Premier League: Chelsea in der Conte-Krise

Premier League: Chelsea in der Conte-Krise

Nach dem 1:4 beim FC Watford am Montagabend wirkte Chelseas Coach Antonio Conte ratlos und angezählt. Der Italiener bot den Blues bereits vor der Partie seinen Rücktritt an. Eine haarige Entscheidung. In London kursierten am Dienstag Namen wie Luis Enrique, Frank Lampard und Zinedine Zidane.

Mit traurigem Blick stellte sich Antonio Conte zum Kurzinterview nach dem Spiel. „Ich weiß nicht, warum meine Mannschaft so eine armselige Vorstellung abgeliefert hat“, erklärte der 48-jährige Italiener, „ich habe schon in der Startelf einige falsche Entscheidungen getroffen.“ Conte fügte hinzu: „Ich habe großen Willen gesehen, aber auch starke Verunsicherung.“

Vor dem Spiel in Watford: Conte zählt sich selbst an

Die Pleite bei den Hornets war für Chelsea die 2. Niederlage in Folge mit mindestens 3 Gegentoren. Zuvor hatten die Londoner an der heimischen Stamford Bridge ein peinliches 0:3 gegen den Außenseiter Bournemouth kassiert. Verschärft hat sich die Situation allerdings am Montagabend. Mit 50 Zählern aus 26 Spielen liegt der noch amtierende englische Meister nur noch auf Rang 4 und nur einen Zähler vor Stadtrivale Tottenham Hotspur. Zu wenig für die Ansprüche an der Bridge, wo man mit einem Gesamt-Kaderwert von 695,5 Mio. € das viertteuerste Team der Premier League (Alle Premier-League-Wetten) hat.

Schon vor dem Spiel in Watford hatte Conte dem Verein indirekt seinen Rücktritt angeboten. „Ich mache meine Arbeit“, erklärte der frühere Nationaltrainer Italiens, „wenn das dem Klub nicht genügt, muss er eine andere Entscheidung treffen.“

Contes Training langweilt die Chelsea-Stars

Diese andere Entscheidung könnte dem mächtigen Klub-Eigentümer Roman Abramowitsch leicht gemacht werden. „Die vernichtende Niederlage an der Vicarage Road lässt Abramowitsch offen, vor dem Spiel gegen West Bromwich am nächsten Montag zu handeln”, schrieb die britische Zeitung Daily Mail am Dienstag. Intern, so das Blatt weiter, gelte Conte als unbeliebt. ,,Viele Spieler haben Contes miese Stimmung auf dem Trainingsplatz satt”, so der Daily Mail. Zu monoton und zu wenig auf die Mehrfachbelastung mit Champions League, Premier League und FA Cup abgestimmt, gestalte sich Contes Trainingsprogramm. Ein vernichtendes Urteil für den Meistercoach von 2017.

Costa-Rauswurf: Ein folgenschwerer Fehler von Conte

Dazu kommen bittere Fehleinschätzungen bei Transfers – vor und während der Amtszeit von Conte. Der ehemalige Juventus-Profi und Coach hatte bereits mit der Suspendierung von Stürmerstar Diego Costa per SMS im Sommer für negative Schlagzeilen gesorgt. Der 29-jährige Spanier mit brasilianischen Wurzeln spielt inzwischen wieder – bei einer Ablöse von 66 Mio. € – für Atlético Madrid. Diego Costa war im Meisterjahr 2016/2017 mit 28 Tor-Beteiligungen in 35 Premier-League-Spielen eine Waffe. Der als Nachfolger verpflichtete Spanier Alvaro Morata steuerte in der aktuellen Saison 10 Tore und 4 Assists in 20 Auftritten bei. Verletzungsbedingt steht der 25-Jährige jedoch auf unbestimmte Zeit nicht im Kader. Der im Winter vom Stadtrivalen Arsenal verpflichtete Angreifer Olivier Giroud kam in 2 möglichen Spielen nur 26 Minuten zum Einsatz.

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Der freiwillig angebotene Rücktritt von Conte rief am Dienstag die Londoner Medien auf den Plan. 9 Kandidaten hat die Zeitung Daily Telegraph für die Conte-Nachfolge ausgemacht. Neben Contes italienischem Landsmann Carlo Ancelotti wird dabei der Name Luis Enrique (47) hoch gehandelt. Der Spanier war im Sommer 2017 beim FC Barcelona zurückgetreten. Ebenfalls genannt: Napolis Erfolgscoach Maurizio Sarri und der bei Real Madrid unter immensem Druck stehende Zinedine Zidane. Chelsea-Denkmal Guus Hiddink ist in der Trainerfrage sowieso immer in der Verlosung.

Lampard als Chelsea-Coach? Das kommt noch zu früh!

Größter Außenseiter ist Klub-Legende Frank Lampard. Abramowitsch soll intern den Wunsch geäußert haben, „einen ehemaligen Chelsea-Spieler ins Traineramt zu holen.“ Als Conte-Nachfolger auf den Trainerposten gehievt zu werden, käme bei aller Beliebtheit zu früh für den im Trainergeschäft gänzlich unerfahrenen „Lamps“.

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Antonio Contes Trainingsmethoden, hier vor einem Champions-League-Spiel, wirken auch auf neutrale Beobachter eigenwillig…

 

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