KSC in der Bundesliga - das hätte was

KSC in der Bundesliga – das hätte was

Das Karlsruher SC klopft an die Tür zur 1. Bundesliga. Nach dem Abstieg in die 3. Liga 2012 ist der KSC auf dem besten Weg zurück ins Fußball Oberhaus. Als Gründungsmitglied der Bundesliga gehört der Verein mit samt seinem Umfeld in die Beletage des deutschen Fußballs.

Das Wildparkstadion in Karlsruhe hat in seiner 60-jährigen Geschichte schon eine Menge erlebt. Wer erinnert sich nicht an die großen Europapokal-Nächte des KSC Mitte der 90er? An das 7:1 im Rückspiel des UEFA-Cups gegen das spanische Spitzenteam FC Valencia? Oder an die Duelle mit dem FC Bayern, die nicht selten wie begossene Pudel die Heimreise nach München antreten mussten? Momentan heißen die Gegner aber FSV Frankfurt und SV Sandhausen und nicht Bayern München oder FC Valencia. Aber der Verein spielt eine starke Serie in der 2. Bundesliga und kämpft um den Aufstieg in die Bundesliga. Hier vier Gründe, warum wir den KSC wieder in der 1. Liga sehen möchten:

• Die Fans
Karlsruhe ist in der Region Baden der größte und bekannteste Sportverein. Auch aufgrund seiner langen Tradition (gegründet 1864) ist der Verein stark in der Region verwurzelt und erfährt großen Zuspruch bei den Fans. Zwar liegt der Zuschauerschnitt in der aktuellen Saison „nur“ bei 14.200 Zuschauern, allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass bei Erstligafußball der Wildpark eine hohe Auslastung hat. Des Weiteren sorgen die KSC-Fans auch auswärts für Stimmung und begleiten ihren Verein zahlenmäßig gut vertreten auf fremdes Terrain. Leere Auswärtsblöcke sind bei Auswärtsspielen des KSC in der 1. Bundesliga ein Novum.

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Die Fans stehen immer hinter ihrem KSC, besonders im heimischen Wildpark-Stadion.

• Die Tradition
Für Fußballromantiker gehört der Karlsruher SC definitiv in die 1. Liga. Der Verein ist einer der Ältesten des Landes und gehört zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga 1962. In der über 150-jährigen Geschichte des Vereins wurde so einiges erlebt. Die Spanne reicht von Aufstiegen und Abstiegen über Pokalsiege bis hin zur drohenden Insolvenz.

• Das Wildparkstadion
Wie im Vorspann beschrieben kann dieses Stadion auf eine Menge Schlachten zurückblicken. Eröffnet 1955 besitzt der Wildpark den Charme und das Flair der 80er und 90er Jahre, als Fußballstadien noch keine Multifunktionsarenen waren. Zu einer Zeit, als der Fußball kein Event war, sondern reiner Sport, gehörte das Stadion nach seiner Renovierung 1993 zu einem modernen Bundesliga-Stadion. Der Gästeblock ist nicht überdacht und trotzdem bei Bundesligaspielen rappelvoll – egal, ob es regnet oder schneit. Heute würde das Wildparkstadion eine schöne Abwechslung zu den modernen Wellblech-Arenen á la Mainz, Paderborn oder Gladbach bieten.

• Die Rivalität
Dortmund gegen Schalke, Bremen gegen Hamburg, Gladbach gegen Köln oder Bayern gegen 1860 München. Es gibt doch im Fußball nicht schöneres als das Aufeinandertreffen zweier rivalisierender Vereine. In diesen Spielen ist Feuer drin, die Luft brennt und bereits Wochen vorher herrschtVorfreude auf das Duell. Beim KSC heißt der Erzrivale VfB Stuttgart. Baden gegen Schwaben – ein Spiel, in dem es um mehr geht als nur um drei Punkte. Ein Spiel, dass jeder Fan gerne in der 1. Liga sehen möchte. Doch wenn es blöd läuft, ist vielleicht auf im Falle eines KSC-Aufstiegs diese Partie nicht gesichert, da der VfB Stuttgart bekanntlich eine Liga höher um den Klassenerhalt kämpft.

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