Kroatien: Das jähe Ende eines Sommermärchens

Kroatien: Das jähe Ende eines Sommermärchens

Schnörkellos und mit Riesen-Nehmer-Qualitäten – so begeisterten „Die Feurigen“ aus Kroatien bei der WM. Der Durchmarsch bis ins Finale gefiel Millionen von Fußballfans. Der Zauber um Luka Modric und Co. hielt gerade mal 8 Wochen. Kein anderes Team erlebte zum Start in die neu gegründete UEFA Nations League ein derartiges Debakel wie der Vize-Weltmeister. Das 0:6 in Spanien, eine historische Pleite.

Den ersten Ärger für Kroatien gab es lange vor dem Ausflug nach Elche in Gruppe A 4 der neuen UEFA Nations League. Die Wahl des kroatischen Superstars Luka Modric (32) zu Europas Fußballer des Jahres Ende August kritisierte Jorge Mendes (52), Berater von Modrics ehemaligem Real-Teamkollegen Cristiano Ronaldo, in ungewohnter Schärfe.

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„Diese Entscheidung ist einfach lächerlich“, giftete der Portugiese, „Cristiano hat in der Champions League 15 Tore geschossen und Real wieder zum Titel geführt.“ Wertschätzung für den beeindruckenden Lauf ins WM-Finale von Moskau (2:4 gegen Frankreich) und für den besten Spieler der Weltmeisterschaft geht anders.

Mit 6 Vize-Weltmeistern zum historischen Debakel

Am Dienstagabend gab es für die Kroaten die nächste Ohrfeige. Dieses Mal auf dem Platz. Mit 6:0 brachte Spanien, schon am Samstag in Wembley gegen England mit einem 2:1 stark in die UEFA Nations League gestartet, den „Feurigen“ die höchste Niederlage ihrer Länderspiel-Geschichte bei. Kroatien, erst seit 1992 FIFA-Mitglied, hatte 2009 mit 1:5 gegen England verloren.

Der Blick auf die Aufstellung beim Spanien-Debakel zeigt: Kroatien-Coach Zlatko Dalic hatte noch 6 Vize-Weltmeister aus Paris in der Startelf. Dazu gehörten neben Modric auch der Ex-Dortmunder Ivan Perisic und Abwehr-Kante Domagoj Vida.

Spaniens Presse verspottet den Vize-Weltmeister

Nach dem Rücktritt vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Mario Mandzukic und dem verletzungsbedingten Ausfall des in Liverpool tätigen Abwehrspielers Dejan Lovren wohl zu wenig Qualität. „Spanien verprügelte Kroatien mit direktem und schwindelerregendem Fußball“, schrieb die spanische Zeitung SPORT, „der Vizeweltmeister erlebte einen beschämenden Abend – und hätte sogar noch höher verlieren können.“ El Mundo sah bereits voraus: „Ohne ihre Regisseure in Bestform werden es die Kroaten gegen jeden Gegner schwer haben.“ Mittelfeld-Motor Ivan Rakitic vom FC Barcelona stand beim 1:1-Freundschaftsspiel in Portugal nicht im Kader. Der Ex-Schalker konnte aber ebenso wenig wie Modric Akzente setzen. Was bleibt nach dem „historischen Schützenfest gegen den Vize-Weltmeister“ (La Vanguardia)? Eine ernüchternde Erkenntnis: Kroatien ist nach dem Rausch von Russland wieder im harten Fußball-Alltag angekommen.

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Mandzukic, Torjubel
Mario Mandzukic (r.) schoss Kroatien gegen England ins WM-Finale – und trat im Sommer aus dem Nationalteam zurück.
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