HSV: Das lange Warten auf Wood

HSV: Das lange Warten auf Wood

Nach der Last-Minute-Rettung am 34. Spieltag bleiben beim HSV viele Fragezeichen. Die Ankündigung der Kontrollgremien, auf € 20 Mio. Soforthilfe von Investor Klaus-Michael Kühne zu verzichten, um den Kader vor allem von der Gehaltsstruktur her zu verschlanken, erwies sich bislang als wenig hilfreich. Im Gegenteil: Leistungsträger wie Torjäger Bobby Wood verweigern nun ein klares Bekenntnis zu den Hanseaten.

Beim 2:0-Erfolg der USA in der WM-Qualifikation gegen Trinidad & Tobago kam HSV-Stürmer Bobby Wood nur 7 Minuten zum Einsatz. Im fernen Colorado hatte der mit 5 Treffern in 28 Bundesliga-Spielen an der Rettung des Hamburger SV beteiligte US-amerikanische Nationalspieler somit genug Zeit, um über seine persönliche Zukunft nachzudenken.

Spielt Wood überhaupt noch einmal für den HSV?

Ob diese wirklich in Hamburg liegt, dahinter steht spätestens seit Ende letzter Woche ein dickes Fragezeichen. Die vom HSV-Aufsichtsrat herausgegebene Order, den Spieleretat von € 56 Mio. auf € 46 Mio. zu reduzieren und die vom mächtigen Investor Klaus-Michael Kühne (80) zugesagte Soforthilfe über € 20 Mio. zunächst ruhen zu lassen, hat das Chaos perfekt gemacht. Denn: Sollte es das Ziel sein, teure Profis wie Lewis Holtby, Pierre-Michel Lasogga oder Johan Djourou von der Payroll zu kriegen, könnte dem HSV der Spieler-Exodus drohen.

Ausstiegsklausel über € 12 Mio.

Von daher verwundert es wenig, dass die eigentlich als sicher eingestufte Vertragsverlängerung von Bobby Wood ins Stocken geraten ist. Bei einer vorzeitigen Verlängerung des Arbeitspapiers bis 2021 würde Wood seine Bezüge von kolportierten € 1,5 Mio. auf € 3 Mio. aufbessern. Das berichtet die Fußball BILD. Der Kontrakt des erst zum 1. Juli 2016 vom 1. FC Union Berlin verpflichteten Stürmers aus Honolulu läuft noch bis zum 30. Juni 2020. Der Haken: Würde Wood den neuen Vertragsentwurf ablehnen, könnte er in diesem Sommer für € 12 Mio. gehen, auch innerhalb der Bundesliga!

Der immer noch im Raum stehende Wechsel würde Bobby Wood unter die teuersten 6 Abgänge der HSV-Vereinsgeschichte führen. Mindestens. Vor dem US-Amerikaner rangieren derzeit (noch) Weltmeister Jerome Boateng, der 2010 für € 12,5 Mio. zu Manchester City wechselte. Dazu kommt Hakan Calhanoglu – mit € 14,5 Mio. Ablöse von Bayer 04 Leverkusen teuerster Liga-interner HSV-Abgang aller Zeiten – sowie die späteren England-Legionäre Khalid Boulahrouz, Rafael van der Vaart und Nigel de Jong. Letzterer spülte den Hanseaten 2008 die klubinterne Rekordsumme von € 18 Mio. in die Kassen.

Das könnte Bobby Wood auch gelingen. Aber nur, wenn er seinen Vertrag verlängert. Dann nämlich greift die Ausstiegsoption frühestens bei einem Angebot von mindestens € 20 Mio.

Bruchhagen wehrt sich: „Kein Stillstand in Sachen Transfers!“

„Er wird nächste Saison definitiv bei uns spielen“, macht HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen im Hamburger Abendblatt in Zweckoptimismus, „es ist klar, dass wir jetzt, exakt 3 Wochen nach dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg noch nicht alle Antworten auf die offenen Fragen liefern können, aber es gibt keinen Stillstand in Sachen Transfers.“

Wood und seine Berater, die u. a. auch Benedikt Höwedes, Marco Reus und Toni Kroos betreuen, könnten das ebenso anders sehen wie die leidgeprüften HSV-Fans.

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Bobby Wood (l.) gelangen in 30 Länderspielen für die USA bislang 8 Tore.
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