Rückennummer 9 Chelsea

FC Chelsea: Der Fluch der Rückennummer 9

Die Rückennummer 9 hat im Fußball eine riesengroße Tradition. Viele Top-Torjäger gingen mit dieser Nummer erfolgreich auf Torejagd. So auch beim FC Chelsea. Aber seit Jimmy Floyd Hasselbaink (2000-2004) brachte die 9 jedem folgenden Blues-Akteur kein Glück mehr. Das jüngste Opfer dieses Fluchs ist Romelu Lukaku.

Peter Osgood (138 Tore), Jimmy Floyd Hasselbaink (87), Tommy Baldwin (86), Kerry Dixon (77), Gianluca Vialli (40) – sie alle trugen die Rückennummer 9 beim FC Chelsea und erzielten viele Tore. Doch seit dem Abschied des Niederländers Hasselbaink 2004 lastet auf der Nummer ein Fluch. Alle Spieler, die in Folge die 9 trugen, wurden den Erwartungen nicht gerecht – allen voran die Stürmer.

Diese Spieler trugen seit 2004 die Rückennummer 9 beim FC Chelsea

Mateja Kezman (2004/05)

Als einer der ersten Transfers nach der Übernahme von Roman Abramowitsch wurde der Serbe 2004 verpflichtet. Mit 129 Toren für die PSV Eindhoven machte er zuvor auf sich aufmerksam. Bei den Blues gelangen ihm in 41 Pflichtspielen lediglich 7 Treffer, weshalb er nach nur einer Saison weiterzog zu Atletico Madrid.

Hernan Crespo (2005/06)

Der Argentinier war zur damaligen Zeit einer der besten Stürmer der Welt. In der Serie A stellte er bei Parma, Lazio und Inter seine Klasse unter Beweis. Chelsea ließ sich seine Dienste 26 Mio. € kosten. Nach nur 12 Toren in der Saison 2003/04 ging er per Leihe zur AC Milan. Dort überzeugte er, weshalb die Blues ihm 2005/06 eine neue Chance gaben – mit der Rückennummer 9. Doch auch im 2. Anlauf überzeugte er in London nicht (13 Tore in 42 Pflichtspielen). Inter holte ihn per Leihe zurück in die  Serie A (alle Serie A Wetten).

Khalid Boulahrouz (2006/07)

Vom HSV zog es den Abwehrspieler für 13 Mio. € zu Chelsea. Mit der für einen Defensiv-Akteur ungewöhnlichen Rückennummer lief es für ihn dort aber überhaupt nicht rund. Nur 23 Einsätze absolvierte der Niederländer, ehe es ihn ein Jahr später zum FC Sevilla zog.

Steve Sidwell (2007/08)

Der Mittelfeldspieler kam ablösefrei vom FC Reading an die Stamford Bridge. Im Star-Ensemble der Blues konnte er sich allerdings nicht durchsetzen. Nach 25 Spielen in seiner ersten und einzigen Blues-Saison, zumeist als Einwechselspieler, ging es für ihn weiter zu Aston Villa.

Franco di Santo (2008/09 – 2009/10)

In 2 Spielzeiten lief der Argentinier mit der Nummer 9 auf. Er war der erste Spieler seit Hasselbaink, der diese Rückennummer länger als eine Saison trug. Doch überzeugen konnte auch der spätere Bundesliga-Akteur nicht – kein Tor in 16 Einsätzen. Also wurde er für 2,4 Mio. € nach Wigan transferiert.

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Fernando Torres (2010/11 – 2014/15)

In seinen 5 Jahren bei den Blues wurde „El Nino“ Champions-League-Sieger, Europa-League-Sieger und englischer Pokalsieger. Doch für die 58,50 Mio. €, die Chelsea für den Spanier bezahlte, hatten die Verantwortlichen und die Fans mehr erwartet. In 171 Partien gelangen ihm lediglich 45 Treffer, davon nur magere 20 in der Premier League (alle Premier League Wetten).

Radamel Falcao (2015/16)

Der Kolumbianer, der zuvor in Portugal, Spanien und Frankreich Tore wie am Fließband erzielte, floppte in England total – erst bei Manchester United, dann auf seiner Leihe beim FC Chelsea. In 12 Einsätzen für die Blues erzielte „El Tigre“ nur einen einzigen Treffer.

Alvaro Morata (2017/18)

66 Mio. € ließ sich Chelsea die Dienste des Spaniers kosten. Nach starkem Beginn, 6 Liga-Tore in den ersten 6 Spielen, verlor Morata seine Zielgenauigkeit. Bis zum Saisonende kamen wettbewerbsübergreifend lediglich 8 weitere Treffer hinzu. Zwar blieb der Stürmer noch bis 2019 bei Chelsea, die Rückennummer 9 musste er allerdings in der 2. Spielzeit gegen die Nummer 29 eintauschen.

Gonzalo Higuain (2018/19)

Der Argentinier übernahm die Rückennummer von Morata. Glück brachte sie ihm ebenfalls nicht. In 18 Spielen gelangen ihm 5 Treffer. Folglich wurde die Leihe von Higuain nicht verlängert und er kehrte nach nur einer Saison zu Juventus zurück.

Tammy Abraham (2019/20 – 2020/21)

In seiner ersten Saison unter Frank Lampard konnte das Eigengewächs mit 15 Liga-Treffern überzeugen. Danach begann allerdings sein Niedergang bei den Blues. Im 2. Jahr gelangen ihm nur noch 6 Tore in der Premier League. Mit Timo Werner wurde ihm zudem ein Neuzugang vor die Nase gesetzt. Mitte August 2021 flüchtete er zur AS Rom, wo er seitdem wieder aufblüht.

Romelu Lukaku (2021/22)

Der Belgier sollte beim damals amtierenden Champions-League-Sieger das fehlende Puzzle-Teil in der Offensive sein. Doch der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte (113 Mio. €) floppte auf ganzer Linie. Zu Beginn war er noch gesetzt unter Thomas Tuchel, doch im Laufe der Saison wurde er mehr und mehr zum Ersatzspieler. Abseits des Rasens sorgte er mit Unmutsäußerungen über seine Situation und mit Rückkehr-Gedanken zu Ex-Klub Inter für Ärger. Dorthin zurück wechselt Lukaku jetzt per Leihe, nachdem ihm für Chelsea nur 15 Tore in 43 Pflichtspielen gelangen.

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