Hamburger SV: Hoffnungsträger Jann-Fiete Arp kann Trendwende bringen

Hamburger SV: Hoffnungsträger Jann-Fiete Arp kann Trendwende bringen

Er ist schon jetzt der Shooting-Star dieser Saison: Jann-Fiete Arp (17), Junioren-Nationalspieler und jüngster Torschütze für den Hamburger SV in der Bundesliga. Die Vertragsverlängerung für den HSV-Bubi, dessen Kontrakt in Hamburg 2019 ausläuft, ist bei den Hanseaten Chefsache. Anders als hoch talentierte Spieler wie zuvor Rahn, Meier oder Öztunali könnte Arp langfristig zur Identifikationsfigur werden.

Wenn der Hamburger SV am Freitagabend beim SC Freiburg antritt, steht vor allem der Spieler der Stunde im Fokus. Jann-Fiete Arp ist beim Bundesliga-Dino quasi über Nacht zum Hoffnungsträger geworden. Mit seinem Tor bei Hertha BSC (1:2) wurde er am 28. Oktober 2017 im Alter von 17 Jahren und 295 Tagen jüngster HSV-Torschütze in der Bundesliga. Er ist zudem der erste Spieler der 2000er Jahrgänge im deutschen Fußball-Oberhaus und traf in 5 Einsätzen bislang 2-mal.

Arp schon jetzt ein Gewinn für den HSV

Der Hype um den Blondschopf ist in einer Medienstadt wie Hamburg kaum zu deckeln. Dennoch ist es für HSV-Coach Markus Gisdol (48) beachtlich, wie Jann-Fiete Arp den Rummel um seine Person meistert. „Er geht gut damit um“, sagte Gisdol dem Kicker-Sportmagazin am Donnerstag. In Freiburg dürfte Arp wieder in der Spitze agieren und dem etwas zurückgezogen aufgebotenen Bobby Wood – wie zuletzt beim 3:0 gegen 1899 Hoffenheim – unterstützen. „Vielleicht tut es Bobby gut, dass die Hauptlast des Toreschießens nicht auf seinen Schultern liegt“, mutmaßt Gisdol. Dass Arp in Freiburg als erster Schütze trifft, ist bei einer Quote von 7,00 sicher kein schlechter Tipp.

Für die HSV-Fans ist dagegen eine andere Frage wichtiger. Wie lange kann der klamme Traditionsklub den Youngster noch halten? Arps Vertrag läuft zum 30. Juni 2019 aus. Mit seinem Berater, HSV-Legende Jürgen Milewski, will Vorstandschef Heribert Bruchhagen „nicht den lukrativsten Vertragsabschluss, sondern eine sinnvolle Karriereplanung“ finalisieren. „Ich habe großes Vertrauen in ihn und Jürgen Milewski“, erklärte der 69-jährige Bruchhagen, „er hat in Frankfurt 12 Jahre lang mit mir die Karriere von Alex Meier begleitet. Alex hatte immer wieder Top-Angebote, er ist aber in Frankfurt zum Star geworden und hat sportlich und wirtschaftlich alles richtig gemacht.“

Meier, Rahn, Öztunali: Hamburger Jungs wurden vergrault

Das mag auf der einen Seite stimmen. Andererseits gehört eben gerade der von Bruchhagen als Beispiel genannte Alexander Meier zu den Spielern, die der HSV in den vergangenen 15 Jahren eben nicht rechtzeitig und langfristig an sich gebunden hat. Meier, geboren in Buchholz vor den Toren Hamburgs, kam in der Saison 2003/2004 unter Coach Klaus Toppmöller nur 4-mal zum Einsatz. Bei Eintracht Frankfurt wurde der derzeit verletzte Stürmer mit 118 Treffern in 335 Liga-Spielen zum Fanliebling und „Fußball-Gott“. Dumm gelaufen für Hamburg. Gilt auch für Christian Rahn. Der in Hamburg geborene Abwehrspieler wurde 2005 an den 1. FC Köln abgegeben. In Diensten des HSV kam er zu 5 A-Länderspielen.

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Bestes Beispiel ist jedoch Levin Öztunali. Der Enkel von HSV-Idol Uwe Seeler (81) wurde vom Verein regelrecht vergrault, wechselte erst zu Bayer 04 Leverkusen und dann auf Leih-Basis zum Erzrivalen Werder Bremen. Der offensive Mittelfeldspieler, den man beim HSV zur Identifikationsfigur hätte aufbauen können, kickt seit 2016 beim 1. FSV Mainz 05.

Bleibt zu hoffen, dass die Hamburger Verantwortlichen in der Personalie Arp aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben.

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Alexander Meier (2. v. l.) im Dress des Hamburger SV. Zum Torschützenkönig und Publikumsliebling wurde der Norddeutsche jedoch erst in Frankfurt…
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