PSG: So will Tuchel „die Grenzen in Paris verschieben“

PSG: So will Tuchel „die Grenzen in Paris verschieben“

Seit Dienstag ist es amtlich. Thomas Tuchel wird der 5. Trainer von Paris St. Germain in der Ära der Investoren aus Katar. Beim Scheich-Klub aus der französischen Hauptstadt steht der frühere BVB-Coach vor riesigen Herausforderungen. Aber er hat auch einen klaren Plan.

Den ersten Teilerfolg konnte Thomas Tuchel (44) schon vor der Bekanntgabe seiner Verpflichtung verbuchen. Nasser Al-Khelaifi (44), der mächtige Präsident von Paris St. Germain aus Katar, beendete gegenüber der Tageszeitung Le Parisien am Montag alle Gerüchte um Superstar Neymar (26). „Für mich und für Neymar ist klar, dass er zu 200% in Paris bleiben wird“, sagte Al-Khelaifi zu einem möglichen Abgang des Brasilianers zu Real Madrid. Und er legte noch einen nach: „Die spanischen Medien sind zusammen mit den spanischen Vereinen gegen Paris Saint-Germain. Und Sie? Normalerweise sollten französische Medien zu französischen Vereinen halten.“

Die Gemengelage in Paris im Frühsommer 2018 ist nicht einfach. PSG holte mit dem scheidenden Coach Unai Emery (46) das nationale Triple mit Ligue 1, Coupe de France und Ligapokal. Das aber ist den katarischen Investoren nicht genug. Zielsetzung war das Erreichen des Halbfinals in der Champions League. Dies wurde bereits im Achtelfinale verfehlt – 1:2 und 1:3 gegen Real Madrid. Trotz eines Investitionsvolumens von mehr als 400 Mio. € blieb Paris international hinter den Etablierten. Den Klub unter die besten 4 in Europa zu führen, ist ein hoher Anspruch für Tuchel. Mit Borussia Dortmund erreichte Tuchel nie ein europäisches Halbfinale.

Tuchel setzt auf Neymar, nicht auf Cavani

Dass Neymar aller Voraussicht nach in Paris bleibt, kann für Tuchel ein Vorteil sein. Die teaminterne Rivalität zwischen Neymar und Edinson Cavani wird Tuchel wohl auf seine Art klären – und Cavani gehen lassen. Der 31-jährige Mittelstürmer aus Uruguay, der sich mit Neymar in der Ligue 1 einige Hahnenkämpfe lieferte, soll bei Atlético Madrid hoch im Kurs stehen. Ebenfalls wohl ohne Zukunft bei Tuchel: Kevin Trapp. Der PSG-Keeper, am Dienstag von Joachim Löw ins vorläufige deutsche WM-Aufgebot berufen, steht bei PSG vor dem Aus. Gianluigi Donnarumma vom AC Mailand oder Jan Oblak von Atlético Madrid sollen kommen.

Lockt Tuchel 2 BVB-Spieler zu PSG?

Auf der Doppel-Sechs plant Tuchel offenbar mit 2 seiner ehemaligen Schützlinge beim BVB: Julian Weigl (22) und Raphael Guerreiro (24). Dass der BVB beiden Spielern ausgerechnet für Tuchel und PSG die Freigabe gibt, ist unwahrscheinlich. Thomas Tuchel und Dortmund trennten sich im Mai 2017 nicht eben in Harmonie. Die 3., ganz entscheidende Personalie für Tuchel zum Start in Paris: Kylian Mbappé (19). Der französische Wunderstürmer, für den PSG nach Leihe von AS Monaco eine Kaufoption für 145 Mio. € hat, steht auch bei Manchester City auf der Wunschliste. 120 Mio. € will der ebenfalls von einem Investor vom Persischen Golf finanzierte Meister aus der Premier League laut Sky Sports UK offenbar zahlen.

Tuchel braucht Feingefühl und die Unterstützung der PSG-Bosse

Tuchel galt bereits seit Mitte April als Top-Kandidat auf den Trainerposten in Paris. „Die Offizialisierung des Trainers ist nur eine Frage der Zeit“, schrieb Frankreichs Fußball-Bibel L‘ Equipe damals. Ein katarischer Konsul soll Al-Khelaifi, der wie Tuchel mit offensivem Fußball Europa erobern will, letztlich den Tipp gegeben haben. „Ich bin ungeduldig, mit all diesen großen Spielern zu arbeiten, die zu den besten des Planeten gehören“, erklärte Tuchel am Montag, „ich und mein Team werden alles dafür tun, die Grenzen von PSG zu verschieben, bis zum höchsten internationalen Niveau.“ Das kann nur gelingen, wenn Tuchel es schafft, mit den hochsensiblen Stars auszukommen. Zudem muss er aus den vielen überragenden Individualisten endlich ein echtes Team schmieden. Mit der vollen Rückendeckung durch den Verein kann Tuchel rechnen. Sein Konzept scheint die Kataris überzeugt zu haben.

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Ein Vertrauensvorschuss, den nicht jeder seiner 4 Vorgänger seit der Übernahme des Klubs durch Katar (2011) hatte. Carlo Ancelotti, 2014 mit Real Madrid CL-Sieger, musste etwa 2013 nach nur einem Jahr trotz der eingefahrenen französischen Meisterschaft gehen. (Alle Wetten zur Ligue 1)

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