„Papa“, Walace und Co. sind die Gesichter des HSV-Abstiegs

„Papa“, Walace und Co. sind die Gesichter des HSV-Abstiegs

Hamburgs Interimstrainer Christian Titz hat mit der Suspendierung von 6 Stammspielern im Spiel gegen Hertha BSC das späte, aber richtige Signal gesetzt. Keiner der aussortierten Profis vermochte es in den zurückliegenden Wochen, den schwer angeschlagenen Traditionsklub aus der Krise zu führen. Im Gegenteil. Sie stehen für den HSV-Abstieg.

Unter den für nicht nominierte, gesperrte oder verletzte HSV-Profis reservierten Plätzen auf der Haupttribüne im Volksparkstadion blieb ein Sitz leer. Der Brasilianer Walace hatte sich am Samstagnachmittag nach seiner Nicht-Nominierung für die Partie gegen Hertha BSC (1:2) in der Bundesliga nicht einmal die Mühe gemacht, ins Stadion zu kommen. Viel lieber postete er in den sozialen Netzwerken Bilder aus seinem Wohnzimmer.

HSV: Nicht-Nominierte spalten das Team

Eine Provokation. Sein ebenfalls geschasster Teamkollege Kyriakos Papadopoulos blieb 90 Minuten lang auf der Bank. Der Grieche ging nach dem Spiel in die Verbal-Offensive. „Mit mir wurde nicht gesprochen“, giftete der 25-jährige Abwehrrecke, „aber ich werde das Gespräch mit dem Trainer nicht suchen.“ HSV-Interimscoach Christian Titz (46) hatte für die Begegnung mit den Berlinern neben Papadopoulos und Walace auch Dennis Diekmeier, André Hahn, Mergim Mavraj und Sven Schipplock nicht aufgestellt. Der Aufstand der Nicht-Nominierten zeigte die tiefen Risse im HSV-Kader. Ein Bundesliga-Team mit Auflösungserscheinungen.

Hamann: „Aussortierte Profis stehen für den HSV-Untergang“

„Es musste sich ja etwas ändern“, stellte sich Vize-Weltmeister Dietmar Hamann am Sonntag in der TV-Sendung Wontorra bei Sky auf die Seite von HSV-Coach Titz, „mit diesen Spielern hat Hamburg 13 Spiele lang nicht gewonnen und wenn die Jungen jetzt nicht spielen, ja wann dann? Der Zeitpunkt war richtig, die Leute, die Titz draußen gelassen hat, sind die, die den Untergang des HSV zu verantworten haben.“ (Abstiegswetten zur Bundesliga).

Diekmeier und Hahn werden heillos überschätzt

Die Leistungsdaten der aussortierten Spieler stützen diese These. Papadopoulos und Co. sind die Gesichter des HSV-Abstiegs. Beispiel André Hahn. Für 6 Mio. € aus Gladbach geholt, blieb der Außenstürmer mit 2 Toren in 23 Auftritten alles schuldig. Dennis Diekmeier wird Hamburg unabhängig vom Saisonausgang verlassen. Der „Relegator“ lebt beim HSV vom zweifelhaften Ruf, 3 Relegationsspiele mit den Hanseaten und zuvor mit dem 1. FC Nürnberg erfolgreich absolviert zu haben. 3 Vorlagen in 21 Spielen und seine mehr als 200 BL-Partien währende Tor-Misere waren keine Argumente für eine Vertragsverlängerung. Mergim Mavraj (31) wäre von der Erfahrung aus 158 BL-Spielen ein Mann, der das völlig verunsicherte HSV-Team führen könnte. Der albanische Nationalspieler war jedoch schon unter Titz‘ Vorgänger Bernd Hollerbach (48) nur noch einmal in der Startelf, blieb in 17 Spielen völlig wirkungslos.

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Walace sorgte schon am 1. Januar 2018 für den ersten HSV-Skandal des neuen Jahres, indem er eigenmächtig seinen Urlaub verlängerte. 3 Tor-Beteiligungen in 18 Spielen sind für den 9,2 Mio. € teuren defensiven Mittelfeldspieler von Gremio Porto Alegre zu wenig. Bliebe Kyriakos Papadopoulos. Der Heißsporn lieferte 2 Tor-Beteiligungen, handelte sich aber auch 2 Sperren ein. Seine Kritik an Titz könnte ihn nun teuer zu stehen kommen. „Papa hat sich damit keinen Gefallen getan“, erklärte der HSV-Alleinvorstand Frank Wettstein (44) am Montag in BILD Hamburg, „er hat nicht das Recht, die sportliche Situation zu ignorieren.“

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Walace (r., mit dem Mainzer Suat Serdar) wurde in Diensten des HSV zum Millionen-Missverständnis.
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