Konoplyanka, Korkut & Co.: Die Flops der Bundesliga-Saison

Konoplyanka, Korkut & Co.: Die Flops der Bundesliga-Saison

Die Saison 2016/17 ist Geschichte. Nachdem wir bereits auf die Newcomer und Lacher der abgelaufenen Spielzeit zurückgeblickt haben, geht es diesmal um die Bundesliga-Flops des Jahres. Keine große Überraschung: Bei den 4 größten Enttäuschungen sind auch der VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen vertreten. Schalke 04 ist sogar 2 Mal dabei.

Yevhen Konoplyanka

Wie gewohnt, herrschte zu Saisonbeginn große Euphorie beim FC Schalke 04. Mit Nabil Bentaleb (Tottenham Hotspur) und Yevhen Konoplyanka (FC Sevilla) wurden unter anderem 2 Spieler von internationalem Format ausgeliehen, von denen man sich viel erhoffte. Während sich Bentaleb schnell zum Leistungsträger entwickelte, konnte Konoplyanka nur selten überzeugen.

Seine magere Statistik in der Bundesliga: 17 Bundesligaspiele, ein Tor und eine Vorlage. In der Europa League gelangen ihm immerhin in 8 Partien 2 Tore und eine Vorbereitung. Im DFB-Pokal zeigte Konoplyanka noch seine besten Leistungen. In 2 Spielen stehen 3 Treffer zu Buche.

Dennoch lieferte der ukrainische Nationalspieler kaum Gründe dafür, ihn fest zu verpflichten. Schalke entschied sich jedoch dafür, sowohl Bentaleb als auch Konoplyanka zur kommenden Saison mit einem Vertrag auszustatten. Aber bereits jetzt steht fest, dass S04 den Außenbahnspieler direkt wieder verkaufen möchte. Ob die Königsblauen die ausgegebenen € 12,5 Mio. für Konoplyanka auch wieder hereinbekommen, ist fraglich.

Tayfun Korkut

Als Bayer 04 Leverkusen im März bekanntgab, dass Tayfun Korkut bis Saisonende die Nachfolge des entlassenen Cheftrainers Roger Schmidt antreten würde, erschien diese Entscheidung extrem fragwürdig. Der 43-jährige Fußball-Lehrer Korkut hatte bisher bei keinem Verein Erfolg. Weder bei Hannover 96 (48 Spiele, Punkteschnitt: 1,17) noch beim 1. FC Kaiserslautern (18 Partien, Punkteschnitt: 1,06) konnte er nachhaltig überzeugen.

Dennoch bekam er die Möglichkeit, einen Champions League-Teilnehmer zu trainieren. Diese Chance konnte Korkut aber nicht nutzen. Im Gegenteil: Seine bisherige Zeit als Cheftrainer erreichte in Leverkusen ihren Tiefpunkt. In 12 Spielen gewann Bayer unter Korkut nur 2 Spiele. Mit einem Punkteschnitt von 1,0 rutschten die Rheinländer von Platz 10 auf Rang 12 ab und mussten bis zum vorletzten Spieltag um den Klassenverbleib zittern.

Auch, wenn es nur eine Vermutung ist: So schnell wird Tayfun Korkut keinen Bundesligisten mehr trainieren dürfen!

Yunus Malli

Als Weltmeister Julian Draxler den VfL Wolfsburg Anfang 2017 in Richtung Paris Saint-Germain verließ, hatten die Wölfe genügend finanzielle Mittel, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Die Wahl fiel auf Yunus Malli, der für 12,5 Millionen Euro vom FSV Mainz 05 in die Autostadt wechselte. Der türkische Nationalspieler tat sich damit aber keinen Gefallen.

Obwohl Malli in fast jedem Spiel zum Einsatz kam, erzielte er in 16 Spielen für Wolfsburg gerade einmal ein Tor und bereitete einen Treffer vor. Zum Vergleich: Für Mainz waren es in der Hinserie 6 Tore und 6 Vorbereitungen. Womöglich hätte bloß ein starkes Spiel im VfL-Trikot gereicht, um Wolfsburg vor der anstehenden Relegation gegen Eintracht Braunschweig zu bewahren.

Johannes Geis

Wie Konoplyanka zählt auch sein Schalker Mitspieler Johannes Geis zu den Bundesliga-Flops. Als der 23-jährige Mittelfeldspieler im Sommer 2015 nach Gelsenkirchen gewechselt war, standen ihm noch alle Türen offen. Geis hatte freie Auswahl, hätte auch zum BVB wechseln können. Er entschied sich aber für einen Wechsel zum ärgsten Dortmunder Konkurrenten.

Nachdem Geis in der ersten Saison mit 2 Toren und 5 Vorlagen seine Qualitäten ein paar Mal hat aufblitzen lassen, blieb er in der Spielzeit 2016/2017 komplett blass. Bei 18 Einsätzen in der Bundesliga und 5 Partien in der Europa League gelang dem ehemaligen Junioren-Nationalspieler nicht eine Torbeteiligung. Passend zu seiner Saison: Am 33. Spieltag gegen den Hamburger SV (1:1) bereitete Geis kurz vor Spielende mit einer Ecke ein Kopfballtor von Sead Kolasinac vor. Weil der Ball aber angeblich im Aus gewesen sei, wurde das Tor zurückgepfiffen.

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