Rückkehrer Justin Eilers: Abrechnung mit Ex-Verein aus Griechenland

Rückkehrer Justin Eilers: Abrechnung mit Ex-Verein aus Griechenland

Justin Eilers hat schwierige Jahre hinter sich. Der Neuzugang bei den Sportfreunden Lotte aus der 3. Liga und frühere Top-Torjäger von Dynamo Dresden, der den sächsischen Traditionsverein in der Saison 2015/16 mit 23 Treffern zur Drittliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga schoss, war zuletzt lange von der Bildfläche verschwunden. Zunächst kam er beim Bundesligisten Werder Bremen wegen vieler schwerwiegender Verletzungen nicht zum Zug. Das letzte halbe Jahr stand Eilers dann in Griechenlands 1. Liga bei Schlusslicht Apollon Smyrnis unter Vertrag. Die Zeit dort beschreibt der 30-jährige Angreifer als „schwierigste Zeit in meiner bisherigen Karriere.“

„In diesem Verein herrscht pures Chaos. Ein so unprofessionelles Verhalten habe ich wirklich noch nie erlebt“, rechnet Eilers mit seinem Ex-Verein ab. Dass dort Chaos herrscht, konnte man schon im letzten Sommer erahnen, als Ex-Bundesligaprofi Valerien Ismael nach nur wenigen Wochen Amtszeit als Trainer schon wieder freigestellt wurde. Ismaels Statement bei Twitter war daraufhin: „Meine Zusammenarbeit mit Apollon Smyrnis endet. Der Präsident drohte mir und versuchte, die Startelf sowie die Auswechslungen während des Spieltags zu beeinflussen. Es ist unmöglich für mich, unter diesen Bedingungen zu arbeiten.“

War nur kurz Trainer in Griechenland: Der frühere Wolfsburg-Coach Valerien Ismael.

Einzeltraining und kein Geld

Mit der Freistellung von Ismael nach dem 1. Spieltag begann für Eilers eine Zeit zum Vergessen. „Die Spieler, die Ismael geholt hatte, hatten von nun an keine Chance mehr“, erzählt der Stürmer: „Bei den meisten dieser Spieler wurde der Vertrag auf Anhieb vorzeitig aufgelöst. Ich dagegen blieb und durfte dann monatelang nicht mit der Mannschaft trainieren.“ Stattdessen absolvierte Eilers auf Anweisung separate Einheiten – entweder früh morgens oder nach dem Mannschaftstraining.

Aber das war noch nicht alles. Eilers sah auch kein Geld mehr und wurde bei einer Hüftverletzung nicht optimal medizinisch betreut. „Das alles war reine Schikane, um auch mich dazu zu bewegen, meinen Vertrag aufzulösen und den Verein zu verlassen“, so Eilers. Um sein Geld machte sich der gebürtige Braunschweiger zwar nie Sorgen, weil er einen Profivertrag unterschrieben hat und ihm das Geld laut FIFA-Regularien zusteht. Dennoch knickte Eilers nun im Winter ein und löste seinen Vertrag auf. Seine Erklärung:

„Aus finanzieller Sicht hätte ich natürlich bleiben können, ich hatte einen lukrativen Vertrag. Mental war ich aber am Ende. Ich habe es dort nicht mehr ausgehalten, wollte endlich wieder aktiv sein und Fußball spielen. Das war in Griechenland nicht mehr möglich. Also habe ich mich dazu entschieden, nachzugeben, dem Verein den Wunsch der Vertragsauflösung zu erfüllen und auf viel Geld zu verzichten.“

Neuanfang in der 3. Liga

Jetzt ist Eilers zurück in der Liga, in der er früher für Dynamo Dresden für Furore sorgte. Bei den Sportfreunden Lotte startet er einen Neuanfang in der 3. Liga „Ich will nach fast zweieinhalb Jahren Abstinenz, in denen ich viel mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, wieder Fuß fassen und zurück in die Spur kommen“, so Eilers: „Ich möchte die Freude am Fußball zurückgewinnen, wieder Spaß haben.“

Neben Lotte waren laut Eilers auch andere Vereine aus dem In- und Ausland an ihm interessiert. Er entschied sich aber für den kleinen Verein aus dem westfälischen Tecklenburger Land. „Lotte war die beste Wahl in meiner jetzigen Situation“, sagt der ehemalige Drittliga-Torschützenkönig: „Der Verein gibt mir die Zeit, die ich brauche, um nach einem schlimmen halben Jahr den körperlichen und konditionellen Rückstand aufzuholen. Ich kann der Mannschaft zwar nicht sofort helfen. Aber sobald ich wieder fit bin, kann ich dem Team im Rennen um den Klassenverbleib eine große Hilfe sein.“

Zurück ins Rampenlicht spielen

Bereits beim jüngsten 0:0 der Sportfreunde beim Halleschen FC gab Eilers seinen Einstand, er wurde kurz vor Schluss eingewechselt. Am Samstag könnten die nächsten Einsatzminuten dazu kommen, dann hat Lotte um 14 Uhr den Aufstiegsaspiranten Karlsruher zu Gast. Sorgt Lotte für eine Überraschung? Die Gastgeber gewinnen gegen den KSC, Quote 3.20! (alle Wetten zur 3. Liga)

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Zunächst einmal ist zwischen Lotte und Eilers übrigens eine Zusammenarbeit bis Saisonende geplant. Wo der Weg des Knipsers danach hinführt, ist ungewiss. Eilers: „Das wird man sehen. Es geht für mich in den kommenden Monaten erst einmal darum, zu beweisen, dass ich es immer noch drauf habe. Ich möchte die letzten Jahre hinter mir lassen und mich zurück ins Rampenlicht spielen.“

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