Lukasz Piszczek: Der heimliche Super-Transfer des BVB

Lukasz Piszczek: Der heimliche Super-Transfer des BVB

Seit 5,5 Jahren trägt Lukasz Piszczek nun das Trikot von Borussia Dortmund. In diesem Zeitraum warf der BVB mit enormen Summen bei Transfers um sich. € 27 Mio. für Henrikh Mkhitaryan, € 18,5 Mio. für Ciro Immobile oder € 17 Mio. für Marco Reus – 2 der 3 genannten haben sich in Dortmund zu Superstars entwickelt. Der eigentliche schwarz-gelbe Königstransfer in diesem Jahrzehnt ist jedoch Piszczek selbst. Für € 0 erhielt der BVB einen zuverlässigen, offensivstarken Rechtsverteidiger. Nun hat er seinen Vertrag bis 2018 verlängert.

Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger, Champions League-Finalist – all diese Erfolge hat Lukasz Piszczek mit Borussia Dortmund erreicht. Und das in etwas mehr als 5 Jahren. Seitdem der Pole im schwarz-gelben Dress aufläuft, ist auch der Erfolg – ausgenommen die vergangene Saison – in Dortmund zu Hause.

210 Spiele für € 0

210 Partien hat der umgeschulte Rechtsverteidiger inzwischen für den BVB gemacht. Noch in seinen ersten Jahren bei Hertha BSC, die ihn 2010 ablösefrei nach Dortmund ziehen lassen musste, war der polnische Nationalspieler in der Offensive zu Hause. Nach und nach wurde er häufiger als rechtes Mitglied der Viererkette eingesetzt, bevor er in Dortmund ausschließlich auf dieser Position zum Einsatz kam. Wie offensivstark Piszczek ist, bewies er in allen Wettbewerben. In der Bundesliga legte er 27 Treffer vor und erzielte 9 Tore, in der Champions League waren es 5 Assists und im DFB-Pokal bereitete er in 20 Begegnungen starke 7 Buden vor.

Meister
Das einstige Polen-Trio beim BVB – Lewandowski, Piszczek & Blaszczykowski (v.r.n.l.)

Piszczek setzt Zeichen und will fit bleiben

Mit der Vertragsverlängerung hat der Pole ein erstes Zeichen gesetzt. Anders als seine Landsleute Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandowski hält er dem BVB auch in Zukunft die Treue. Dabei hatte er seinen Stammplatz in den vergangenen Monaten zwischenzeitlich verloren. Nach 2 kleineren Verletzungen zu Beginn der Saison hatte sich Matthias Ginter als Rechtsverteidiger bei der Borussia festgespielt. Dank der Dreifachbelastung erhielt aber auch Piszczek regelmäßig seine Einsatzzeiten und scheint das Duell gegen Ginter in der Winterpause erst einmal für sich entschieden zu haben. Beim überzeugenden 3:1-Erfolg im Borussen-Duell in Mönchengladbach durfte er erst zum 6. Mal in dieser Saison in der Startelf ran.

Diesen Platz wird der mittlerweile 30-Jährige wohl auch verteidigen, es sei denn, es grätscht mal wieder eine Verletzung dazwischen. Denn ihn erwischte es in der Vergangenheit nicht zu knapp. Gehirnerschütterung, Syndesmosebandriss und vor allem die Hüfte macht ihm immer wieder zu schaffen. Bereits zu Hertha-Zeiten musste er fast 4 Monate deswegen pausieren, in der Saison 2012/13 traf es ihn sogar noch schlimmer. 31 Spiele in 170 Tagen verpasste der Pole wegen einer Hüft-OP, die ihm auch jetzt noch ab und zu Probleme bereitet. Sollte er jedoch fit bleiben, ist er auch im Ü30-Bereich eine echte Bereicherung für den BVB!

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