FC Chelsea: Ein Faible für Italiener

FC Chelsea: Ein Faible für Italiener

Der FC Chelsea hat einen neuen Trainer. Maurizio Sarri tritt die Nachfolge von Antonio Conte an. Ein Italiener folgt auf einem Italiener. Nichts Ungewöhnliches bei den Blues. In der Geschichte des Klubs ist Sarri bereits der 6. Übungsleiter aus dem Land des 4-maligen Weltmeisters. Nur England selbst stellte mehr Coaches bei den Londonern.

Die Posse hat ein Ende. Nach wochenlangen Spekulationen hat der FC Chelsea Antonio Conte als Trainer entlassen und Maurizio Sarri als dessen Nachfolger präsentiert. Bereits nach dem enttäuschenden Saisonverlauf – die Blues verpassten als Tabellensechster die Qualifikation zur Champion League – war Contes Entlassung ein offenes Geheimnis. Chelsea und Besitzer Roman Abramowitsch allerdings hüllten sich lange in Schweigen und sorgten mit ihrer Haltung für eine Schmierenkomödie. Dass Sarri die Nachfolge seines Landsmannes antreten würde, war Fans, Medien und Experten ebenso klar wie Contes Rausschmiss. Nur offiziell konnte sich der FC Chelsea lange Zeit nicht für dazu durchringen, endlich für Klarheit zu sorgen.

Kein Vetrauen in englische Coaches

Maurizio Sarri ist der 35. Trainer in der Geschichte des im März 1905 gegründeten Klubs. Auffällig: Er ist bereits der 6. Italiener an der Seitenlinie der Blues. Nur England (15) stellte mehr Übungsleiter der Londoner. Ansonsten wurde der 6-malige englische Meister von 6 Schotten, 2 Niederländern, 2 Portugiesen, einem Spanier, einem Nordiren, einem Brasilianer und einem Israeli  betreut. Kurios: Seit Glenn Hoddle (1993-1996) war kein Engländer mehr langfristig beim Klub tätig. Sowohl Graham Rix als auch Ray Wilkins und Steve Holland übernahmen den Trainerposten nur kurzeitig interimsweise. Der FC Chelsea setzt seit Jahren auf ausländische Übungsleiter.

Diese Italiener trainierten den FC Chelsea

Di Matteo, Champions League, FC Chelsea
Roberto di Matteo ist der einzige Coach, mit dem Chelsea bislang den Henkelpott gewann.

Den Anfang machte Gianluca Vialli. Der ehemalige Stürmer war von Februar 1998 bis September 2000 für die Blues verantwortlich. Unter ihm gewann der Klub die letzte Auflage des Pokalsieger-Wettbewerbs. Im Finale wurde der VfB Stuttgart durch ein Tor von Gianfranco Zola mit 1:0 besiegt. Insgesamt stand Vialli in 121 Pflichtspielen für die Blues an der Seitenlinie und holte im Schnitt 1,79 Punkte.

Auf Vialli folgte nach einer kurzen Interimsphase mit Graham Rix der nächste Italiener. Claudio Ranieri arbeitete von September 2000 bis Juni 2004 für die Londoner. Dank ihm wurde die spätere Klub-Legende Frank Lampard verpflichtet und John Terry ins Team integriert. Titel errang Ranieri trotz großer Transferausgaben dank Abramowitsch nicht, weshalb er durch José Mourinho ersetzt wurde.

Mit Carlo Ancelotti kam im Juli 2009 ein echter Star-Coach an die Stamforde Bridge. Sein Auftrag: Der Gewinn der Champions League. Das gelang ihm nicht. Allerdings holte er mit dem Klub in der Saison 2009/10 das Double bestehend aus Meisterschaft und FA Cup. Ein Punkteschnitt von 2,03 in 109 Pflichtspielen stand für den „Mister“ am Ende seiner Blues-Amtszeit zu Buche.

Robert di Matteo hielt sich nur ganze 8 Monate auf dem Chefposten beim FC Chelsea. Trotzdem feierte der Verein unter ihm seinen größten Triumph. Im Mai 2012 gewann der CFC das Finale der Champions League in München gegen den FC Bayern mit 4:3 nach Elfmeterschießen. Da das Team in der Liga im Anschluss allerdings deutlich unter den Erwartungen blieb, wurde Di Matteo nach nur 42 Spielen (9 Niederlagen) entlassen.

Es dauerte 4 Jahre bis zum nächsten italienischen Coach. Antonio Conte führte den Klub nach einer schwachen Saison unter Mourinho direkt in seiner ersten Spielzeit zum Gewinn der Premier League (alle Premier League Wetten). Im 2. Jahr wurde die Qualifikation zur Königsklasse verpasst, was dem 48-Jährigen schlussendlich den Job kostete. Zuvor gewann er mit dem Team allerdings noch den FA-Cup. Jetzt liegt es an Maurizio Sarri, die Erfolgsgeschichte des FC Chelsea mit italienischen Trainern fortzusetzen …

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