Neymar und die 222-Millionen-Sackgasse

Neymar und die 222-Millionen-Sackgasse

Anscheinend kann sich Neymar einen neuen Klub suchen. Doch die hohe Ablöse könnte nun für ihn und PSG-Boss Nasser al-Khelaifi zum Bumerang werden. Es gibt wohl nur 2 Lösungen.

Vor 2 Jahren wechselte Brasiliens Fußballstar Neymar für die unglaubliche Ablösesumme von 222 Mio. € vom FC Barcelona zu Paris St. Germain. Er wollte bei den Franzosen in eine Art Hauptrolle schlüpfen, wie sie Lionel Messi bei den Katalanen innehat und Cristiano Ronaldo einst bei Real Madrid bekleidete. Bei Barca fühlte er sich hinter dem Argentinier nicht genügend wertgeschätzt.

Hauptrolle als Enfant Terrible

Nach 2 Jahren in Paris fällt das Fazit sehr durchwachsen aus. Klar, Neymar setzte hier und da sportliche Ausrufezeichen, aber in eine Hauptrolle schlüpfte er meist durch seine Eskapaden auf und außerhalb des Platzes. Zurzeit sieht er sich u.a. Vergewaltigungsvorwürfen ausgesetzt, Schiedsrichter beleidigte er noch vor einigen Wochen über die sozialen Medien. Nach einem Spiel wurde er gegenüber einem Fan handgreiflich. Hinzu kommen Verletzungen, die ihn immer wieder ausbremsen. Dass die französische Ligue 1 zum größten Teil sportlich eine Klasse zu tief für den Stürmer ist, haben viele kommen sehen.

Kulturwandel bei PSG

PSG-Boss Al Khelaifi hat nun einen Kulturwandel bei PSG ausgerufen. Seine Worte dürften sich auch eindeutig an die Adresse des 27-Jährigen richten.

„Die Spieler werden noch mehr Verantwortung übernehmen müssen als bisher. Das muss sich komplett ändern. Sie müssen mehr arbeiten, mehr machen. Sie sind nicht hier, um sich zu vergnügen. Und wenn sie nicht einverstanden sind, stehen die Türen offen. Ciao! Ich will keine Starallüren mehr haben“, so der Klub-Boss.

Heißt übersetzt für den Brasilianer: Entweder er reißt sich am Riemen oder er kann sich einen neuen Verein suchen. Vor allem Letzteres dürfte gar nicht so einfach sein. Wer will schon ein verletzungsanfälliges Enfant Terrible verpflichten und dafür auch noch horrende Summen ausgeben?

Ein Transfer dürfte schwer werden

Wie die französische Sportzeitung L’Equipe berichtet, würde Al Khelaifi Neymar für annähernd die gleiche Summe verkaufen, die Paris im Sommer 2017 hingeblättert hat. Die Anzahl derer Klubs, die einen solchen Preis zahlen, lässt sich wohl an 3, maximal 4 Fingern abzählen. Real Madrid hat schon über 300 Mio. € für neue Spieler ausgegeben. Die Fans des FC Barcelona sind seit dem Abgang Neymars nicht mehr gut auf ihn zu sprechen. Schwer vorstellbar, dass Neymar bei Disziplinfanatiker Pep Guardiola bei Manchester City unterkommt. Ob das kriselnde Manchester United ausgerechnet einen Exzentriker braucht ist äußerst fraglich.

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Neymar
Die Stimmung zwischen Nasser Al-Khelaifi (links) und Neymar dürfte derzeit etwas frostig sein.
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