Saison-Aus für Müller - Die 5 skurrilsten Verletzungen

Saison-Aus für Müller – Die 5 skurrilsten Verletzungen

Über Hamburg lacht zu Wochenbeginn die Sonne, über Nicolai Müller die halbe Fußball-Welt. Der Offensivspieler des HSV brachte es tatsächlich fertig, sich beim Torjubel folgenschwer zu verletzen. Inzwischen steht fest: Kreuzbandriss, Saison-Aus und direkt ein Highlight für den Bundesliga-Jahresrückblick!

Wer die kurioseste Szene des 1. Spieltages verpasst hat, schaut sich hier am besten noch mal die Zusammenfassung (Müllers Tor ab 1:02) an. „Es ist so dumm gelaufen. Ich bin nach meinem üblichen Hubschrauber-Jubel unglücklich mit dem rechten Bein weggerutscht“, erklärte der 29-Jährige seine Aktion an der Eckfahne.

Bereits am Mittwoch muss sich Nicolai Müller in Köln einer Operation unterziehen. Ob er nach 7-monatiger Zwangspause und Reha-Phase in dieser Saison noch mal für die Rothosen aufläuft, scheint höchst fraglich. „Typisch, sowas geht nur beim HSV“, werden sich einige Fans bestimmt denken. Doch diejenigen irren sich gewaltig. Aus der Bundesliga-Historie haben wir die in unseren Augen skurrilsten Verletzungen herausgesucht. Wie das folgende Ranking zeigt, befindet sich Müller in bester Gesellschaft.

5. Leon Andreasen

Der Däne ist als Pechvogel gebrandmarkt. Egal ob in Bremen, Mainz oder Hannover – Andreasen klebte das Verletzungspech an den Schuhen. In der Saison 2014/15 stellte er sich beim Öffnen eines Pakets mit dem Messer derart ungeschickt an, dass er eine Fleischwunde erlitt. Sogar eine Operation an der Hand war nötig.

4. Ewald Lienen

Auch als Trainer an der Seitenlinie lebt es sich mitunter sehr gefährlich. Ein 1:2 in Heidenheim beförderte den FC St. Pauli ans Tabellenende der 2. Liga und Ewald Lienen mit Unterarmbruch ins Krankenhaus. Dabei wollte er nur einen Ball, der nahe der Coachingzone ins Seitenaus gegangen war, zurück ins Spiel bringen. „Ich bin auf einem Stück nassem Kunstrasen mit beiden Beinen weggerutscht“, so Zettel-Ewald, der inzwischen als Technischer Direktor für die Hamburger tätig ist.

3. Jerome Boateng

Auf dem Treppchen haben wir einen DFB-Nationalspieler. Mit seinem 11. Länderspiel-Einsatz (2:2 in Dänemark) verbindet Jerome Boateng schmerzliche Erinnerungen. Der Rückflug aus Kopenhagen verschlimmerte seine Verletzung, als ihm eine Stewardess versehentlich den Getränkewagen vor das lädierte Knie gerammt hatte. Das „Fliegerfoul“ sorgte für eine einmonatige Zwangspause.

2. Stefan Kuntz

Der Bus ist sicherer als das Flugzeug? Von wegen! Stefan Kuntz, der aktuelle Europameister-Trainer unserer U21, knicke mal beim Aussteigen an der Bordsteinkante um. Der dreifache Bänderriss kostete den langjährigen Profi des 1. FC Kaiserslautern damals sogar sein Länderspiel-Debüt im Wembley Stadion.

1. Adam Nemec

Unser Gewinner ist ebenfalls ein ehemaliger FCK-Stürmer. Von seiner 3-jährigen Zeit am Betzenberg (2009 bis 2012) blieb statt vielen Toren mehr der Sturz von einem Kirschbaum in Erinnerung. Dabei brach sich Adam Nemec 2 Brustwirbel und ein Schlüsselbein, musste insgesamt 3 Monate pausieren. Ob der Slowake bei seinem aktuellen Klub Dinamo Bukarest eine Klausel im Vertrag hat, die ihm das Klettern auf Bäume verbietet, ist nicht bekannt.

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