Final-Trauma: Pech, Torwart-Patzer und Benachteiligungen in den Klopp-Endspielen

Final-Trauma: Pech, Torwart-Patzer und Benachteiligungen in den Klopp-Endspielen

Der Fußball-Gott meint es nicht gut mit Jürgen Klopp. Trotz der besten Saison der Vereinsgeschichte muss sich der FC Liverpool mit der Vizemeisterschaft zufriedengeben. Wieder kein Titel für „Kloppo“ und die Reds. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf das Finale der Champions League. Aber: Der deutsche Coach hat die vergangenen 6 Endspiele in Serie verloren. Dabei spielte stets das Pech eine große und entscheidende Rolle.

2012 gewann Jürgen Klopp mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal. Im Finale wurde der ruhmreiche FC Bayern mit 5:2 aus dem Berliner Olympiastadion geschossen. Bis heute ist das Klopps letzter Titel, obwohl er im Anschluss mit dem BVB (3) und dem FC Liverpool (3) noch in 6 weiteren Endspielen stand. Doch am Ende immer das gleiche Bild: Aufgrund von viel Pech, Unvermögen seiner Spieler und einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen stand der beliebte Übungsleiter immer mit leeren Händen da.

Champions League Finale 2013 (Bayern München – BVB 2:1)

Sensationell führte Klopp die Schwarz-Gelben ins Endspiel der Königsklasse. Im Londoner Wembley entschied Arjen Robben mit seinem Tor zum 2:1 in der 89. Minute das bisher einzige deutsche Finale in der Königsklasse. Wie aber wäre die Partie verlaufen, wenn FCB-Abwehrspieler Dante in der 67. Minute nach dem Elfmeter-Foul an Marco Reus berechtigterweise die Gelb-Rote Karte bekommen hätte? Schon in der ersten Halbzeit hätte Schiedsrichter Nicola Rizzoli Bayern-Star Franck Ribéry nach einer Tätlichkeit an Robert Lewandowski des Platzes verweisen müssen. Der Pole wiederrum hätte nach einem Tritt gegen Jerome Boateng auch Rot sehen müssen. Die Entscheidungen des Italieners beeinflussten das Endspiel – auch zuungunsten von Klopp.

Nach Einsicht der Videobilder wurde sehr deutlich, dass Dante den Ball klar hinter der Linie aus dem Tor beförderte.

DFB-Pokal-Finale 2014 (BVB – Bayern München 0:2 n. V.)

Wieder duellierte sich der BVB mit dem Rivalen aus dem Süden in einem Endspiel, wieder profitierte der FCB vom Schiedsrichter. Mats Hummels, damals noch im Trikot der Borussia, erzielte in der 64. Minute einen regulären Treffer, dem Schiedsrichter Florian Meyer die Anerkennung verweigerte. Dante schlug den Kopfball des BVB-Verteidigers deutlich sichtbar hinter der Linie aus dem Tor. Statt einer berechtigtern Führung für Dortmund ging es im Anschluss in die Verlängerung, in der Arjen Robben und Thomas Müller letztendlich die Partie entschieden.

DFB-Pokal-Finale 2015 (VfL Wolfsburg – BVB 3:1)

In seinem letzten Pflichtspiel für Borussia Dortmund war Klopp dem Pokal zum Greifen nah. Dieses Mal scheiterte der Trainer allerdings am Unvermögen der eigenen Mannschaft. Nach der frühen Führung durch Pierre-Emerick Aubameyng (5. Minute) verpasste Marco Reus im Anschluss die Vorentscheidung zum 2:0, als ihm frei vor dem Wolfsburger-Tor die Nerven versagten. Auf der Gegenseite ließ BVB-Keeper Mitch Langerak einen Weitschuss von Luiz Gustavo durch die Finger flutschen und ermöglichte den Wölfen den Ausgleich. Ein Doppelpack vor der Pause durch De Bruyne und Dost machten die nächste Final-Pleite für Klopp perfekt.

EFL-Finale 2016 (FC Liverpool – Manchester City 1:3 n. E.)

Auch sein 2. Endspiel im legendären Wembley-Stadium verlor Jürgen Klopp – erneut auf dramatische Art und Weise. In der regulären Spielzeit patzte LFC-Keeper Simon Mignolet schwer und ermöglichte Fernandinho die Führung. Emre Can rettete Liverpool zwar in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen, dort versagten allerdings 3 Reds-Spielern die Nerven. Lucas Leiva, Philippe Coutinho und Adam Lallana scheierten an City-Keeper Willy Caballero.

Europa League-Finale 2016 (FC Sevilla – FC Liverpool 3:1)

Diese Partie nahm einen ähnlichen Verlauf wie das DFB-Pokal-Finale 2015. Wieder ging die Klopp-Mannschaft in Führung, wieder verpasste sein Team im Anschluss den Treffer zum 2:0. Der FC Liverpool war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, erzielte allerdings zu wenig Tore. Zudem wurden den Reds 2 klare Handelfmeter verweigert. Direkt nach der Pause erfolgte die kalte Dusche, als Kevin Gameiro nach 16 Sekunden den Ausgleich markierte. Davon erholten sich die geschockten Engländer nicht mehr und kassierten im Anschluss durch 2 Treffer von Koke den Knockout.

Champions League-Finale 2018 (Real Madrid – FC Liverpool 3:1)

Dieses Mal kostete Torwart Loris Karius dem deutschen Trainer den Titel. Der ehemalige Keeper von Mainz 05 ermöglichte mit 2 katastrophalen Fehlern den Königlichen die Tore zum 1:0 und 3:1. Dazwischen nährte Sadio Mané mit dem Ausgleich die Liverpool-Hoffnungen, die Gareth Bale allerdings mit einem Traumtor per Fallrückzieher wieder zunichtemachte. Dass LFC-Star Mohamed Salah nach einer halben Stunde nach einem Foul von Sergio Ramos verletzt ausgewechselt werden musste und damit einen Bruch im Liverpool-Spiel erzeugte, passt in die vom Pech verfolgte Final-Geschichte von Jürgen Klopp.

Spuckt das Schicksal dem deutschen Übungsleiter im Duell mit den Tottenham Hotspur abermals in die Suppe? Eine erneute Final-Niederlage wäre für Klopp der Genickbruch – egal wie sie zustande käme …

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