Max Meyer: Der Absturz geht weiter

Max Meyer: Der Absturz geht weiter

Nächster Karriere-Rückschlag für Max Meyer. Der einstige Hoffnungsträger des FC Schalke 04 hat bei Fenerbahce Istanbul keine Zukunft mehr. Der türkische Top-Klub nimmt den 26-Jährigen nicht mit ins Sommer-Trainingslager ins österreichische Graz. Die Nicht-Berücksichtigung ist der bisherige Tiefpunkt des Mittelfeldspielers, dessen Absturz vor 4 Jahren durch Aussagen seines Beraters begann.

„Ich rede von dem Weltklasse-Spieler Max Meyer, der in jeder europäischen Spitzenmannschaft Stammspieler sein wird und aller Voraussicht nach zur Weltmeisterschaft nach Russland fährt.“ Diese Worte, die Berater Roger Wittmann in einem Telefon-Gespräch zum damaligen Schalke-Manager Christian Heidel gesagt haben soll, waren der Anfang vom Ende von der bis dato aufstrebenden Karriere von Max Meyer.

Im Winter 2018 verhandelten Meyer und sein Berater mit Schalke über einen neuen Vertrag. In Sachen Gehalt lagen beide Parteien weit auseinander – es kam zum Bruch zwischen S04 und dem Eigengewächs. Nach 9 Jahren (191 Profispiele, 45 Torbeteiligungen) trennten sich die Wege. Der Klub und seine Anhänger warfen der Meyer-Seite Geldgier vor, der Spieler wiederrum ätzte öffentlich, dass sich „in letzter Zeit das alles für mich nur noch wie Mobbing“ anfühle.

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Der Mittelfeldspieler wechselte ablösefrei zu Crystal Palace in die Premier League (alle Premier League). Der Schritt zum Durchschnittsklub aus London wurde ihm mit einem Salär von 10 Mio. € jährlich versüßt. Ein Aufstieg? Nein! In England schaffte Meyer nicht den Durchbruch. Seinen Ruf als „German Messi“, so bezeichnete ihn der Klub bei seiner Verpflichtung, wurde er nicht ansatzweise gerecht. In 2,5 Jahren kam er nur auf 56 Einsätze (2 Tore, 3 Assists) für Crystal Palace, dabei stand er lediglich 32 Mal in der Startelf.

Es folgte im Januar 2021 eine halbjährige Leihe zum 1. FC Köln. Doch auch dort fand Meyer nicht in die Spur. In 12 Spielen, davon 3 in der Startelf, gelang ihm keine einzige Torbeteiligung. Logisch, dass die Rheinländer von einer Weiterverpflichtung absahen. Im September 2021 ging die Reise weiter zu Fenerbahce Istanbul. Allerdings gelang Meyer in 11 Spielen nur ein Treffer, weshalb die Türken den mittlerweile 26-Jährigen bereits im Januar nach Dänemark zum FC Midtjylland ausliehen. Der Deutsche kam zwar regelmäßig zum Einsatz, eine prägende Rolle konnte er aber nicht einnehmen.

Seit Juli ist Meyer zurück in Istanbul, hat beim Klub allerdings keine Zukunft. Laut türkischen Medienberichten machte der neue Fenerbahce-Trainer Jorge Jesus gleich zu Beginn klar, dass er nicht mit dem Mittelfeldspieler plane. Diese Ansage verdeutliche er jetzt und verzichtet im Trainingslager auf Meyer – genauso wie auf Mesut Özil. Stattdessen wurde mit Emre Mor sogar ein Spieler unter Vertrag genommen, der die gleiche Position bekleidet wie die beiden ehemaligen deutschen Nationalspieler. Meyer ist noch bis Sommer 2023 an Fenerbahce gebunden. Findet sich für ihn kein Abnehmer, droht ihm ein Jahr die Tribüne. Einst betrug sein Marktwert 20 Mio. €, aktuell wird er auf lediglich 500 Tsd. € taxiert …

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