Lukaku nach Manchester: Mehr als nur Plan B

Lukaku nach Manchester: Mehr als nur Plan B

Manchester United ist erneut ein Transfer-Coup gelungen. Mit Romelu Lukaku kommt der Vize-Torschützenkönig der vergangenen Premier League Saison ins Old Trafford. Mit dem FC Everton haben sich die Roten Teufel auf eine Ablöse in Höhe von € 85 Millionen für den Belgier geeinigt. Diese könnte durch Boni noch um weitere € 17 Millionen steigen. Doch ist der 24-Jährige das viele Geld überhaupt wert? Ganz klares „Ja“!

Zuvor soll der englische Rekordmeister an Antoine Griezmann interessiert gewesen sein. Dass dieser Transfer platzte, dürfte sich nun als Glücksfall entpuppen. Plan B lautete schließlich Romelu Lukaku – und der passt besser zum Fußball, der zuletzt im Theatre of Dreams zu sehen war.

Ein würdiger Ibrahimovic-Nachfolger

Mit Lukaku haben die Red Devils einen würdigen Nachfolger für Zlatan Ibrahimovic gefunden. Nach der Kreuzband-Verletzung des Schweden im Saison-Endspurt offenbarte United immer wieder Probleme ohne einen Fixpunkt im Sturmzentrum. Nur 2 der letzten 7 Liga-Spiele gewann die Mannschaft ohne ihren Star – zu sehr war die Spielidee auf einen Sturmtank ausgerichtet. Lukaku verkörpert genau den Spielertyp: Groß, wuchtig und vielseitig anspielbar.

Seine Spielweise ist zwar weniger spektakulär, nicht aber weniger effektiv als die des schwedischen Superstars. 130 Minuten brauchte der Belgier in der abgelaufenen Saison durchschnittlich für ein Tor – Ibra ganze 13 Minuten mehr. Auch mit spielerischen Qualitäten kann der 24-Jährige punkten. So legte er in den letzten 5 Spielzeiten immer mindestens 5 Treffer vor. Mit Lukaku im Sturm wird Trainer Jose Mourinho, der den Angreifer bereits aus gemeinsamen Chelsea-Zeiten kennt, seine Spielidee kaum ändern müssen.

Der FC Lukaku

Bei den Blues hatte Lukaku große Anlaufschwierigkeiten im englischen Fußball und ging im Konkurrenzkampf unter. Dass sich der amtierende Vize-Torschützenkönig schnell in das Star-Ensemble von Manchester einfinden wird. ist dennoch wahrscheinlich. Schließlich ist er mittlerweile ein gestandener Premier League Spieler. Zudem ist er als Stürmertyp einzigartig im Kader der Red Devils.

Wie wichtig der Belgier kongolesischer Abstammung für seine Vereine ist, stellte er in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis. Lukaku riss stets das Offensivspiel an sich – egal ob beim FC Everton oder während seiner Leihe zu West Bromwich Albion. In der letzten Spielzeit war er an jedem 2. Tor der Toffees direkt beteiligt. Die Abhängigkeit seiner Leistung auf den Erfolg des Klubs aus Liverpool war enorm. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn die Zuspiele nicht mehr von Ross Barkley oder Kevin Mirallas kommen, sondern von Anthony Martial, Paul Pogba oder Henrihk Mkhitaryan.

Wie macht sich Lukaku in der Königsklasse?
Champions League? Nur in der Quali! Europapokal-Erfahrung sammelte Lukaku aber in Europa League.
X