Leicester City: Nächster Akt mit Shakespeare

Leicester City: Nächster Akt mit Shakespeare

Der Sensations-Meister von 2016 plant die neue Spielzeit in der Premier League. Coach Craig Shakespeare will eine Zitter-Saison wie im Jahr 1 nach dem Meisterstück unbedingt vermeiden. Absolute Priorität hat die Stärkung der Defensive.

Ein leichter Saisonstart sieht anders aus. Leicester City reist zum Auftakt der Saison 2017/2018 in der englischen Premier League gleich zu Pokalsieger FC Arsenal. Dann erwartet man den Aufsteiger Brighton & Hove Albion, ehe mit Manchester United auswärts und zu Hause gegen Meister FC Chelsea die nächsten Schwergewichte warten.

Vertrag verlängert: Shakespeare sieht Foxes gerüstet

Immerhin: Die wichtigsten Personalien, um diesen Gegnern angemessen oder gar auf Augenhöhe zu begegnen, hat man in Leicester in den letzten Tagen bereits geklärt. Interimstrainer Craig Shakespeare, der den in Abstiegsnot geratenen Sensationsmeister von 2016 im Februar nach dem Aus für Coach Claudio Ranieri übernahm und bis ins CL-Viertelfinale führte, bleibt nach der erfolgreichen Mission im Amt. Er unterschrieb am 8. Juni einen 3-Jahres-Vertrag.

Seine Bilanz: 8 Siege in 16 PL-Spielen, 23 Punkte insgesamt und 5 Siege von der Amtsübernahme weg. Shakespeare sieht die Grundlagen für ein weiterhin erfolgreiches Arbeiten bei den Foxes gegeben. „Unsere Vorbereitungen auf die neue Premier-League-Saison laufen schon seit einiger Zeit. Wir haben nun mehr Sicherheit und können sicherstellen, dass wir auf allen Ebenen wettbewerbsfähig sind”, sagte der 53-Jährige bei seiner Vertragsverlängerung.

Leicester braucht eine starke Abwehr

Gilt vor allem für die Defensive. Hier hatte Leicester City in der vergangenen Saison die größten Probleme, kassierte 63 Gegentore in 38 Liga-Spielen. Im Meisterjahr waren es gerade mal 36 Gegentreffer. Mit nur 44 Punkten insgesamt war Leicester der schwächste Titelverteidiger der Premier-League-Historie.

Mit Harry Maguire von Absteiger Hull City kommt nun ein 24-jähriger Abwehrspieler. Der für fast € 19 Mio. gewechselte Maguire soll das eingespielte, aber in die Jahre gekommene Innenverteidiger-Duo Wes Morgan und Robert Huth ergänzen. Morgan fehlt nach Rückenproblemen noch auf unbestimmte Zeit. Ein 2. Abwehrspieler auf Leicesters Liste ist Ben Gibson vom letztjährigen Tabellenvorletzten FC Middlesbrough. Der 24-jährige Linksverteidiger könnte eine wertvolle Unterstützung für den Ex-Bundesligaprofi Christian Fuchs werden. Kaum Chancen auf eine Verpflichtung bestehen bei Jonny Evans. Der nordirische Nationalspieler vom Liga-Konkurrenten West Bromwich Albion wurde von den Baggies kurzerhand für „unverkäuflich“ erklärt. Evans‘ Vertragsverhandlungen mit West Brom sind laut Daily Mail allerdings ins Stocken geraten. Der 29-jährige Innenverteidiger hat noch einen Vertrag bis 2019.

Mahrez-Wechsel ist noch lange nicht vom Tisch

Prominentester Abgänger könnte Riyad Mahrez sein. Der Algerier war im Meisterjahr mit 17 Toren und 10 Assists in 37 PL-Spielen ein Garant für den sensationellen Erfolg. Im abgelaufenen Spieljahr kam er nur auf 6 Tore und 4 Vorlagen in 36 Einsätzen. Für Arsenal-Coach Arsene Wenger kein Grund, um das Interesse an Mahrez – Marktwert: € 30 Mio. – zu verlieren: „Er hat durch die vergangene Saison nichts an Qualität eingebüßt“.

Der 1. echte Härtetest für Shakespeare als neuem Chefcoach ist das Freundschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 4. August im heimischen King Power Stadium.

Craig Shakespeare, hier in Madrid, führte Leicester City ins Champions-League-Viertelfinale.
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