Mertesacker: Karriereende bei Arsenal wäre das Beste

Mertesacker: Karriereende bei Arsenal wäre das Beste

Per Mertesacker ist einer von insgesamt 12 deutschen Profis in der Premier League. Seine 5. Saison beim FC Arsenal gleicht für den Weltmeister bisher einer kleinen Geduldsprobe. Eine schwere Verletzung sorgte dafür, dass der 32-Jährige bisher noch ohne Einsatz blieb und löste auch mögliche Spekulationen um einen Abgang nach seinem Vertragende im Juni aus. Doch die deutsche Filiale mit Mesut Özil, Shkodran Mustafi und Mertesacker im Londoner Norden wird bestehen bleiben.

So schlecht das Jahr 2016 für Per Mertesacker aufgehört hatte, so gut beginnt 2017. Nach seinem im Testspiel gegen den RC Lens (1:1) während der Sommer-Vorbereitung erlittenen Knorpelschaden im Knie macht der 1,98 Meter große Abwehrhüne im Training Fortschritte. Läuft alles nach Plan, soll er in 3 bis 4 Wochen sein Comeback feiern. Das Stadtderby beim FC Chelsea am 4. Februar wäre da beispielsweise ein passender Zeitpunkt.

Vertragsverlängerung und Comeback stehen bevor

11 Tage später wartet mit dem Achtelfinal-Hinspiel beim Rekordmeister FC Bayern München in der Champions League ein weiteres Highlight auf „Merte“. Bis dahin dürfte auch seine Zukunft in London geklärt sein. Arsène Wenger plant auch in der kommenden Saison mit seinem Kapitän und kündigt nun an:

„Wir haben bei Per Mertesacker eine Vertragsoption und werden diese auch nutzen. Eine Verlängerung hängt nicht vom Fitnesszustand ab.“

Bis zu seinem Rücktritt 2014 war Per Mertesacker im DFB-Team eine feste Größe.

Auch wenn der 32-Jährige in Bereichen wie Geschwindigkeit und Kondition nachgelassen hat, steht er beim langjährigen Trainer der Londoner hoch im Kurs. Der Franzose schätzt seine Einstellung und Fairness. In 149 Premier League-Partien kassierte Mertesacker lediglich 11 Gelbe und 2 Rote Karten. Nach Robert Huth (308 Einsätze) von Leicester City bestritt der gebürtige Hannoveraner übrigens die meisten Spiele von allen deutschen Legionären auf der Insel.

Rückkehr zu Werder aktuell nicht so reizvoll

Damit gibt es vorerst auch keine Rückkehr in die Bundesliga. Beim SV Werder Bremen wäre der DFB-Pokal-Sieger von 2009 bestimmt mit offenen Armen empfangen worden. Auch sein Jugendverein Hannover 96 signalisierte Interesse. Doch warum sollte Per Mertesacker überhaupt seine Zelte in England abbrechen? Abstiegskampf in Bremen braucht er sich zumindest als aktiver Spieler nicht mehr anzutun.

Privat fühlt sich der 104-malige Nationalspieler in London zusammen mit Frau Ulrike und dem 4-jährigen Sohn Paul wohl. Bei Arsenal hat der Mann mit dem legendären Eistonnen-Interview noch immer die Möglichkeit, um Titel mitzuspielen. 2014 und 2015 holte Mertesacker mit dem AFC den FA-Cup. Möglicherweise kommt noch die ein oder andere Trophäe hinzu. Ein Karriereende in London, wo er seine sportlich beste Zeit durchlebte, wäre also ein logischer Schritt und in Zeiten des großen Wechselwahns außerdem ein wichtiges Zeichen.

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