Nigel de Jong zum FSV Mainz: Teure Altstars in der Bundesliga

Nigel de Jong zum FSV Mainz: Teure Altstars in der Bundesliga

Transfer-Coup vom FSV Mainz 05! Die Rheinhessen vermeldeten am Freitagabend die Verpflichtung von Nigel de Jong. Der 33-jährige Niederländer wechselt von Galatasaray Istanbul zum aktuellen 15. der Bundesligatabelle und erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Inwieweit der Routinier dem FSV im Kampf um den Klassenerhalt helfen kann, muss abgewartet werden. In der Vergangenheit wurden ausländische Altstars auf dem Platz nicht immer ihrem großen Namen gerecht.

Für Nigel de Jong ist es bereits das 2. Engagement in Deutschland. Von 2006 bis 2009 lief der defensive Mittelfeldspieler in 94 Pflichtspielen für den HSV auf. Im Anschluss an seine Hamburger Zeit trug er noch die Trikots von Manchester City (137 Spiele), AC Mailand (96), Los Angeles Galaxy (21) und Galatasaray (21). Seine Karriere begann er beim niederländischen Spitzenklub Ajax Amsterdam (133).

Mit seiner Zweikampfstärke, seiner Erfahrung und seinem unbedingten Willen soll er eine zusätzliche Verstärkung im Kampf gegen den Abstieg werden. Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder zeigte sich von der Verpflichtung, die dem FSV keine Ablösesumme kostet, begeistert:

„Nigel de Jong ist ein Anführer, eine Kämpfernatur, aber auch ein klarer Kopf und top-professioneller Spieler. Er soll der Mannschaft mit seiner ungeheuren fußballerischen Erfahrung und seinem Charakter wichtige Impulse in der Rückrunde geben.“

Unbestritten ist, dass Nigel de Jong nicht mehr auf dem Höhepunkt seines Könnens ist. Bei Galatasaray kam der frühere Nationalspieler im letzten halben Jahr nicht mehr zum Einsatz. Ob sich die Verpflichtung als Top oder Flop erweisen wird, wird die Rückrunde zeigten. In der Fußball-Bundesliga hatten die Vereine mal mehr, mal weniger Glück mit ausländischen Altstars.

Ausländische Altstars als Glücksgriff

Raul, FC Schalke (2010-2012)

Der spanische Weltstar avancierte bei Königsblau auf Anhieb zum Leistungs- und Sympathieträger. In den 2 Jahren kam er in 98 Spielen auf 40 Tore und 21 Assists. Die Krönung war der Gewinn des DFB-Pokals.

Ruud van Nistelrooy, HSV (2010-2011)

Mit 33 Jahren erlebte der frühere Manchester-Star in Hamburg seinen 2. Frühling. 17 Tore und 3 Assists gelangen dem Routinier in 44 Einsätzen für die Rothosen, bevor es ihn nach einem Jahr weiter zum damals ambitionierten FC Malaga zog.

Gerald Vanenburg, 1860 München (1998-2000)

Europameister, Sieger im im Pokal der Landesmeister, 8-mal niederländischer Meister – der Abwehrspieler kam hochdekoriert zu den Löwen. Trotz seiner damals 34 Jahre verlieh er der TSV-Abwehr in 46 Spielen Stabilität.

Youri Djorkaeff, 1. FC Kaiserslautern (1999-2002)

Obwohl die Zeit des französischen Welt- und Europameisters in der Pfalz im Unfrieden endete, war er sportlich eine Verstärkung. In 70 Spielen kam er für die Roten Teufel auf 18 Tore und 14 Assists. Mit mehr Disziplin und weniger Verletzungen wäre allerdings mehr möglich gewesen.

Ausländische Altstars als Transferflop

Davor Suker, 1860 München (2001-2003)

Im Spätherbst seiner Karriere war der kroatische Torjäger im Löwen-Trikot nur noch ein Schatten seiner Glanztage. 8 Tore und 6 Assists gelangen dem Stürmer in seinen 2 Jahren in insgesamt 30 Pflichtspielen.

Gheorghe Popescu, Hannover 96 (2002-2003)

Der Rumäne lief in seiner Karriere u. a. für den FC Barcelona, PSV Eindhoven, Tottenham Hotspur und Galatasaray auf. Bei Hannover 96 erwies er sich als Transferflop. Im Alter von 35 Jahren kam er bei seinem kurzen Gastspiel lediglich auf 14 Einsätze.

Jari Litmanen, Hansa Rostock (2005)

Der beste finnische Fußballspieler aller Zeiten enttäuschte während seines halbjährigen Engagements an der Ostsee. 14 Spiele, ein Tor und ein Assist stehen in seiner Vita – und der Abstieg mit Hansa aus der Bundesliga (alle Bundesliga-Wetten).

Maniche, 1. FC Köln (2009-2010)

Im Alter von 31 Jahren schloss sich der Portugiese nach vorherigen Stationen in Portugal, England, Spanien und Italien dem 1. FC Köln an. Trotz 30 Einsätzen (3 Tore, 3 Assists) überzeugte der Mittelfeldspieler in der Domstadt nicht und suchte nach nur einem Jahr schnell das Weite.

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