HSV: Das schnelle Aus für Bernd Hollerbach überrascht nicht…

HSV: Das schnelle Aus für Bernd Hollerbach überrascht nicht…

Der akut abstiegsgefährdete Hamburger SV macht weiter Tabula Rasa. Am Montagmittag trennten sich die Hanseaten von Cheftrainer Bernd Hollerbach. Am vergangenen Donnerstag mussten bereits Sportvorstand Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt gehen. Die Zeichen stehen in Hamburg auf radikalem Neubeginn. Hollerbachs Bilanz als HSV-Coach ist desaströs.

Es ist gerade mal 2 Monate her, da hoffte man in Hamburg auf „Das Wunder von Bernd“. So jedenfalls kündigte BILD die Berufung von Ex-HSV-Profi Bernd Hollerbach zum 22. Trainer der Hamburger seit 2000 an.

Magath lag mit seiner Einschätzung zu Hollerbach komplett daneben

Wunder gibt es nicht jeden Tag. Der 2-mal in der Relegation höchst glücklich erfolgreiche Hamburger SV scheint sein Potenzial in diesem Ressort ausgereizt zu haben. Am Montagmittag trennten sich die Hanseaten von Hollerbach. Das 0:6 beim FC Bayern München war für den HSV das 13. Spiel in Folge ohne Sieg. Für Hollerbach und sein Trainerteam sprang auch im 7. BL-Auftritt kein Dreier heraus. Die desaströse Bilanz des früheren Hamburger Publikumslieblings: Magere 3 Zähler. Diese sammelte man in den Heimspielen gegen Hannover 96 (1:1) und Mainz 05 (0:0) und beim respektablen 1:1 zum Einstand in Leipzig.

Gekämpft hat der HSV unter Hollerbach, aber…

Der als großer Kämpfer bekannte „Holler“ konnte den völlig verunsicherten Kader des HSV nicht beleben. Im vielleicht größten Abstiegsdrama der Bundesliga-Geschichte wirkte Hollerbach, der keine Erfahrung als Erstligacoach mitbrachte, von Anfang an verloren. Das Offensivspiel war unter Hollerbachs Regie mit 3 Törchen aus 6 Spielen die personifizierte Harmlosigkeit. Läuferisch brachte Hollerbach das Team durchaus voran. In den Spielen in Leipzig, Dortmund, Bremen, gegen Mainz und selbst in München spulte der HSV mehr Kilometer herunter als die Gegner. In den richtungweisenden Partien im Weserstadion und gegen die Mainzer stimmte auch die Zweikampfquote. „Ich habe Spiele von uns gesehen, in denen wir griffiger und aggressiver waren“, sagte Hollerbach am Samstag in München – und er hat Recht. Unter dem Strich war dies aufgrund der Behäbigkeit im Spielaufbau und der stümperhaften Chancenverwertung ein Muster unter Wert.

Hollerbachs Mentor und Ex-Chef in Wolfsburg, Felix Magath („Ich gehe davon aus, dass der HSV mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird“), lag falsch. (Alle Bundesliga-Abstiegswetten)

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„Es war in den letzten Wochen schon eine gewisse Unruhe und seit Donnerstag wurde es noch unruhiger“, spielte Hollerbach nach dem 0:6-Debakel in der Allianz Arena im Sky-Interview auf das personelle Beben in Hamburg an. Am Donnerstag hatten Vorstandschef Heribert Bruchhagen (69) und Sportdirektor Jens Todt (48) bereits ihren Posten räumen müssen. Der HSV reiste somit ohne echte sportliche Führung zum Branchenriesen nach München, wo er wie in den letzten 7 Jahren ohne Punkt blieb und inzwischen 51 Gegentore hinnehmen musste.

Titz und Uysal: Die HSV-Konkursverwalter

Hollerbachs Nachfolger wird der in der Bundesliga ebenfalls völlig unerfahrene Christian Titz. Der 47-jährige U21-Coach der Hamburger, zudem Sportmanager und Buchautor übernimmt den Tabellenvorletzten zusammen mit dem früheren HSV-Profi Soner Uysal (40). Der ehemalige Mittelfeldspieler machte zwischen 1998 und 2001 insgesamt 10 Erstliga-Spiele für den Hamburger SV.

Ein Retter-Gespann sieht sicherlich anders aus. Das Signal, das der HSV mit dieser Nominierung setzt, ist ein anderes: Radikaler Neuaufbau, möglichst mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Titz und Uysal treten am Montagabend noch einmal mit dem HSV-Regionalligateam gegen den VfB Lübeck an. Wer die HSV-Konkursverwalter live sehen will, kann dies bei SPORT 1 tun…

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Ex-HSV-Profi Soner Uysal (r., hier 2000 gegen Leverkusen mit dem großen Zé Roberto) ist Teil der personellen Neuausrichtung beim Hamburger SV.
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