FC Barcelona: Ein Blick in die Post-Messi-Ära

FC Barcelona: Ein Blick in die Post-Messi-Ära

In Katalonien nichts Neues: Messi zaubert, der FC Barcelona gewinnt und die Fachpresse liegt „La Pulga“ zu Füßen. Das ist heute so und morgen und wohl auch in einem Jahr. Erst 2021 könnte eine neue Zeitrechnung anbrechen. Ohne Lionel Messi, der bei seinem Vertragsende mit 34 Jahren sowie noch einem Dutzend Titeln mehr allen Grund hätte, von der großen Bühne abzutreten, und ohne Präsident Josep Maria Bartomeu als Strippenzieher abseits des Platzes. Die bwin Redaktion wagt einen Blick in die Post-Messi-Ära:

ter Stegen – Sergi Roberto, Umtiti, de Ligt, Miranda – de Jong – Arthur, Alená – Coutinho, Malcom, Dembelé

Niemand weiß, ob Barca auch das Tauziehen um Ajax-Kapitän Matthijs de Ligt gewinnen wird. Daher lassen wir uns auch nicht auf jeden einzelnen Namen festnageln, aber mit einer ähnlichen Startelf könnte der FC Barcelona in der Saison 2021/2022 (alle La Liga-Wetten) antreten. Der heute 27-jährige Sergi Roberto wäre dann der erfahrenste Spieler im Team – zusammen mit DFB-Nationalkeeper Marc-André ter Stegen sowie Coutinho. Und Messi? Sitzt vielleicht in der Ehrenloge des Camp Nou.

Eigengewächs Sergi Roberto als Kapitän?

Klar ist: Neben dem argentinischen Zauberfloh dürften dann auch sein Sturmpartner Luis Suárez (32) sowie Säulen wie Piqué (32) nicht mehr auf dem Patz stehen. „Wir müssen den Klub auf diese Zukunft vorbereiten“, erklärt Bartomeu und will seinem Nachfolger an der Spitze des Klubs ein bestelltes Feld übergeben. So mancher Fan mag die Hände vor diesem Moment und der Frage verschließen, wie und mit wem der Klub den Unersetzlichen ersetzen will.

Mit der Rückkehr des nach Paris abgewanderten Kronprinzen Neymar? Nicht wenige Anhänger würden auf die Barrikaden gehen! Mit dem im Vergleich zu Neymar noch 7 Jahre jüngeren PSG-Shootingstar Kylian Mbappé? Unabhängig von seiner Klasse wäre es – gemessen an der Entwicklung und der weiter steigenden Inflation auf dem Transfermarkt – die mit Abstand teuerste Lösung!

Dank de Jong: Das Herzstück liegt (wieder) im Mittelfeld

Großer Mosaikstein in der Post Messi-Ära: Frenkie de Jong!

Sieht man sich die Top-Transfers der letzten Jahre (Arthur, Dembelé, de Jong) an, verfolgt der 25-malige Meister eine andere Strategie. Man könnte auch sagen: Eine Art Rückschritt in eine Epoche, in der Lionel Messi zwar schon Teil des Barca-Teams war, aber sich die Katalanen nicht gänzlich auf seine genialen Momente verlassen mussten. Ja, mit Anfang 20 schoss der Argentinier die Katalanen in der Saison 2008/09 (9 Tore) ins Champions League-Finale und netzte dann zum 2:0 im Endspiel gegen Manchester United.

Das Herzstück für den Triumph im ersten Guardiola-Jahr lag im Mittelfeld, wo Xavi auch zum „Man of the Match“ gekürt wurde. Um das Trio aus Xavi/Iniesta/Busquets neu zu erfinden, hat der FC Barcelona für den Sommer den 75 Mio. €-Deal mit Frenkie de Jong (Ajax Amsterdam) eingefädelt. Ihm zur Seite stehen der bereits mit Xavi verglichene Brasilianer Arthur sowie die Eigengewächse Riqui Puig und Carles Aleñà. Letzterer feierte im Dezember seine Liga-Torpremiere. Aus dem aktuellen La Masia-Jahrgang gilt zudem Abel Ruiz als größtes Talente, das statt Malcom im Sturm auflaufen könnte.

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