Gonzalo Castro: Der oft getätigte Wechsel vom BVB zum VfB

Gonzalo Castro: Der oft getätigte Wechsel vom BVB zum VfB

Die Zeit von Gonzalo Castro beim BVB ist vorbei. Nach 3 Jahren in Dortmund wechselt der 31-Jährige zum VfB Stuttgart. Sein Engagement bei der Borussia war ein Erfolg, auch wenn er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht komplett erfüllen konnte. Nach einer enttäuschenden Schlussphase in der vergangenen Saison will der Mittelfeldspieler bei den Schwaben nun wieder zu alter Stärke zurückfinden. Die Chancen darauf stehen gut. In der jüngeren Vergangenheit gingen einige andere Akteure den Weg von Dortmund nach Stuttgart und trafen damit die richtige Entscheidung.

Borussia Dortmund treibt seine Planungen für die neue Saison weiter voran. Mit Gonzalo Castro tätigte der BVB nun den ersten Verkauf, um den aufgeblähten Kader zu verkleinern. Für rund 5 Mio. € schließt sich der 31-Jährige dem VfB Stuttgart an. Bei den Schwaben erhält der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2021.

BVB-Zeit bringt Titel

Rund um den Transfer wurden in den sozialen Medien viele Stimmen laut, die Castros Zeit in Dortmund als vergeudet bezeichneten. Das ist allerdings nicht richtig. Sowohl für den Spieler als auch für den Verein war das Engagement ein Erfolg – auch wenn sich beide Seiten letztendlich vielleicht etwas mehr versprochen haben. In den vergangenen 3 Jahren kam Castro in 111 Spielen (12 Tore, 22 Assists) zum Einsatz. Er stand in diesem Zeitraum in 72% aller absolvierten BVB-Pflichtspiele auf dem Platz und war ein wesentlicher Bestandteil der erfolgreichen Tuchel-Zeit.

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Ähnliches Schicksal: Tamas Hajnal wurde in Dortmund nicht mehr gebraucht, fand beim VfB aber zu alter Stärke zurück.

Das Highlight in Dortmund war für den gebürtigen Wuppertaler natürlich der Gewinn des DFB-Pokals 2017. Das Ziel eines jeden Fußballers sind Titel und Triumphe. Daran erinnert man sich auch nach dem Ende der Karriere. Hätte Castro nicht den Schritt zum BVB gewagt, könnte er keinen Titel vorweisen. Mit den chronisch erfolglosen Leverkusenern würde er immer noch einem Pokal nachjagen.

Stuttgart ist BVB-Auffangbecken

Bis auf das letzte Drittel der vergangenen Saison gehörte Castro in Dortmund stets zum Stammpersonal – mal in der Startelf, mal als Einwechselspieler. Nur unter Peter Stöger kam er in den letzten 6 Partien 2017/18 gar nicht mehr zum Einsatz. Da durch die Verpflichtung von Thomas Delaney die Aussicht auf mehr Spielzeit auch unter Lucien Favre gering gewesen wäre, erfolgte der Wechsel nach Stuttgart. Für alle Seiten eine Win-Win-Situation. Castro wird viele Spielminuten bekommen, der BVB streicht einen Top-Verdiener von der Gehaltsliste und der VfB erhält einen Akteur mit Qualität und Erfahrung für wenig Geld.

Den Schritt aus Dortmund nach Stuttgart gingen in der Vergangenheit bereits 9 Spieler. Seit Bestehen der Bundesliga (alle Bundesliga Wetten) verpflichtete nur der 1. FC Nürnberg (10 Spieler) mehr BVB-Profis als die Schwaben. Fast immer sicherte sich der VfB Dortmund-Akteure, die ihren Stammplatz verloren, sportlich nicht mehr von Nöten waren oder Spielpraxis sammeln sollten:

Eike Immel (1986), Gerhard Poschner (1994), Marc Ziegler (2010), Tamas Hajnal (2011) und Mitch Langerak (2015). Dazu kamen die Leih-Geschäfte von Moritz Leitner (2013), Dzenis Burnic (2017) und Jacob Bruun Larsen (2018).

Erfreulich für Castro: Von den Fix-Transfers eroberte jeder Spieler – mit Ausnahme von Torwart Ziegler – auf Anhieb einen Stammplatz beim VfB und avancierte zum Leistungsträger.

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