FC Liverpool: Auf Klopp wartet eine Menge Transfer-Arbeit

FC Liverpool: Auf Klopp wartet eine Menge Transfer-Arbeit

Jürgen Klopp liegt mit dem FC Liverpool auf Kurs Richtung Champions League, für ganz oben reicht es aber nicht. Damit die Reds in der kommenden Saison endlich wieder um den Titel mitspielen können, will der Klub viel Geld in Neuverpflichtungen investieren. Der derzeitige Kader hat einige Baustellen und eine Menge neuer Spieler werden in Anfield gehandelt. Auf Jürgen Klopp und sein Team wartet viel Arbeit.

Seit Oktober 2015 ist Jürgen Klopp Trainer des FC Liverpool. Bisher hat der Deutsche in seiner LFC-Amtszeit 7 neue Spieler für € 86,9 Mio. gekauft und 11 Akteure für € 85,9 Mio. abgegeben. Das macht ein Transferminus von € 1 Mio. Kein anderer englischer Spitzenverein hat im gleichen Zeitraum eine bessere Transferbilanz vorzuweisen.

Klotzen statt kleckern – so lautet normalerweise das Motto in der Premier League. Obwohl bei den Reds reichlich Geld für Transfers zur Verfügung steht, gab sich Klopp bislang sehr sparsam. Da Liverpool in dieser Spielzeit allerdings frühzeitig im Meisterschaftskampf sowie in den Pokalwettbewerben die Segel streichen musste, soll im Sommer kräftig investiert werden. Das kündigte Klopp bereits in der vergangenen Woche an:

„Schauen wir nach Transfers und neuen Spielern? Ja. Stehen wir kurz davor, jemanden zu verpflichten? Nein, da gibt es keine Neuigkeiten. […]Der Kader ist in ständigem Umbruch. Spieler kommen, Spieler gehen. Ich denke, wir haben eine gute Basis, auf der wir aufbauen können. Aber natürlich werden wir im Sommer Geld ausgeben.“

Die Baustellen im Kader

Aber wo genau muss der ehemalige BVB-Coach die Hebel ansetzen? Unwahrscheinlich sind Transfer-Aktivitäten auf der Torwart-Position. Erst im vergangenen Sommer wechselte Loris Karius auf die Insel. Mit Simon Mignolet steht ein weiterer Keeper im Aufgebot, der momentan sogar den Vorzug vor dem Deutschen erhält.

Unbedingt verbessert werden muss die Defensive. Mit 35 Gegentoren nach 28 Spielen stellen die Reds die mit Abstand schlechteste Defensive der Top-7-Teams der Liga. In der Abwehrreihe des Traditionsklubs befindet sich mit Akteuren wie Joel Matip, Devan Lovren und Ragnar Klavan zu viel Durchschnitt. Speziell ein leistungsstarker Linksverteidiger wird gebraucht. Zuletzt bekleidete immer Allzweckwaffe James Milner diese Position, aber der Routinier ist eigentlich im Mittelfeld beheimatet. Alberto Moreno konnte zuvor nicht dauerhaft überzeugen. Einzig mit Nathaniel Clyne als Rechtsverteidiger ist der LFC gut aufgestellt.

sturridge
Hat trotz 60 Toren in 113 Pflichtspielen für Liverpool einen schweren Stand unter Jürgen Klopp: Daniel Sturridge.

In der Offensive bieten sich Klopp viele Möglichkeiten. Philippe Coutinho, Georginio Wijnaldum, Adam Lallana, Sadio Mané und Roberto Firmino sind auf mehrern Positionen einsetzbar. Was fehlt ist eiskalter Vollstrecker im Sturmzentrum. Während seiner BVB-Zeit hatte Klopp mit Lucas Barrios und später Robert Lewandowski die idealen Torjäger für sein System, in Liverpool hat er diese Art von Spieler noch nicht gefunden. Zwar steht mit Daniel Sturridge ein geborener Mittelstürmer im Kader, der 27-Jährige ist allerdings sehr verletzungsanfällig und anscheinend nicht Klopps Wunschvorstellung. Divock Origi ist noch sehr jung und lässt oftmals die nötige Qualität vermissen.

Welche Spieler werden gehandelt?

Die Sun berichtete in ihrer Dienstagsausgabe, dass Liverpool ein Auge auf Alexandre Lacazette von Olympique Lyon geworfen habe. Der Franzose könnte die Lösung für die Mittelstürmer-Position sein. Etwa € 40 Mio. müssten die Reds für den 25-Jährigen, der in dieser Spielzeit bereits 28 Pflichtspielertreffer erzielt hat, hinblättern.

Auch Shootingstar Moussa Dembele von Celtic Glasgow und Inaki Williams von Athletic Bilbao werden immer wieder im Anfield gehandelt. Beide Spieler würden vom Alter und vom Spielstil her perfekt in die Anforderungen von Jürgen Klopp passen. Aber die Youngsters werden von vielen Top-Klubs in Europa gejagt. Liverpool müsste sich sowohl bei Dembele als auch bei Williams gegen namenhafte Konkurrenz durchsetzen.

Für die defensive Stabilität kreisen verschiedene Namen durch Liverpool. Leipzigs Naby Keita und Portos Danilo Pereira gelten als heißeste Kandidaten. Aber vor allem ersterer wird nur sehr schwer zu bekommen sein. Bis zur neuen Saison ist noch eine Menge Zeit und Klopp wird diese auch brauchen, um sein Team gezielt zu verstärken und seine Wunschspieler an die Mersey locken zu können.

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