Mario Gomez zum VfL Wolfsburg: Eine Win-Win-Situation!

Mario Gomez zum VfL Wolfsburg: Eine Win-Win-Situation!

Es ist offiziell: Mario Gomez geht künftig wieder in der Bundesliga auf Torejagd. Der Nationalspieler wechselt vom AC Florenz zum VfL Wolfsburg. Das gaben die Niedersachsen am Mittwoch bekannt. Zwar ist der Transfer eine Überraschung, macht aber für beide Seiten Sinn.

Der Wechsel von Mario Gomez zum VfL Wolfsburg ist perfekt. Der 31-Jährige und die Wölfe erzielten am Mittwoch eine Einigung und machten den Wechsel offiziell. Auch mit dem bisherigen Arbeitgeber des Stürmers, dem AC Florenz, ist der Transfer geklärt.

Die Verpflichtung ist der größte Deal des VfL in dieser Transferperiode. Bislang machte der Pokalsieger von 2015 eher mit Verkäufen auf sich aufmerksam. Manager Klaus Allofs kündigte zuvor aber bereits an, dass der Klub noch auf dem Transfermarkt tätig werden wird. Gesagt, getan.

Der Wechsel von Gomez zurück in die Bundesliga ist zwar eine Überraschung, hat aber so einige Vorteile – für den Spieler und den Klub.

Vorteile VfL Wolfsburg:

– Hohe Qualität für wenig Geld

Für rund € 7 Mio. wechselt Gomez in die VW-Stadt wechseln. Ein echtes Schnäppchen, wenn man die aktuellen Summen auf dem Markt betrachtet. Anders als bei ausländischen Stürmern weiß der VfL, was er bekommt: Eine echte Bundesliga-Tormaschine, die beim FC Bayern und beim VfB Stuttgart (insgesamt 138 BL-Tore) seinen Killerinstinkt nachgewiesen hat.

– Signal an die Konkurrenz

Nach den Abgängen von Naldo (Schalke), André Schürrle (Dortmund) und Max Kruse (Bremen) sowie dem bevorstehenden Wechsel von Luiz Gustavo (Inter Mailand) ist die Verpflichtung von Gomez ein Signal an die Konkurrenz. Der Transfer des deutschen Nationalspielers zeigt, dass der VfL sich nicht kampflos um die Champions-League-Plätze geschlagen gibt. Auch den eigenen Spielern (Julian Draxler) wird damit deutlich gemacht, dass der Klub weiterhin ambitioniert und in der Lage ist, Hochkaräter zu verpflichten.

– Aufmerksamkeit und Sympathie

Gomez gilt als einer der beliebtesten Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Seine ruhige und reflektierende Art kommt bei fast allen Anhängern sehr gut an. Auf all seinen Stationen (Stuttgart, Bayern, Florenz und Besiktas) genoss Gomez hohe Anerkennung und Wertschätzung. Wechselt so ein Fanliebling den Klub, erzeugt das natürlich enorme Aufmerksamkeit. Der biedere VW-Klub steht prompt – speziell bei den Gomez-Fans und in den Medien –  im Fokus. Das ist natürlich gut für das Image und die Trikotverkäufe.

gomez
Für Besiktas traf Gomez in der letzten Saison in 41 Pflichtspielen 28 Mal.

Vorteile Mario Gomez

– Stammplatz bei einem ambitionierten Klub

Nach dem Zustandekommen des Transfers, wird Bas Dost den Klub wohl verlassen. Damit hat Gomez seinen Platz im Sturmzentrum der Wölfe praktisch sicher. Zwar muss sich auch der 31-Jährige an seiner Leistung messen lassen, doch hat er zu Beginn erstmal einen Bonus. Die Worte von Klaus Allofs, dass der VfL wieder zurück in die Champions League möchte, zeigen Gomez außerdem deutlich, dass Wolfsburg in Zukunft weiterhin Geld in den Kader stecken wird, um die sportlichen Ziele zu erreichen.

– Im Fokus des Bundestrainers

Durch eine Rückkehr in die Bundesliga wird auch Gomez´ Chance auf weitere Einsätze in der Nationalmannschaft steigen. Anders als in den Vorjahren in der Serie A oder in der türkischen Liga steht er nun Woche für Woche im Fokus des Bundestrainers. Auch kann er sich wieder auf höherem Liga-Niveau beweisen – ein Punkt, dem ihm seine Kritiker besonders in seiner Türkei-Zeit immer vorhielten.

– Gut dotierter Vertrag

Der VfL Wolfsburg ist dafür bekannt, Spieler mit einem guten Vertrag auszustatten. Das Leben in der niedersächsischen Provinz und fehlende Fan-Massen in Heim- und Auswärtsspielen gleicht der Klub den Spielern mit einem üppigen Gehalt wieder aus. Gomez, der beim AC Florenz € 4 Mio. netto pro Saison verdient, wird in Wolfsburg gehaltstechnisch sicherlich keine Abstriche machen müssen. Dazu hat der Vertrag eine Laufzeit von 3 Jahren. Das garantiert ihm langfristig ein hohes Einkommen. Mit 31 Jahren ist das der letzte große Kontrakt für den Stürmer.

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