten wie den Elfmeter-Streit zwischen Edinson Cavani und Neymar. Die Emery nachgesagte Besessenheit und seinen Ehrgeiz konnte in der Champions League (Alle Champions-League-Wetten) nie auf das Team übertragen. Das zeigten nicht nur die beiden Spiele gegen Real Madrid.

PSG: Viele Stars, kein Teamgeist

Paris fehlt es an Charakter, Kampfgeist und Team-Spirit. Diese Eigenschaften brachten die Königlichen im Achtelfinale und zuvor der FC Bayern München im Endspiel um den Gruppensieg im Dezember 2017 (3:1) auf den Platz. Vom FC Barcelona, der Paris trotz 0:4 im Hinspiel noch mit 6:1 eliminierte, ganz zu schweigen. Mit dem seit 2011 getätigten Investment von fast 1 Mrd. € sicherten die Katarer dem erst 1970 gegründeten Klub die Vorherrschaft im französischen Fußball. Die Zielsetzung „Champions-League-Sieg“ mussten die Klubinhaber der Qatar Sports Investments um Statthalter Nasser Al-Khelaifi (43) allerdings immer wieder korrigieren.

Bauernopfer im PSG-Rasenschach dürfte nach dem erneuten Scheitern wieder der Trainer sein. In Paris ist es ein offenes Geheimnis, dass Emerys am Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Daran wird das mögliche nationale Triple mit Meisterschaft, Ligapokal und Coupe de France nichts ändern.

11 Titel konnten Blanc als PSG-Coach nicht retten…

Emerys Vorgänger Carlo Ancelotti (58) führte den französischen Renommierklub 2013 bis ins CL-Viertelfinale. Die ständige Einmischung der katarischen Machthaber in seine Taktik und Kritik am fehlenden Spektakel führten sehr schnell zu Ancelottis Rückzug. 2014 grüßte er als Champions-League-Sieger mit Real Madrid…

Laurent Blanc (52) hatte trotz 11 von 15 möglichen Titeln und der Rückkehr zum offensiven 4-3-3-System 2016 keine Argumente auf seiner Seite. „Le President“, wie der charismatische Weltmeister von 1998 in Frankreich genannt wird, musste seinen Rücktritt nehmen. 3-mal war Blanc mit dem Star-Ensemble im Champions-League-Viertelfinale gescheitert.

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Einen „namhaften, charismatischen Trainer für gewachsene Ansprüche“, so lautet seit 2011 das Anforderungsprofil für einen Coach in Paris. Das ist zu kurz gedacht. Der neue Trainer – gehandelt wird neben Manchesters José Mourinho auch Massimiliano Allegri von Juventus – muss etwas anderes schaffen. Er muss die hoch bezahlte PSG-Truppe zu einer wirklichen Mannschaft zusammenschweißen.

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Klare Worte nach dem Real-Debakel: Julian Draxler ist in Paris nicht der einzige Kritiker von Coach Unai Emery.

 

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