FC Liverpool: 4 Gründe für die Klopp-Krise

FC Liverpool: 4 Gründe für die Klopp-Krise

Das Derby gegen Manchester United (0:0) war nicht der erhoffte Befreiungsschlag für den FC Liverpool und seinen deutschen Coach Jürgen Klopp. Liverpool stagniert, wenn auch auf hohem Niveau.

Dieses Statement von Jürgen Klopp (50) wirkte fast entschuldigend. „Ich konnte nicht die Taktik von Manchester United wählen“, erklärte der deutsche Trainer des FC Liverpool nach dem 0:0 gegen den Erzrivalen von den Red Devils, „wenn wir so spielen würden, wäre das in Liverpool unmöglich.“

Beim FC Liverpool sind die Fans seit dem Einstieg des ehemaligen Dortmunder Trainers „Vollgasfußball“ gewohnt. Hohe Laufbereitschaft, immenses Gegenpressing, überfallartiges Konterspiel – das ist Liverpool unter Klopp. Das Problem ist nur: Der LFC tritt auf der Stelle.

Abwehr als Problemzone Nr. 1

Kurz und klein: Liverpool ging mit einer Abwehr in die Saison, die die nicht den Ansprüchen der Top 4 in der englischen Premier League genügt. Dass man zwar viel in offensives Personal wie Mohamed Salah oder Alex Oxlade-Chamberlain investiert hat, ist löblich. Die großen Abstimmungsprobleme in der Abwehr warfen den CL-Sieger von 2005 vom Start weg immer wieder zurück. 12 Gegentore aus 8 Spielen und nur Platz 8 sorgen für Ernüchterung.

Mittelmäßige Torhüter

Weder der Belgier Simon Mignolet (29) noch der Ex-Mainzer Loris Karius (24) können den hohen Erwartungen gerecht werden. Sie haben nicht die Klasse wie etwa ein Hugo Lloris bei Tottenham oder Uniteds spanischer Nationalkeeper David de Gea, der mit einer Glanzparade Liverpools Sieg am Samstag verhinderte.

Fehlende taktische Flexibilität

Liverpool kann eigentlich nur Hurra-Fußball. Klopps Team fehlt beispielsweise im Unterzahlspiel wie beim 0:5-Debakel gegen Manchester City ein „Plan B“. Statt bei Rückstand auf Schadensbegrenzung zu gehen, steht das Team weiter in der Abwehr zu hoch. Gegen defensivstarke Teams wie Leicester City (0:2, Liga-Pokal) oder zuletzt Newcastle United (1:1) tut man sich schwer.

Zu abhängig von Mané

Der Senegalese Sadio Mané gilt als Schlüsselspieler in Klopps offensivem 4-3-3-System. In dieser Saison erzielte der 25-jährige Linksaußen in 5 Premier-League-Spielen 3 Tore. Mané wird nach einer schweren Oberschenkelblessur allerdings bis Ende November fehlen. In seiner Abwesenheit konnte Liverpool keines der beiden bisherigen Spiele gewinnen.

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Liverpools Sadio Mané (m.), hier im CL-Spiel gegen den FC Sevilla (2:2), wird erst Ende November bei den Reds zurückerwartet.
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