Olympia-Stars des Fußballs: Auch Guardiola holte Gold

Olympia-Stars des Fußballs: Auch Guardiola holte Gold

Das Olympische Fußballturnier – oft im Schatten der WM stehend – hat in den letzten 25 Jahren viele namhafte Spieler gesehen. Pep Guardiola für Spanien, Lionel Messi und Sergio Agüero für Argentinien beendeten das „Projekt Gold“ erfolgreich.

4:0 gegen Portugal im Viertelfinale – die deutsche Mannschaft um Weltmeister Matthias Ginter und Davie Selke wahrte am Samstag ebenso ihre Medaillenchancen wie Gastgeber Brasilien mit Superstar Neymar.

Doch der € 100 Mio. teure Fußball-Gigant Neymar ist bei weitem nicht der einzige Star, der sich auf der Olympischen Bühne seit 1992 die Ehre gibt.

Das Olympische Fußballturnier – seit London 1908 auf dem Spielplan, genießt es vor allem in Südamerika einen ähnlich hohen Stellenwert wie die Weltmeisterschaft. Das dokumentieren die beiden weiteren Trikot-Sterne, die Doppel-Weltmeister Uruguay zu Ehren der Olympia-Erfolge von 1924 und 1928 trägt.

1992: Früher Erfolg für Guardiola und Enrique

Im modernen Fußball konnte Spanien lange vor dem Beginn seiner goldenen Ära mit der „Triple Corona“, dem zweimaligen Gewinn der EM (2008 und 2012), und der WM 2010 feiern. In Barcelona gewann „La Roja“ 1992 das Finale gegen Polen mit 3:2. In der Startelf: Die späteren „Barca“-Ikonen und Erfolgstrainer Pep Guardiola und Luis Enrique sowie Atlético-Legende Kiko (225 Liga-Spiele).

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Pep Guardiola (l.) und Luis Enrique spielten zusammen beim FC Barcelona und in der spanischen Nationalmannschaft.

Zwei große Teams aus Afrika

Vier Jahre später in Atlanta betrat ein Team aus Afrika das Siegerpodium, das zum Hoffnungsträger eines ganzen Kontinents werden sollte: Die „Super Eagles“ aus Nigeria. Mit einem 3:2-Erfolg gegen Polen holten die Nigerianer mit den späteren Bundesliga-Profi Taribo West, Sunday Oliseh, Victor Ikpeba und dem bereits in Frankfurt zum Publikumsliebling avancierten Augustine „Jay-Jay“ Okocha Olympisches Gold. Ebenfalls dabei: Die England-Legionäre Nwankwo Kanu (ab 1999 beim FC Arsenal) und Daniel Amokachi vom FC Everton. Für Nigeria die Krönung einer goldenen Ära: 1998 setzten die „Super Eagles“ ihren Höhenflug fort, schafften es bis ins WM-Achtelfinale.

Mit den „unbezähmbaren Löwen“ aus Kamerun triumphierte auch 2000 in Sydney ein Team aus Afrika. Die Westafrikaner schlugen Spanien mit Carles Puyol und Raúl im Elfmeterschießen. Der Kader von Trainer Jean-Paul Akono liest sich wie ein „Who is Who“ des kamerunischen Fußballs: Samuel Eto’o, Pierre Womé, Geremi Nijtap und Patrick Mboma. Olympia als Schub für weitere Erfolge – das galt auch für die Kameruner, die mit ihrem deutschen Coach Winfried „Winnie“ Schäfer zwei Jahre später den Afrika-Cup gewannen.

Athen 2004 und Peking 2008: Im Zeichen des Tangos

Argentinien holte sich zuletzt 2-mal die Goldmedaille. 2004 und 2008 genügte der „Albiceleste“ jeweils ein 1:0 in den Finals gegen Paraguay und Nigeria. Trainer Marcelo Bielsa („El Loco“) hatte mit Roberto Ayala, Javier Mascherano, Carlos Tevez und Javier Saviola Spieler nominiert, die den argentinischen Fußball im vergangenen Jahrzehnt prägten. Die argentinischen Olympiasieger von 2008 mit Superstar Lionel Messi, Sergio Agüero, Final-Torschütze Angel di Maria Keeper Sergio Romero oder Pablo Zabaleta wurden 2014 auch Vize-Weltmeister.

„London calling“ hieß es 2012 für Mexiko. Die Mittelamerikaner setzten sich im Finale von Wembley überraschend mit 2:1 gegen die favorisierten Brasilianer durch. Oribe Peralta, der seit 2016 für Eintracht Frankfurt spielende Marco Fabian und Raul Jimenez führten „El Tri“ zum Erfolg.

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