Kaiserslautern: Michael Frontzeck bekommt tatsächlich noch eine Chance

Kaiserslautern: Michael Frontzeck bekommt tatsächlich noch eine Chance

Wer hätte gedacht, dass Michael Frontzeck irgendwann noch einmal einen Job als Trainer im Profigeschäft bekommt? Genau wie Bundesligist VfB Stuttgart mit Tayfun Korkut verpflichtete der akut vom Abstieg bedrohte Zweitligist 1. FC Kaiserslautern einen Trainer, der bisher bei keinem seiner Klubs Erfolg hatte. Der 53-jährige Frontzeck tritt beim FCK die Nachfolge von Jeff Strasser an, der von Ärzten eine Pause verordnet bekommen hat.

Strasser war während des Spiels gegen Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er in der Halbzeit über Übelkeit sowie Schwindelgefühle geklagt hatte und medizinisch behandelt werden musste. Zunächst wurde vermutet, dass es eine Herz-Attacke war. Schon nach ersten Untersuchungen im Krankenhaus wurde ein Herzinfarkt allerdings ausgeschlossen. Strasser wird dennoch aus gesundheitlichen Gründen vorerst keinen Trainerjob mehr ausüben.

Hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Jeff Strasser.

Frontzeck bleibt auch bei Abstieg

Die Trainersuche des FCK dauerte dann nur wenige Tage. Mit Frontzeck einigten sich die Roten Teufel auf einen Vertrag bis Juni 2019, der sowohl für die 2. Bundesliga als auch für die 3. Liga Gültigkeit besitzt. Das heißt: Der Verbleib des Fußball-Lehrers aus Mönchengladbach über die Saison hinaus ist nicht abhängig vom Klassenverbleib. Der Ligaerhalt des FCK käme aber auch einer Sensation gleich. Kaiserslautern ist mit 12 Punkten abgeschlagenes Schlusslicht, Relegationsplatz 16 ist bereits 10 Zähler entfernt.

Punkteschnitt von 1,09

Deshalb muss man auch sagen, dass es für jeden Trainer dieser Welt schwer wäre, in einer solch prekären sportlichen Situation für eine Kehrtwende zu sorgen. Aber warum Kaiserslautern ausgerechnet Michael Frontzeck unter Vertrag nahm, ist für viele Fans unerklärlich. Und auch wir fragen uns, was sich der FCK dabei gedacht hat.

Der durchschnittliche Punkteschnitt von allen seiner bisherigen 5 Stationen als Cheftrainer ist rund 1,09. Noch heute ist Frontzeck der schlechteste Bundesliga-Trainer aller Zeiten, wenn man nach dem Punkteschnitt geht. Was fehlte, war meist ein klares Konzept. Eine Handschrift von Frontzeck war fast nie zu erkennen. Es hat also gute Gründe, wieso der gebürtige Gladbacher seit seinem Rücktritt bei Hannover 96 (April 2015 bis Dezember 2015) keinen Verein mehr hatte.

Die letzte Chance?

Aber auch, wenn Frontzeck nicht viel Zuspruch erhält und bisher noch nie als Trainer überzeugen konnte: Dass er sich der schwierigen Aufgabe beim FCK stellt, erfordert Respekt. Der sportliche Niedergang des 4-maligen Deutschen Meisters in die 3. Liga ist kaum noch aufzuhalten. Vielleicht passt die Kombination zwischen einem vor dem Abgrund stehenden Traditionsverein und einem bundesliga-erfahrenen Coach, der sich unbedingt beweisen muss, sogar ganz gut.

Für beide Seiten könnte es ein Neuanfang in eine erfolgreichere Zukunft sein. Aber eines ist wohl auch klar: Versagt Michael Frontzeck auch in Kaiserslautern, ist seine Karriere als Profi-Trainer wahrscheinlich endgültig vorbei. Sein Debüt gibt er am Sonntag (ab 13:30 Uhr) in der Partie bei Eintracht Braunschweig. Frontzeck startet mit einem Sieg, Quote 4.75!

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