KFC Uerdingen: Wer setzt sich nun auf den Schleudersitz?

KFC Uerdingen: Wer setzt sich nun auf den Schleudersitz?

Neues Kapitel in der unendlichen Geschichte „Der KFC Uerdingen und seine Trainer“ – mit Heiko Vogel musste am Mittwochmorgen bereits der 2. Cheftrainer in diesem Jahr (!) seine Sachen packen. Es kehrt beim KFC Uerdingen also keine Ruhe ein. Doch wirft man einen Blick auf die Statistik waren die Rauswürfe begründet. Im Jahr 2019 ist die Bilanz der Krefelder desaströs.

Mit Kevin Großkreutz, Dominic Maroh, Assani Lukimya, Jan Kirchhoff, Adam Matuschyk, Dennis Daube, Adriano Grimaldi, Christian Dorda und Patrick Pflücke verfügen gleich 9 Spieler im Kader des KFC Uerdingen über Erfahrung in der Bundesliga. Dementsprechend hoch gehandelt waren die Krefelder vor der Saison bei allen Drittliga-Experten und unseren Buchmachern. Doch die Realität nach 9 Spieltagen sieht anders aus. Statt Aufstiegskampf erwartet die KFC-Fans in dieser Saison das Zittern um den Klassenerhalt. 9 Punkte bedeuten derzeit Platz 17.

Keiner kassierte 2019 mehr Niederlagen

Diese miese Bilanz wurde Trainer Heiko Vogel, der in der Vergangenheit mit dem FC Basel schon Schweizer Meister wurde, jetzt zum Verhängnis. Der Schweizer wurde von seinen Aufgaben entbunden, weil er es nicht schaffte, das Potenzial, das in der Mannschaft steckt, abzurufen. Gerade in der Offensive blieben die Mannen von der Grotenburg bislang vieles schuldig. Gerade einmal 10 Tore gelangen bei 9 Auftritten. Schlechter ist nur Schlusslicht Jena.

Wie schlecht es bereits seit Monaten läuft, macht die Jahrestabelle der 3. Liga deutlich. Von 27 Partien gewann der KFC gerade einmal 4. Dem stehen 15 Niederlagen gegenüber. Das ist Ligarekord! Ebenso grausam ist die Defensiv-Statistik. 55 Gegentore seit Januar sind ebenfalls Ligaspitze.

„Wenn nötig, hole ich 18 Trainer“

Jetzt kann bzw. muss man sogar den Spielern die Schuld in die Schuhe schieben. Doch auch in der Vereinsleitung scheint nicht alles optimal zu laufen. Schließlich ist Heiko Vogel der 5. gefeuerte Trainer in den letzten knapp 2 Jahren. „Wenn es nötig ist und uns an unser Ziel bringt, hole ich 18 Trainer“, sagte KFC-Präsident und -Mäzen Mikhail Ponomarev einst. Kein Wunder, dass der Trainerstuhl in Uerdingen zu einem echten Schleudersitz geworden ist.

Wer der neue Zampano an der Linie der Krefelder werden soll, steht noch nicht fest. Vorerst übernehmen die Co-Trainer Frank Heinemann und Stefan Reisinger das Training des Drittligisten. „Über die Nachfolge ist noch nicht entschieden worden. Bei der Suche herrscht diesmal kein Zeitdruck, weil Co-Trainer Frank Heinemann über die notwendige Lizenz verfügt. Co-Trainer Stefan Reisinger wird als Interimstrainer fungieren und am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim SV Meppen das Sagen haben“, zitiert die Rheinische Post einen Angestellten des Vereins. Es bleibt weiterhin spannend in Uerdingen.

Ist entsetzt über die Leistungen „seines“ KFC – Mäzen Mikhail Ponomarev (l.)
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