Manchester United: José Mourinho allein gegen alle

Manchester United: José Mourinho allein gegen alle

Das verflixte 3. Jahr! Bei Manchester United ist es einsam geworden um José Mourinho. Bizarre Medien-Auftritte, Machtkämpfe mit seinen Stars um Weltmeister Paul Pogba, Kritik an der Klubführung prägen das Bild. Der Portugiese scheint sich selbst raus zu ekeln.

Die Nummer war peinlich. Sie zeigte drastisch, wie es um das Nervenkostüm des Maestro bestellt ist. Die Fragen eines Journalisten nach dem 0:3 gegen Tottenham Hotspur brachten José Mourinho (55) dazu, vorzeitig zu gehen. „Wir haben 0:3 verloren“, giftete Mourinho, „aber weißt Du, was 3 bedeutet? 3 Premier-League-Titel – ich habe mehr Meisterschaften gewonnen als alle 19 anderen Trainer zusammen. Ich verlange Respekt.“

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Mit José Mourinho legt United den schlechtesten Start seit 26 Jahren hin

Zuvor war Mourinho, einen Fan-Schal schwenkend, fast eine Minute über den Rasen von Old Trafford gewandert. Eine Szene, die etwas von einem Abschied hatte. 2 Pleiten in den ersten 3 Premier-League-Spielen (alle Wetten zur Premier League) bedeuten für Manchester United den schlechtesten Start seit 1992. Damals schafften die Red Devils unter Trainer-Legende Sir Alex Ferguson (76) noch die Wende. Sie wurden erster Meister der neu gegründeten englischen Fußball-Eliteliga. Auch, weil sie im Winter einen gewissen Eric Cantona verpflichteten…

Mourinhos größter Gegner in Manchester ist sein Ego

Ein derartiger Glücksgriff ist dieses Mal nicht zu erwarten. Manchester United investierte rund 80 Mio. € in Spieler wie Fred oder den erst 19-jährigen Diogo Dalot. Als Heilsbringer für den Verein oder gar als Verbündete von Mourinho scheiden beide aus. The Special One hat sich mit seiner ewigen Nörgelei zur Transferpolitik der mächtigen Eigentümerfamilie Glazer, seinen ständigen Kollegenschelten und seinem Privat-Zoff mit Stars wie Paul Pogba oder Anthony Martial selbst in die Isolation manövriert. Juan Mata oder Marcus Rashford gelten in Manchester ebenfalls nicht als die besten Freunde des Trainers. Mit einer „Mischung aus Arroganz und Larmoyanz“ beschreibt Aidan Radnedge am Donnerstag im Kicker das Mourinho-Dilemma.

Auch bei Chelsea und Real floppte Mourinho im 3. Jahr

Für den 2-fachen Champions-League-Sieger könnte es in Old Trafford das verflixte 3. Jahr sein. Ein unschönes Muster zeigt sich in Mourinhos Trainer-Vita immer wieder. Beim FC Chelsea hatte er sich nach 2 Premier-League-Titeln in Folge in seiner 3. Saison mit dem Oligarchen Roman Abramowitsch überworfen – und musste gehen. Bei Real Madrid trieb es der Exzentriker ab 2010 auf die Spitze. Mourinho führte öffentlich einen Privatkrieg mit seinem Erzrivalen Pep Guardiola (47) vom FC Barcelona. Er ließ Grüppchenbildung im Star-Ensemble der Königlichen zu und trat vor den Medien ähnlich infantil auf wie nun in Manchester.

Mourinho: Abschiedsvorstellung in Burnley?

„Respekt, Respekt, Respekt“ hatte Mourinho von den Medienvertretern gefordert. Eine Tugend, die er selbst nur wenigen Akteuren im Fußballgeschäft entgegen bringt. Die Geduld auf der Insel dürfte für den Europa-League-Sieger von 2017 aufgebraucht sein. Die Auswärtspartie beim FC Burnley kann am Sonntag schon ein Schicksalsspiel für den angezählten United-Coach sein.

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Atmosphärische Störungen zwischen José Mourinho und seinen Stars, hier Romelu Lukaku, soll es auch in London und Madrid gegeben haben…
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