Fritz-Walter-Medaille: (K)eine Garantie für die Karriere

Fritz-Walter-Medaille: (K)eine Garantie für die Karriere

Der DFB hat am vergangenen Freitag die besten Spieler der Altersklassen U19 und U17 mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird in Gold, Silber und Bronze verliehen. Für die Talente ist die Medaille weit mehr als nur eine Auszeichnung, sie verspricht in den meisten Fällen auch den Sprung und die Etablierung im Profifußball.

Seit dem Jahr 2005 verleiht der Deutsche Fußball-Bund den besten Nachwuchsspielern des Jahres die Fritz-Walter-Medaille in Gold, Silber und Bronze. Mit der Auszeichnung werden die guten Leistungen der Altersklassen U17 und U19 geehrt. Bis zum Jahr 2014 wurde auch noch die Altersklasse U18 ausgezeichnet.

Die Entscheidung über die jeweiligen Preisträger fällt eine Jury, bestehend aus Vertretern des DFB-Präsidiums, des DFB-Jugendausschusses und des DFB-Trainerstabes. Der für die Ausbildung eines geehrten Spielers verantwortliche Verein erhält 20.000 € für Gold, 15.000 € für Silber Euro und 10.000 € für Bronze.

Köln und HSV-Spieler sind das Nonplusultra 2017

In diesem Jahr ging der Titel des besten U19-Spielers an Salih Özcan vom 1. FC Köln. Der 19-Jährige kam in der Bundesliga in der vergangenen Saison bereits 13 Mal für die Domstädter zum Einsatz. Seit der U15 durchlief er alle Junioren-Auswahlmannschaften des DFB. Der gebürtige Kölner steht vor einer glorreichen Zukunft. Mit Silber bzw. Bronze mussten sich Aymen Barkok (Eintracht Frankfurt) bzw. Gökhan Gül (Fortuna Düsseldorf) begnügen. Auch diese beiden Youngsters sind bereits fester Bestandteil ihrer Profimannschaften.

Bei der U17 sicherte sich Jann-Fiete Arp den 1. Platz. Das Sturm-Juwel vom HSV sorgte im Mai bei der Europameisterschaft seines Jahrgangs mit 7 Toren in 5 Spielen für Furore. Er gilt als größte Zukunftshoffnung der Hanseaten. Manuel Mbom (Werder Bremen) und Lukas Mai (Bayern München) errangen Silber und Bronze.

Timo Werner ist heute ein gefeierter Star bei RB Leipzig und Nationalspieler.

Viele berühmte Vorgänger

Dass ein mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichneter Spieler im Anschluss eine Karriere im Profifußball hinlegt ist zwar nicht garantiert, die Wahrscheinlichkeit ist allerdings sehr groß. Vor allem eine Auszeichnung im U19-Bereich gleicht fast schon einem sicheren Sprung in den bezahlten Fußball. Seit 2005 wurden 36 Spieler (2017 exklusive) mit der Fritz-Walter-Medaille in der Altersklasse U19 ausgezeichnet, nur 3 von ihnen blieb eine langfristige Laufbahn in Liga 1 oder 2 verwehrt.

Florian Müller (Gold, 2006), Florian Fleßers (Silber, 2007) und Patrick Rakovsky (Bronze, 2013) etablierten sich nicht in den beiden besten Ligen Deutschlands und spielen heute unterklassig. Shervin Radjabali-Fardi (Bronze, 2011) hat ebenfalls „nur“ den Sprung bis in die 3. Liga geschafft und steht aktuell bei Hansa Rostock unter Vertrag. Fast alle Gold-Medaillen-Gewinner reiften zu Stars. Hier die berühmtem Vorgänger von Özcan in der U19-Alterklasse: Kevin-Prince Boateng (2007), Benedikt Höwedes (2008), Dennis Diekmeier (2009), Lewis Holtby (2010), Peniel Mlapa (2011), Marc-André ter Stegen (2012), Antonio Rüdiger (2013), Matthias Ginter (2014), Niklas Stark (2015) und Jonathan Tah (2016).

Beim U17-Jahrgang ist die Erfolgsquote nicht ganz so hoch, doch auch hier gibt es viele prominente Beispiele, die mit einer Fritz-Walter-Medaille – egal in welcher Kategorie – ausgezeichnet wurden: Die Bender-Zwillinge (2007), Mario Götze (2010), Timo Horn (2011), Emre Can (2012), Leon Goretzka (2013), Timo Werner (2014), Felix Passlack (2015) und Kai Havertz (2016). Den aktuellen Gewinnern stehen in Zukunft als alle Türen offen.

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