Marc-André ter Stegen: Das harte Los der Nummer 2

Marc-André ter Stegen: Das harte Los der Nummer 2

Marc-André ter Stegen gehört zu den besten Torhütern der Welt. Seit Jahren liefert der 27-Jährige überragende Leistungen beim FC Barcelona ab. In der deutschen Nationalmannschaft kommt er allerdings nicht über den Status der Nummer 2 hinaus – sehr zu seinem Ärger. Doch in der langen Geschichte der DFB-Auswahl gab es schon viele exzellente Torhüter, die einem Konkurrenten stets den Vorzug lassen mussten. Ter Stegen ist da kein Einzelfall.

Bei der diesjährigen Wahl zum Welttorhüter des Jahres 2019 hat Marc-André ter Stegen gute Chancen auf den Titel. Neben Alisson Becker (Liverpool) und Ederson (Manchester City) steht der Deutsche zur Wahl, die unter Nationaltrainern, den Kapitänen der Nationalmannschaften, Fans und Medienvertretern durchgeführt wird. Das zeigt deutlich, wie groß die Anerkennung der Leistungen von ter Stegen in der globalen Fußballwelt ist.

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Für Fans, Mitspieler und Verantwortliche des FC Barcelona ist der gebürtige Mönchengladbacher aktuell der beste Keeper der Welt. Für sie stellt er das seit mehreren Spielzeiten bei den Katalanen unter Beweis. In der Tat: In Sachen Konstanz gibt es derzeit wohl keinen besseren Torhüter zwischen den Pfosten. Selbst die kritische spanische Medienlandschaft ist Woche für Woche voll des Lobes über den 27-Jährigen.

DFB-Reisen eine Qual

Trotzdem ist ter Stegen in der deutschen Nationalmannschaft nur die Nummer 2. Sein Problem heißt Manuel Neuer, der bei Bundestrainer Joachim Löw gesetzt ist und immer spielt – sollte es sein Gesundheitszustand zulassen. Logisch, dass es ter Stegen immer schwer fällt, mit diesem Wissen zur Nationalmannschaft zu reisen. Daraus machte er nach den letzten Länderspielen gegen Holland (2:4) und Nordirland (2:0) keinen Hehl, bei denen er erneut nicht zum Einsatz kam: „Es ist nicht leicht, eine Erklärung dafür zu finden. Diese Länderspielreise war ein harter Schlag für mich.“

Erst 22 Länderspiele für Deutschland

In den Worten des Torhüters klingen Frustration und Resignation mit. Kein Wunder, schließlich absolvierte ter Stegen seit seinem Debüt im Mai 2012 lediglich 21 weitere Länderspiele über einen Zeitraum von 7 Jahren. Möglich gewesen wären seit seiner DFB-Premiere exakt 100 Partien für Deutschland. Seit September 2015 ist der 27-Jährige fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft und seit 2016 die unumstrittene Nummer 1 beim FC Barcelona – aber bis zum DFB-Stammplatz muss er sich mindestens noch bis nach der EM 2020 gedulden. Nur wenn Manuel Neuer nach dem Turnier seinen Rücktritt verkündet, wäre der Weg frei für ter Stegen.

Berühmte Vorgänger mit dem gleichen Problem

Seit jeher ist Deutschland eine Torhüter-Nation. In der Geschichte der DFB-Auswahl mussten bereits so einige starke Keeper auf der Bank platznehmen und sich über einen langen Zeitraum dem Status als Nummer 2 fügen, bevor der Stammplatz frei wurde.

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Torhüter wie Dieter Burdenski, Uli Stein, Raimond Aumann, Frank Rost, Timo Hildebrand, Tim Wiese oder Ron-Robert Zieler brachten über viele Jahre starke Leistungen in ihren Klubs, die Nummer 1 im deutschen Tor wurden sie allerdings nie. Insofern ist das Positive für Marc-André ter Stegen, dass er als legitimer Nachfolger von Manuel Neuer bereits feststeht. Er muss sich nur weiter in Geduld üben – auch wenn es sehr, sehr schwerfällt.

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