FC Ingolstadt: Die Walpurgis-Bilanz lässt hoffen

FC Ingolstadt: Die Walpurgis-Bilanz lässt hoffen

5 Siege und 1 Remis aus 12 Spielen – mit dem neuen Trainer Maik Walpurgis hat der FC Ingolstadt zweifelsohne den freien Fall gestoppt. Die Motivationskünste und der unerschütterliche Glaube des 43-jährigen Westfalen lassen den „Schanzer“ alle Chancen auf ein 3. Jahr in der Bundesliga. Doch es gibt noch mehr Aspekte für den leichten Aufschwung unter Walpurgis.

Nach seinem erfolgreichen Einstand beim 1:0 in Darmstadt hatte Maik Walpurgis auch an Markus Kauczinski gedacht. „Ich habe eine Mannschaft übernommen, die in einem sehr guten körperlichen Zustand war, die Fußball spielen kann. Ich möchte daher auch meinen Vorgänger nicht vergessen“, sagte der neue Coach des FC Ingolstadt im Anschluss an die immens wichtige Partie bei den Hessen.

Der glücklose Kauczinski, für den die Fußstapfen des nach Leipzig gewechselten Aufstiegstrainers Ralph Hasenhüttl zu groß waren, hatte in 10 Spielen nur 2 mickrige Punkte geholt, die „Schanzer“ schienen am Tabellenende festgeist zu sein. Nach seiner Ankunft bei den Oberbayern nahm der Westfale Walpurgis einige Änderungen vor, die den Klub in der Folgezeit bis auf 2 Zähler an den Relegationsplatz heranbrachten und die im Abstiegskampf noch zum Erfolg verhelfen könnten.

Taktik: Walpurgis stellte nach einem von Kauczinski praktizierten, stetigen Systemwechsel auf 5-4-1 um und gewann dadurch 4 von 8 Partien. Mit dieser Umstellung wurde das Ingolstädter Spiel mutiger, wenngleich es an die Kompaktheit und die Unbekümmertheit als Liga-Neuling unter Hasenhüttl nicht herankommt.

Mittelfeld-Power: „Positives Denken“, „Überzeugung“ fordert Maik Walpurgis fast gebetsmühlenartig von seinen Spielern ein. Mit dem (vorläufigen) Resultat, dass sich die „Schanzer“ mehr zutrauen. So wurden seit Walpurgis‘ Ankunft 8 Tore durch Mittfeldspieler erzielt, unter Kauczinski gelang dem FCI nur 1 Treffer durch einen Mittelfeldmann. Erfolgreichster Schütze aus dem Mittelfeld ist Almog Cohen mit 3 Treffern.

Standards: Vom Punkt aus gehören die Ingolstädter zu den sichersten Teams der Liga. Sie verwandelten 4 von 5 Elfmetern, 2-mal trug sich Lukas Hinterseer dabei in die Torschützenliste ein. Insgesamt kommt das Team unter Maik Walpurgis auf 7 Tore nach ruhenden Bällen, bei Markus Kauczinski lag dieser Wert bei 4 Treffern nach Standards.

Kommunikation und Selbstvertrauen: „Der Trainer hat viel mit uns gesprochen, den Teamgeist und Neustart beschworen. Er hat die positive Grundstimmung zurückgebracht“, erklärt Mittelstürmer Moritz Hartmann den leichten Aufschwung in Bayern. Die Mannschaft tritt selbstbewusster auf, sie zieht auffällig oft aus der 2. Reihe aufs Tor – und kam so zu 4 Weitschusstreffern. Zuvor war nicht 1 Treffer von außerhalb des Strafraums gelungen. Auch in Sachen Kopfballtreffer zeigt sich Ingolstadt bei 3 Toren gegenüber 1 Header unter Kauczinski marginal verbessert.

Markus Kauczinski (hier in Mainz) konnte mit dem FC Ingolstadt kein BL-Spiel gewinnen.
Markus Kauczinski (hier in Mainz) konnte mit dem FC Ingolstadt kein BL-Spiel gewinnen.

 

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