Inter und Florenz: Mit italienischen Tugenden zum Erfolg

Inter und Florenz: Mit italienischen Tugenden zum Erfolg

Das Duell um Platz 1 in der Serie A bestreiten am Sonntagabend die 2 Überraschungsteams Inter und Florenz, während die großen Favoriten nach wie vor hinterherhinken.

Eigentlich haben die Experten wieder mit einem Zweikampf zwischen Juventus Turin und dem AS Rom um den Titel in der Serie A gerechnet. Doch die beiden haben den Saisonstart verschlafen. Die Römer sind mit 11 Punkten aus 6 Spielen zumindest halbwegs ordentlich gestartet. Juve blieb bis jetzt weit hinter den Erwartungen zurück. Nur ein Dreier in 6 Partien – der Meister ist ein Schatten seiner selbst. Vor allem die Heimstärke ist wie weggeblasen. In den letzten 2 Jahren eilte die Alte Dame im Juventus Stadium von Sieg zu Sieg. In dieser Saison punkteten immer die Gäste.

Andere nutzen die Gunst der Stunde

Aktueller Spitzenreiter ist Inter Mailand. Die Nerazzurri haben in den vergangenen 3 Jahren 2 Mal den Europapokal verpasst. Jetzt soll unter Roberto Mancini wieder an alte Zeiten (4 sportliche Meistertitel in Folge, Triple 2010) angeknüpft werden. Und Inter ist auf einem guten Weg: Nach 5 Spieltagen halten die Mailänder beim Punktemaximum. Das wurde mit typisch italienischen Tugenden erreicht: Vorne ein Tor erzielen und dann hinten die Null halten. 1:0, 2:1, 1:0, 1:0 und 1:0 lauteten die bisherigen Resultate. Bei den Bookies ist Inter mit Quote 3.60 ein heißer Anwärter auf den Scudetto. Juve liegt hier – trotz des verpatzten Starts – noch vorne (Quote 3.25), die Roma (Quote 3.75) ist bereits hinter die Mancini-Truppe gereiht worden.

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Traf am Mittwoch gegen Bologna: Jakub Blaszczykowski.

Auch die Viola blüht auf

Inter-Gegner Florenz ist ebenfalls auf dem Vormarsch. Nachdem die Fiorentina unter Vicenzo Montella 3 Mal in Folge auf Rang 4 gelandet war, traut sich der Klub aus der Toskana jetzt mehr zu. Und auch hier hat der Erfolg eine italienische Prägung: Defensiv steht Florenz stabil, alle vier Siege gelangen ohne Gegentor. Vorne reicht meistens ein Treffer, um die drei Punkte einzufahren. Mannschaftliche Geschlossenheit ist Trumpf. Jeder kämpft für jeden.

Bekannte Gesichter kamen, bekannte Gesichter gingen

Inter hatte in der Rückrunde der vergangenen Saison (mehr oder weniger) auf Xherdan Shaqiri und Lukas Podolski gebaut. Der Schweizer wechselte im Sommer zu Stoke in die Premier League, Prinz Poldi schloss sich Galatasaray an. Dafür stieß mit Ivan Perisic ein ehemaliger Bundesliga-Kicker zum Kader dazu. In Florenz brach Mario Gomez nach 14 Toren in 47 Spielen seine Zelte ab. Auch für ihn ist die Türkei zur neuen Heimat geworden. Jakub Blaszczykowski kam leihweise aus Dortmund und trat in dieser Woche bereits als Torschütze in Erscheinung. Lässt Kuba heute Abend einen weiteren Treffer folgen, gibt’s Quote 4.00!

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