Hertha BSC: Boateng bleibt, Bobic bastelt am neuen Kader

Hertha BSC: Boateng bleibt, Bobic bastelt am neuen Kader

Mit dem Sieg in der Relegation gegen den HSV konnte Hertha BSC dem Abstieg nochmal entkommen. Nach dem Klassenerhalt wartet auf Vorstandsboss Fredi Bobic aber eine Herkulesaufgabe. Er muss den Kader auf Erstliga-Niveau trimmen und dabei bestenfalls auch noch einen Transferüberschuss erzielen. Eine erste Weiche wurde mit der Vertragsverlängerung von Kevin-Prince Boateng gestellt.

Der ehemalige Profi vom FC Barcelona und AC Mailand übernahm in der Endphase des Abstiegskampf das Zepter in der Kabine und war die rechte Hand von Trainer Felix Magath auf dem Platz. Diese Rolle soll der 36-Jährige auch unter dem neuen Coach Sandro Schwarz ausfüllen. Boateng wusste die Mannschaft zu einen und überzeugte im entscheidenden Moment auch auf dem Platz. Nichtsdestotrotz ist Boateng kein Spieler, der über 34 Spiele 90 Minuten lang auf dem Platz steht. Das wissen sowohl Schwarz als auch Bobic. Wie schon in seiner Anfangszeit bei Eintracht Frankfurt steht Bobic vor dem Dilemma, gleichzeitig den Kader verbessern und Geld einnehmen zu müssen.

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8 Leihspieler kehren zu Hertha BSC zurück

Kandidaten für einen Verkauf könnten die gleich 8 von einer Leihe zurückkehrenden Spieler sein. Die beiden Verteidiger Omar Alderete und Jordan Torunarigha haben einen Marktwert über mehrere Millionen Euro und dürften einem Verkauf gegenüber nicht abgeneigt sein. Erstgenannter will nach seiner Zeit beim FC Valencia wohl in Spanien bleiben, Torunarigha wurde sowohl mit West Ham United als auch dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht.

Weitere Kandidaten, um die klamme Kasse zu füllen, sind die beiden Außen Javairô Dilrosun und Dodi Lukébakio sowie Mittelstürmer Krzysztof Piatek. Für die beiden Letztgenannten zahlte Hertha BSC insgesamt 44 Mio. Ablöse, einspielen dürften sie im Falle eines Wechsels in diesem Sommer nur einen Bruchteil dieser Summe. Piatek konnte sich mit 6 Toren in 18 Einsätzen während seiner Leihe zum AC Florenz immerhin empfehlen, Sassuolo und Bologna aus der Serie A gelten als interessiert. Bei Lukebakio ist die Situation eine andere. Er enttäuschte auch in seiner Zeit in Wolfsburg (25 Spiele, ein Tor). Dem Vernehmen nach ist Trainer Schwarz aber bereit, ihm eine neue, letzte Chance in der Bundesliga (alle Wetten zur Bundesliga) zu geben. Ebenfalls offen ist der Ausgang bei Dilrosun. Der 24-Jährige machte bereits ein Länderspiel für die Niederlande, zeigte sein Potenzial bei der Hertha aber viel zu selten. In Bordeaux kam er in der abgelaufenen Spielzeit immerhin auf 3 Treffer und 8 Assists in 34 Partien.

Offene Fragen im Sturm

Mit Jonjoe Kenny vom FC Everton und Filip Uremovic von Rubin Kazan sowie U19-Keeper Tjark Ernst vom VfL Bochum stehen bislang erst 3 Neuzugänge fest. Passieren wird wohl vor allem im Angriff noch etwas. Im Sturm stehen mit Piatek, Stevan Jovetic, Davie Selke, Daishawn Redan und Jessic Ngankam zwar 5 Spieler unter Vertrag, allerdings sollen neben dem schon abgewanderten Belfodil weitere 3 davon (wahrscheinlich Piatek, Selke und Redan) den Verein verlassen. Als Verstärkung für die vorderste Front hat die Hertha laut der spanischen Zeitung „AS“ Toni Martinez auf dem Zettel. Der 24 Jahre alte Angreifer steht beim FC Porto unter Vertrag und erzielte für den portugiesischen Meister in der Vorsaison in 37 Einsätzen 7 Treffer.

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