HSV: Schlimmste Weihnachtsbilanz in der Bundesliga seit 11 Jahren

HSV: Schlimmste Weihnachtsbilanz in der Bundesliga seit 11 Jahren

Der Hamburger SV überwintert erstmals seit 2006 wieder auf einem direkten Abstiegsplatz. HSV-Trainer Markus Gisdol (48) klang nach dem bitteren Vorrundenausklang in Mönchengladbach (1:3) ratlos. Der Schwabe will mit einer personellen Änderung ein Signal setzen.

Bei solchen Sätzen sollten Trainer in der Bundesliga vorsichtshalber in Deckung gehen. „Es ist weiterhin so, dass wir totales Vertrauen in unser Trainerteam haben“, erklärte HSV-Sportchef Jens Todt am Montag der Zeitung Hamburger Morgenpost, „eine Trainerdiskussion wird bei uns nicht geführt.“ In der Regel – und das wissen die Fans in Hamburg nur allzu gut – handelt es sich bei solchen Statements um reine Lippenbekenntnisse. Meistens lässt die nächste Trainer-Demission dann nicht mehr lange auf sich warten.

HSV: Erstmals seit 2006 auf einem Abstiegsplatz in die Pause

Die blanken Zahlen der Vorrunde sprechen leider nicht wirklich für Markus Gisdol. 15 Punkte holte der HSV, bei nur 4 Siegen. Damit überwintert Hamburg erstmals seit der Spielzeit 2006/2007 – damals mit einer enormen Fallhöhe von Rang 3 der Vorsaison auf Platz 17 – wieder auf einem direkten Abstiegsplatz.

„8 bis 10 Punkte“, glaubt Gisdol, könnte seine Mannschaft mehr haben. Die Frage ist, aus welchen Spielen sie diese hätte holen wollen. In Mönchengladbach bekamen die TV-Zuschauer erstmals in dieser Saison auch im Free-TV in einer Live-Übertragung des ZDF den wahren Leistungsstand des Bundesliga-Dinos zu sehen. Wenig Zug zum Tor, spielerische Armut und kaum eigene Torchancen – so stellte sich das Spiel der Hanseaten auch in Mönchengladbach dar. „Wenn du die Fehler mit den Spielern besprichst, sieht er sie auch und will sie nicht mehr machen“, erklärte Gisdol nach dem 1:3 mit Resignation in der Stimme, „aber in dem Moment ist es zu spät.“

Ein Hoffnungsträger könnte Julian Pollersbeck sein. Der 23-jährige U21-Europameister wurde im Sommer für 3,5 Mio. € vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet. In der Bundesliga machte der Keeper jedoch noch kein einziges Spiel. Christian Mathenia (25) war bei 25 Gegentoren nicht unbedingt ein Rückhalt. Deshalb könnte Gisdol mit einem Torwartwechsel im Winter einen neuen Impuls setzen. „Wir werden sehen, wie die Situation im Tor ist“, erklärte der 48-Jährige, „klar ist, dass wir uns auch diese Position in der Pause anschauen müssen.“

Weniger Punkte als 2016, aber Gisdol sieht Team „weiter als letztes Jahr“

Der Blick auf die Halbzeitbilanz der Hamburger zeigt Gewohntes. In der vergangenen Saison stand man nach 16 Spielen im Jahr 2016 und auch nach dem letzten Hinrunden-Spieltag im neuen Kalenderjahr mit nur 13 Punkten auf Rang 16. Deshalb sieht Gisdol das Team heute „einen Schritt weiter als vor einem Jahr. Damals mussten wir im Winter Spieler wegschicken und den Kader verändern. Letztes Jahr waren wir fast erledigt.“ Gemeint waren Emir Spahic und Alen Halilovic, deren Präsenz sich negativ auf die Stimmung im HSV-Kader ausgewirkt hatten.

HSV-Weihnachten ohne Abstiegsangst? Auch das gab es!

Unter Gisdol-Vorgänger Bruno Labbadia (50) erlebten die HSV-Anhänger 2015 ihr bislang letztes sorgloses Weihnachten. Mit 22 Punkten stand man auf Rang 10 und geriet in der Rückserie nicht mehr in Abstiegsgefahr. Trügerisch die Situation im Winter 2014. Platz 14 und 16 Punkte ließen zu Weihnachten nicht einmal im Traum den Gedanken an ein derart dramatisches Saisonfinale zu, wie es alle, die es mit dem HSV halten, am 1. Juni 2015 im Relegationsspiel in Karlsruhe erlebten. Mit einem 2:1 nach Verlängerung rettete sich das einzige, nie abgestiegene Gründungsmitglied der Bundesliga von 1963 über die Runden.

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Abstiegswetten rund um den HSV bleiben auch 2017 angesagt. Simon Braasch in einem Kommentar in der Hamburger Morgenpost: „Es wird wieder ein Kraftakt nötig sein. Mit ganz schlechten Gefühlen verabschiedet sich der HSV in die Winterpause.“

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Ungemütliche Zeiten in Hamburg: HSV-Trainer Markus Gisdol.
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