Mehmedi, Coentrao und Co.: Diese Spieler verzichten freiwillig auf die WM

Mehmedi, Coentrao und Co.: Diese Spieler verzichten freiwillig auf die WM

Wer die beiden gestandenen Nationalspieler Admir Mehmedi und Fabio Coentrao in ein paar Wochen bei der WM (alle WM Wetten) sucht, der wird nicht fündig werden. Sowohl der Schweizer als auch der Portugiese verzichten freiwillig auf die Endrunde in Russland. Rani Khedira, Bruder von DFB-Star Sami Khedira, sagte im Vorfeld ebenfalls auf freiwilliger Basis dem tunesischen Verband ab. Die Gründe der 3 Akteure sind allesamt unterschiedlich.

Admir Mehmedi ist eine feste Größe in der Schweizer Nationalmannschaft. Der Akteur vom VfL Wolfsburg feierte im Juni 2011 sein Debüt für die Auswahl der Eidgenossen und kommt seitdem auf 58 Einsätze (7 Tore). Mit der Schweiz nahm der 27-Jährige an der Weltmeisterschaft 2014 und der Europameisterschaft 2016 teil. Auf die Endrunde in Russland verzichtet der Offensivspieler aber aus freien Stücken.

Mehmedi-Verzicht wegen fehlender Fitness

Am letzten Freitag veröffentlichte der Schweizer Fußballverband folgende Stellungnahme Mehmedis, in der er seinen Verzicht erklärt: „Es ist ein Entscheid des Kopfes, nicht des Herzens. Ich spürte einfach, dass ich dem Team kaum das bringen kann, was es von mir erwarten darf, zumal an einer WM. Darum wollte ich dem Trainer so früh wie möglich klare Entscheidungsgrundlagen bieten und auf keinen Fall einen Platz im Team blockieren.“

Mehmedi wechselte im Winter von Bayer Leverkusen zum VfL Wolfsburg und half seinem neuen Klub trotz einer Verletzung am Mittelfuß im Abstiegskampf in 3 Partien, ehe er Mitte März doch zu einer OP gezwungen war. Aufgrund fehlender Fitness und Spielpraxis sagte er nun seine WM-Teilnahme freiwillig ab.

Fabio Coentrao hat bislang 52 Länderspiel-Einsätze für Portugal in seiner Vita stehen.

Coentrao-Verzicht wegen fehlender Frische

Im Gegensatz zu Mehmedi musste sich Fabio Coentrao nicht mit einer Verletzung herumplagen. Der Außenverteidiger absolvierte in der abgelaufenen Saison 44 Spiele für Sporting Lissabon, musste mit dem Klub in den letzten Wochen allerdings viele Rückschläge einstecken. Die Qualifikation für die Champions League (Platz 3) wurde am letzten Spieltag verpasst, in der Europa League war im Halbfinale Endstation bei Atletico Madrid (0:2, 1:0) und im portugiesischen Pokal gab es eine unerwartete Finalniederlage gegen Außenseiter CD Aves (1:2).

Daraufhin teilte er dem portugiesischen Verband mit, dass er auf eigenen Wunsch nicht für die WM zur Verfügung stehen wird: „Letzte Woche habe ich der Nationalmannschaft nach einer sehr ermüdenden Saison mitgeteilt, dass ich nicht in der Lage bin, die Selecao bei der Weltmeisterschaft zu vertreten.“

Khedira-Verzicht wegen fehlender Integration

Rani Khedira ist in Stuttgart geboren und durchlief die deutschen Junioren-Nationalmannschaften von der U15 bis zur U19. Den Sprung zu Bundestrainer Joachim Löw schaffte er bislang noch nicht. Da sein Vater Tunesier ist, könnte der Mittelfeldspieler auch für das nordafrikanische Nationalteam auflaufen. Einer entsprechenden Anfrage des Verbandes erteilte der 24-Jährige jüngst allerdings eine Absage.

Khedira äußerte sich zu seinen Gründen auf den WM-Verzicht wie folgt: „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Ich spreche nur Deutsch. Zudem haben sich andere Spieler in der Qualifikation den Arsch aufgerissen. Ich würde einem Spieler den Platz klauen.“

Übrigens: Ganz unbekannt ist ein freiwilliger WM-Verzicht auch für die deutsche Nationalmannschaft nicht. Jörg Heinreich sagte kurz vor dem Nominierungsschluss für die WM 2002 Teamchef Rudi Völler überraschenderweise ab. Der damalige Dortmunder begründete seine Entscheidung mit einem ungenügenden Fitness-Zustand.

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