DFB Team: Gewinner, Verlierer und Baustellen nach der Nations League

DFB Team: Gewinner, Verlierer und Baustellen nach der Nations League

Die UEFA Nations League und das DFB Team – fängt diese überaus bröcklige Beziehung noch einmal Feuer und Flamme? Das Offensiv-Feuerwerk gegen Italien (5:2) wirkte ebenso stimmig wie die interne Einordnung. Sprich: Sieg über aufkommende Selbstzweifel statt Titel-Kampfansagen für Kater! Die bwin Redaktion komplettiertet die Bestandsaufnahme nach dem Kurz-Turnier mit 4 Länderspielen in 11 Tagen und hat 2 Gewinner ausgemacht, die nunmehr ihr WM-Ticket sicher haben.

Gewinner

Jonas Hofmann: Rechter Verteidiger, zentrales Mittelfeld und nun Rechtsaußen, wo er Löw-Liebling Serge Gnabry durch 3 Tor-Beteiligungen den Rang abläuft. Der unscheinbare, aber schnörkellos spielende Gladbacher ist ein Problemlöser für Hansi Flick. Finden Sané, Gnabry und Co. zu ihrer Form zurück, würde Hofmann ohne Murren eine Position nach hinten rücken. 

Jamal Musiala: Talent in München, Star und sicherer WM-Fahrer im DFB-Trikot? Dieses Rollenbild drängt sich nach der Nations League auf, wo der Youngster genauso oft in der Startelf stand wie in den letzten 7 Bundesliga-Spielen der Münchner. Höhepunkt: Der Auftritt im heimischen Wohnzimmer gegen England (1:1). Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bringt ihn sogar als Achter neben Joshua Kimmich ins Spiel.

Verlierer

• Jonathan Tah: Stand jetzt maximal Innenverteidiger Nummer 4. Für alle, die dem 26-Jährigen nach einer starken Saison für Bayer 04 Leverkusen abermals das Potenzial für eine größere Rolle bescheinigen, glich der 3-minütige Auftritt mitsamt Stellungsfehler im Italien-Spiel (5:2) einem Offenbarungseid.

• Leroy Sané: Die kritischen Stimmen nach den ersten beiden Länderspielen stachelten den Flügelflitzer zwar sichtlich an. Der für das eigene Selbstvertrauen wichtige Treffer wollte dem 26-Jährigen im Gegensatz zu Timo Werner nicht gelingen. Seit November 2021 (Doppelpacker beim 9:0 gegen Liechtenstein) wartet Sané im DFB Team auf ein Länderspieltor.

• Marco Reus: Seine Verletzungsmisere überdauert die Löw-Ära. Auch unter der Regie von Hansi Flick kommt der BVB-Kapitän nur auf 4 Länderspiele. Weitere kommen frühestens Ende August (alle Nations League Wetten) dazu. Mit einem Muskelfaserriss sah Reus von außen zu, wie die Offensivreihe – wenn auch gegen eine italienische B-Elf – ohne ihn ein großes Stück zusammengewachsen ist.

Baustellen

Rechtsverteidiger: Während David Raum defensiv nicht immer fehlerfrei agierte, aber sich festspielen konnte, wartet die Nation sehnsüchtig auf den Erben von Philipp Lahm. Ob dieser Klostermann oder Kehrer heißt? Da das Duo nicht überzeugte und ein Jonas Hofmann eher die offensive Lösung für eine 3er/5er-Kette darstellt, zieht Hansi Flick hier womöglich noch Matthias Ginter aus dem Hut.

• Bayern-Block: Zugegeben eher Luxusproblem statt Baustelle. Aber: Bei der Besetzung der Schaltzentrale im Mittelfeld ist viel Fingerspitzengefühl und eine Grundsatz-Entscheidung von Hansi Flick gefragt. Setzt er voll auf Chemie und Automatismen (Goretzka/Kimmich) oder sprengt er den Bayern-Block zu Gunsten der Leader-Qualitäten des formstarken Ilkay Gündogan auf?

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