FC Valencia: Die Fledermäuse fliegen wieder

FC Valencia: Die Fledermäuse fliegen wieder

Barcelona an der Spitze und dahinter der FC Valencia, gefolgt von Real, Atletico und Sevilla – Moment, der FC Valencia? Wer aktuell einen Blick auf die Tabelle der spanischen Primera Division wirft, wird von diesem Anblick überrascht. Dabei sind die Blanquineros alles andere als ein Neuling in der La Liga Spitzengruppe, sondern ein Rückkehrer. Die Fledermäuse sprengen das allzu gewohnte Tabellenbild der letzten Jahre.

Mit 6 Meisterschaften, 7 Pokalsiegen und Platz 5 in der ewigen Tabelle ist Valencia eine Hausnummer im spanischen Fußball. Auch international machte der Klub von der Mittelmeerküste von sich reden: 1980 Sieger im Europapokal der Pokalsieger, 2000 und 2001 Champions League Finalist und 2004 Triumph im UEFA Cup. Valencia war Dauergast auf der europäischen Bühne und in der Liga oft Jäger von Real und Barca. In den letzten Jahren wären die Weißschwarzen beinahe im Chaos versunken.

Trainerverschleiß und sportlicher Absturz

Seit Unai Emery die Fledermäuse 2012 nach 4 Jahren und mit dem dritten 3. Platz in Serie verließ, gab es 12 Trainerwechsel in der Provinzhauptstadt. Allein 6 davon seit Dezember 2015. Mit Nuno Espirito Santo konnte sich nur ein Coach seit Emerys Abgang über 200 Tage im Amt halten. Dieser massive Trainerverschleiß ging mit dem sportlichen Absturz einher.

2014 stieg Investor Peter Lim bei den Blanquineros ein, anschließend sicherte sich der Klub mit einem 4. Platz in der Saison 2014/15 die Teilnahme an der Königsklasse. In der folgenden Spielzeit ging es jedoch steil bergab: 11. Rang, das bis dahin sechstschlechteste Abschneiden der Vereinsgeschichte. Doch die Talsohle durchschritt Valencia erst 2016/17, als der Klub bis zum Jahreswechsel nach dem 15. Spieltag nur 3 Spiele gewann. Am Ende landeten die Fledermäuse auf dem 12. Platz. Schlechter waren sie in der langen Vereinsgeschichte erst 3 Mal.

Wende mit Fragezeichen

Ungeschlagen und als erster Barca-Jäger meldet sich Valencia nun im Konzert der Großen zurück. Dabei war das Auftaktprogramm brutal: 2. Spieltag bei Real, direkt danach gegen Atletico. Ausbeute: 2 Punkte. Anschließend ging die Post mit 4 Siegen bei einer irren Tordifferenz von 17:7 so richtig ab. Am Samstag wartet nun mit dem FC Sevilla der nächste Kracher auf die Weißschwarzen. Gegen die 2 Zähler schlechteren Andalusier soll Platz 2 verteidigt werden. Gelingt der Sieg im Heimspiel (Quote 1.87), dürfte es Ende November im Duell mit den FC Barcelona endlich wieder zu einem richtigen Spitzenspiel im Estadio Mestalla kommen.

Wie nachhaltig die derzeitige Erfolgswelle ist, darf indes kritisch beäugt werden. Zwar hat Trainer Marcelino eine junge Truppe, in der nur 3 Spieler älter als 26 Jahre sind, allerdings sind 4 Stammspieler nur auf Leihbasis Teil des traditionsreichen Vereins. Die langfristige Perspektive ist also mit großen Fragezeichen versehen, in dieser Saison sollte man die Fledermäuse im Höhenflug aber auf dem Zettel haben.

Diesmal ist auch in der Tabelle für Spannung gesorgt.
Ostküsten-Krimi! 2016/17 gewann Barca mit 3:2 und 4:2 gegen Valencia – jeweils nach 2:2 Zwischenstand.

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