Philippe Coutinho: Alles über Bayerns neuen 10er

Philippe Coutinho: Alles über Bayerns neuen 10er

Das Medien-Echo nach dem Wechsel von Philippe Coutinho zum FC Bayern war groß. Es gab Stimmen in beide Richtungen. Fakt ist: Mit dem Brasilianer hat der FCB eine prominente „große Lösung“ gefunden. Die Erwartungen an den 27-Jährigen sind riesig. In unserer Infografik haben wir uns den Edeltechniker zur Brust genommen. Natürlich darf auch die Spezial-Wette zur überraschendsten Verpflichtung in diesem Transfer-Sommer nicht fehlen.

„Er wird unserem Spiel eine spektakuläre Note verleihen“, so Bayern Sportdirektor Hasan Salihamidzic über den frischgebackenen Sieger der Copa America. Doch es gab auch kritische Stimmen. Ex-Bundestrainer Bundestrainer Berti Vogts gab zu bedenken: „Hier kommt vielleicht gar kein Weltstar, sondern ein wahrscheinlich in der neuen Saison Ersatzspieler des FC Barcelona.“ Wo liegt die Wahrheit?

Alle, die Coutinho eineinhalb verlorene Jahre beim FC Barcelona attestieren wollen, sei entgegnet, dass er bei den Katalanen exakt die gleiche Torbeteiligungsquote hatte, wie bei seiner Zeit in Liverpool. Alle 150 Minuten wirkte er direkt an einem Treffer mit. Dass es für den Brasilianer im hochkarätig besetzten Kader um Lionel Messi und Co. aber auch nicht so lief wie gewünscht, weiß er selber: „In Barcelona sind die Sachen nicht so gelaufen, wie wir das gewollt haben.“ Im Schatten von Messi und mit einer 145-Millionen-Euro-Bürde versehen, hat es aber noch niemand leicht gehabt. Titeltechnisch feierte Coutinho in Katalonien mit 2 Meistertiteln und einem Pokalsieg seine bisher erfolgreichste Zeit. Vergessen darf man außerdem nicht, dass er als junger Spieler bei Inter Mailand mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte und sich später auch in der harten Premier League fulminant durchgesetzt hat. Ein weiteres Plädoyer für den Rechtsfuß ist seine Statistik in Spielen gegen Top-Teams. In 66 Partien gegen die Schwergewichte des europäischen Fußballs kommt er dabei auf 25 Torbeteiligungen (18 Tore, 7 Vorlagen).

Zahlen lügen nicht

Laut Sport1 brachte er seit Januar 2013 für Liverpool und Barcelona 83% seiner Zuspiele an den Mann und hatte 78 Ballaktionen pro 90 Minuten. In mehr als der Hälfte (56%) seiner Dribblings ließ er seine Gegner stehen. Blöd, wenn diese Potentiale beim FC Barcelona auf der Bank gelandet wären.

Faustpfand ist aber auch seine niedrige Verletzungsanfälligkeit. Nie musste er in den letzten Jahren länger als 2 Monate pausieren. Seine Wehwehchen erstrecken sich meistens nur über wenige Wochen oder Tage. Auch hier liefert Sport1 beeindruckende Zahlen. Während seiner Zeit bei den Reds kam er in 77% der Spiele zum Einsatz. In Barcelona waren es sogar 83%. Schaut man nur auf die vergangene Spielzeit und nimmt die Einsätze in der Nationalmannschaft hinzu, hat kein anderer Spieler in den Top-Ligen Europas mehr Spiele absolviert. Werte, von denen Franck Ribery und Arjen Robben nur träumen können.

Wo soll und kann er spielen?

Bei der offiziellen Vorstellung gab Coutinho das offensive Mittelfeld als seine Lieblingsposition an. „Meine Lieblingsposition ist die Zehnerposition, weil ich mich dort am besten bewegen kann“, sagte der Neuzugang. 103 Mal wurde er bei seinen Vereinen dort aufgestellt, wenn er bei Anpfiff auf dem Feld stand.

Diese Stelle haben die Münchner derzeit personell nicht wirklich besetzt. Allerdings hauptsächlich auch, weil Trainer Niko Kovac taktisch bisher eine 4-3-3-Grundordnung bevorzugt. Thiago kann diese Rolle spielen, mal rückt Thomas Müller, wenn es sein muss, auf die Zehn.

Naheliegend wäre deshalb die linke Position für Coutinho. Dort kennt er sich auch bestens aus, machte dort die Mehrzahl seiner Pflichtspiele (178) auf Klubebene, die er von Beginn an bestritt. Oder aber Kovac stellt tatsächlich auf ein 4-2-3-1-System um. Als Notnagel half Coutinho auch schon als Mittelstürmer oder hängende Spitze aus.

Wann darf man mit Coutinho rechnen?

Am Dienstag stand er erstmals mit den Kollegen auf dem Platz. Für einen Startelfeinsatz kommt die Partie am Samstagabend (24.08.) bei Schalke 04 wahrscheinlich noch zu früh. Eine Woche darauf geht es daheim gegen Mainz 05 (31.08.). Vielleicht keine schlechte Idee, ihn nach ein wenig Anlaufzeit erst vor heimischem Publikum zu präsentieren. Es folgt die Länderspielpause. Fraglich, ob er bei den 2 Freundschaftsspielen der Selecao gegen Kolumbien und Peru dabei ist. Ihm würde es wohl mehr nutzen, in München mit der Mannschaft zu trainieren, um dann ab Mitte September ausgeruht und fit Vollgas geben zu können. Schließlich geht ab dem 17. September die Champions League los.

Von 10ern und Brasilianern beim FCB

Spätestens wenn Coutinho bei den Bayern einen Gang durch das größte Vereinsmuseum Deutschlands macht, wird er auch einen Blick auf seine Vorgänger mit der Nummer 10 werfen. Arjen Robben trug eine Dekade die aussagekräftige Rückennummer und gab diese extra für den Ballkünstler aus Brasilien vorzeitig frei. Auch ein Lothar Matthäus füllte diese Nummer in den 90er-Jahren 8 Jahre auf dem Platz mit der nötigen Leistung aus. Mehmet Scholl, Stefan Effenberg, Roy Makaay und nicht zuletzt Uli Hoeneß sind weitere Bayern-Größen, die einerseits die 10 trugen und an deren Leistungen sich Coutinho andererseits messen lassen muss.

Unweigerlich verglichen wird er auch mit seinen Vorgängern vom Zuckerhut. Als 13. Brasilianer beim FCB tritt der „kleine Magier“ (so wurde er einst in England getauft) in die Fußstapfen so illustrer Leute wie Giovane Elber, Ze Roberto, Lucio oder auch Rafinha, die heute noch an der Säbener Straße gern gesehen sind und als Vereinslegenden gelten. Die beiden Letztgenannten konsultierte er, um sich über den FC Bayern zu erkundigen.

Wenn Coutinho in ferner Zukunft tatsächlich in diesen Kreis aufgenommen wird, dann würde sich eine Rekordablöse im dreistelligen Bereich für die Münchner im kommenden Sommer durchaus lohnen. Von einem Ersatzspieler dürfte dann niemand mehr sprechen.

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Die Coutinho-Spezial-Wette

Wo ein Wettanbieter ist, da sind Spezial-Wetten oft nicht weit. Wir haben genügend Gründe geliefert, warum Philippe Coutinho beim FC Bayern einschlagen könnte. Wer dem folgt, für den sind mindestens 10 Tore des Brasilianers wohl keine Herausforderung – Quote 1.45. Wer dagegen wettet, streicht das 2,55-fache seines Einsatzes ein.

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