Hamburger SV: Willkommen in der Volkspark-Schießbude!

Hamburger SV: Willkommen in der Volkspark-Schießbude!

Kapitän Aaron Hunt schlug nach dem historischen 0:5-Heim-Debakel des Hamburger SV gegen Jahn Regensburg schonungslos-selbstkritische Töne an. Der Aufstiegs-Aspirant hatte sich in den 90 Minuten gegen die Oberpfälzer selbst demaskiert. Eine Analyse.

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Im tristen Herbstregen von Hamburg wirkte Aaron Hunt am Sonntagnachmittag wie ein einsamer Rufer. Der 32-jährige Kapitän des Hamburger SV stellte sich nach dem 0:5-Debakel gegen den SSV Jahn Regensburg als erster den Fragen der Journalisten. „Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll“, sagte Hunt im Sky-Interview, „wir haben die gegnerischen Stürmer zum Tore schießen eingeladen. Das war schon in den letzten Wochen so. Man kann nicht jedes Spiel über die Offensive regeln.“

Hamburger SV: Zu Hause ohne Abwehrverhalten!

Hunt sah klar: „So können wir auch in der 2. Liga nicht verteidigen!“ Die Hanseaten nahmen alle 10 Gegentore im „Unterhaus“ in 3 Spielen vor heimischer Kulisse hin. Kein anderes Zweitligateam kassierte in dieser Saison mehr Gegentreffer im eigenen Stadion! (Alle Wetten zur 2. Bundesliga)

Das 0:5 gegen den Außenseiter aus Regensburg legte die Defensivschwächen des Bundesliga-Absteigers offen. Beim 0:2 der Oberpfälzer durch Sargis Adamyan nach 21 Minuten fand ein wie auch immer gestaltetes Abwehrverhalten gar nicht erst statt. Der Versuch von HSV-Trainer Christian Titz (47), über die zentralen Abwehrspieler – gegen Regensburg waren es Rick van Drongelen und Leo Lacroix (beide Kicker-Note 6) – und Keeper Julian Pollersbeck das Spiel zu eröffnen, ging komplett schief. Die Partie gegen Regensburg, aber auch das 0:3-Debakel zum Start gegen Holstein Kiel zeigten, dass die umformierte HSV-Abwehr mit einer solchen Aufgabenstellung überfordert ist. Ein schneller Vortrag nach vorn, eine Spieleröffnung über nur wenige Stationen, das war schon in der Bundesliga in den letzten Jahren das große Manko des HSV.

Volksparkstadion: Die Schießbude der 2. Liga!

Augenfällig ist auch die Offensiv-Leistung. Der HSV, zumindest bis Dienstagabend noch 2. in der Tabelle, holte mit nur 10 Toren 12 Punkte und stellt die harmloseste Sturmreihe der Top 4 in der 2. Liga. „Wir lassen Woche für Woche zu viele Großchancen liegen“, klagte Aaron Hunt. Er selbst verschoss in der 41. Minute einen Elfmeter, dessen Art der Ausführung mit „arrogant“ noch milde umschrieben ist.

Ohne Lasogga fehlt der HSV-Offensive der Punch

Last but not least trifft Christian Titz immer wieder auch Entscheidungen, die ebenso unpopulär wie kontraproduktiv sind. Torjäger Pierre-Michel Lasogga (26) steuerte 5 Tore zum HSV-Zwischenhoch bei. Mit dem bulligen Stürmer, der gegen den Jahn in den ersten 45 Minuten auf der Bank blieb, fuhr Hamburg beide Heimsiege gegen Bielefeld (3:0) und Heidenheim (3:2) ein. Die Hanseaten gehen nach der höchsten Heimniederlage seit dem 12. Februar 2014 schwer gezeichnet in die beiden Spiele bei der SpVgg Greuther Fürth (Donnerstag, 20.30 Uhr) und gegen den FC St. Pauli. Spätestens ab Sonntag, 13.30 Uhr, sollte die Volkspark-Schießbude gegen den Stadtrivalen geschlossen sein…

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0:5 – So hoch hatte der Hamburger SV vor dem Spiel gegen Jahn Regensburg vor heimischer Kulisse zuvor nur im DFB-Pokal verloren. Am 12. Februar 2014 deklassierten Mario Mandzukic (l.) und der FC Bayern die Hanseaten mit dem gleichen Ergebnis. Dazu kommt im Europapokal das 0:5 gegen den französischen Rekordmeister AS St. Etienne am 26. November 1980.

 

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