Italiens Nationaltrainer-Suche: Niemand will den „Italian Job“

Italiens Nationaltrainer-Suche: Niemand will den „Italian Job“

Italiens Squadra Azzurra steht nach der verpassten WM ohne Trainer da. Die Suche nach einem Nachfolger für Gian Piero Ventura ist mit der Ernennung von Interimscoach Luigi di Biagio noch nicht zu Ende. Es gibt nur einen Wunschkandidaten.

Alessandro Costacurta (51) hat keinen leichten Job. Der italienische Vize-Weltmeister von 1994 zieht derzeit durch die Fußball-Metropolen. Er sucht im Auftrag des italienischen Fußballverbandes einen neuen Nationaltrainer.

Sein ehemaliger Teamkollege Luigi di Biagio (46) hat die Squadra Azzurra nach dem historischen Debakel in der WM-Qualifikation 2017 und der ersten verpassten Endrunde seit 1958 nur interimsmäßig übernommen. Der etatmäßige U21-Nationalcoach des 5-fachen Weltmeisters hat bereits vor seiner Ernennung im Februar 2018 erklärt, dass er für den notwendigen Neuaufbau des Teams nicht zur Verfügung steht.

Italiens Nationaltrainer: Viele große Namen, wenig Konstanz

Der Kreis der potenziellen Kandidaten ist eng. In der Vergangenheit hatten mit Marcello Lippi, Cesare Maldini, Arrigo Sacchi, Giovanni Trapattoni oder Dino Zoff zahlreiche Promis den heißesten Trainerposten Italiens. Die Misserfolge der letzten Jahre haben potenzielle Bewerber jedoch zurückscheuen lassen. Zuletzt hatte der zuvor als Vereinscoach völlig unbedeutende Trainer-Veteran Gian Piero Ventura (70) die volle Wucht der italienischen Enttäuschung abbekommen. Nach dem WM-Aus reichte Ventura erwartungsgemäß seinen Rücktritt ein.

Kann Conte nochmal Italien?

Die Misere könnte einen Ehemaligen wieder ins Amt hieven. Antonio Conte (48) vom FC Chelsea gilt unter vorgehaltener Hand als Wunschkandidat. „Meiner Meinung nach könnte es Conte am besten“, erklärte Costacurta in dieser Woche, „ich werde noch in den nächsten Monaten mit ihm sprechen.“ Conte hatte Italien bereits zwischen 2014 und 2016 trainiert. Nach der ersten Turnier-Niederlage gegen Deutschland bei einer WM oder EM trat er nach dem Viertelfinale der EURO 2016 zurück. (Wetten zur EURO 2020)

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Für Costacurta ist klar: „Conte hat schon bewiesen, dass er als Nationaltrainer arbeiten kann, die anderen haben das nicht.“

Ancelotti winkt ab: „Andere Absichten“

„Die Anderen“ sind die Kandidaten, die bei einer Conte-Absage automatisch 2. Wahl wären. Dazu gehört der frühere Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Der 58-Jährige nimmt sich derzeit eine Job-Auszeit. Der Offerte des Nationalverbandes steht Ancelotti skeptisch gegenüber. „Im Moment hat er andere Ziele und Absichten“, erklärte sein Berater Giovanni Branchini nach Italiens Scheitern in der WM-Quali.

Ebenfalls in der Verlosung: Claudio Ranieri (66) vom FC Nantes. Er schrieb 2016 mit dem Außenseiter Leicester City als englischem Meister Fußballgeschichte. Als Nationalcoach werden ihm in Italien geringe Chancen eingeräumt. Roberto Mancini (53) vom Leipziger EL-Gegner Zenit St. Petersburg kennt die Sorgen des Nationaltrainers von der anderen Seite. Er zoffte sich vor der WM 1994 mit Arrigo Sacchi – und trat zurück.

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Bordeaux, 2. Juli 2016: Antonio Conte (m.) schwört Italiens Nationalteam auf die Verlängerung im EM-Viertelfinale gegen Deutschland ein.
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